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Ostprignitz-Ruppin Brandstifter bereut und ist froh über Festnahme
Lokales Ostprignitz-Ruppin Brandstifter bereut und ist froh über Festnahme
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17:42 09.03.2016
Rechtsanwalt Ansgar Aigner, der Angeklagte Christoph M. Quelle: Foto: Simons
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Kyritz



Der Kyritzer Feuerteufel kommt für fünfeinhalb Jahre hinter Gittern. Am Dienstag verurteilte das Landgericht Neuruppin den 31-jährigen Ex-Feuerwehrmann Christoph M. wegen vorsätzlicher Brandstiftung in mehreren Fällen.

In Kyritz wurde dieses Urteil mit Erleichterung und Genugtuung aufgenommen. Denn dort hatte M. mit seinen Brandstiftungen fast ein Jahr lang für Angst und Schrecken gesorgt, weil er immer wieder ohne erkennbaren Anlass oder ein Tat-Muster zuschlug.

Peter Müller, an dessen Kyritzer Autohaus der Verurteilte gezündelt hatte, hält die Strafe für angemessen: „Das war ja doch ein ganz schöner Satansbraten.“ Für die Betroffenen habe all dies eine Unmenge Ärger mit sich gebracht. „Ganz ersetzt bekommt man so einen Schaden ja nie“, sagt Müller. „Wichtig ist, dass der Fall jetzt geklärt ist und dass der Täter seine Strafe bekommt.“

Dem kann Bernd Füllgraf vom gleichnamigen Kyritzer Autohaus nur zustimmen. In seinem Fall sei der Schaden zwar gut reguliert worden, aber: „Die Zeit war sehr aufreibend und bedrückend. Man hat sich ja wochenlang kaum noch getraut, abends ins Bett zu gehen.“ Für sich selbst habe er die Sache erst abgeschlossen, als der Täter gefasst war. „Wichtig ist, dass so einer vielleicht etwas daraus lernt.“

Das findet auch der Kyritzer Stadtwehrführer Meinhard Giese: „Wer so etwas macht, muss mit Konsequenzen rechnen.“ Der Schaden sei schließlich immens gewesen. Noch dazu gehörte M. zu Gieses Kameraden. „Es erleichtert uns zu wissen, dass es endlich vorbei ist. Die Zeit war unerträglich.“ Denn nachdem der Feuerteufel gefasst war, standen die Kyritzer Wehrleute erst einmal unter Schock. Niemand hätte gedacht, dass M., der immer so eifrig beim Löschen half, der Brandstifter war.

Die Kyritzer Bürgermeisterin Nora Görke findet die hohe Haftstrafe richtig: „Es ist wichtig, dass so ein Strafmaß abschreckt. Der Schaden kommt ja noch dazu. Da wird der Täter sicherlich sein Leben lang dran abzahlen.“ Auch das sei eine Art Strafe. „Ich bin froh, dass man den Täter noch relativ schnell gefasst hat.“ Zugleich seien Fragen offen geblieben: „Es gab ja noch mehr Brandstiftungen, zum Beispiel in Karnzow.“

Reue beim Brandstifter

Und der verurteilte Brandstifter selbst? Er bereue aufrichtig, was er getan hat, sagte Christoph M. im Landgericht Neuruppin. „Ich weiß, dass ich den angerichteten Schaden nie wieder gutmachen kann. Ich bin heilfroh, dass niemand zu Schaden gekommen ist.“ Er sei selbst erschrocken über das Ausmaß und wisse, dass Alkohol kein Problemlöser sei. Allerdings hatte der Psychiatrische Gutachter im Gericht auch festgestellt, dass der Angeklagte niemals so betrunken war, dass er nicht mehr wusste, was er tat. Und auch die Richterin ließ Alkohol als Ausrede nicht gelten: Der Alkohol war nicht die Ursache für die Brandstiftungen. Seine Probleme liegen woanders“, sagte sie über den Angeklagten.

Wer weiß, wie lange die Brandserie noch gedauert hätte – wäre Christoph M. nicht im August 2015 gefasst worden. Damals zündete er auf dem Heimweg von einer Party eine alte Baracke an, wurde dabei von einer Anwohnerin erwischt, stürzte in sein Auto – und verlor bei der Flucht eine Radkappe.

Von Dagmar Simons und Alexander Beckmann

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