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Ostprignitz-Ruppin Bratwurst, Pommes und ein Schwätzchen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Bratwurst, Pommes und ein Schwätzchen
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00:20 13.11.2017
Vor ihrem Imbiss: Michael Weber und Ramona Schmidt. Quelle: Gina Wiesner
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Kyritz

Der Geruch von Gegrilltem liegt in der Luft, ein Mann trinkt gemütlich seinen Kaffee und weitere Kunden bestellen sich ein Bauernfrühstück – Bratkartoffeln mit Rührei. Der Blick zur gegenüberliegenden Krankenhauszufahrt ist frei und auch von dort werden im Laufe des Tages noch einige Arztbesucher ihren Weg zum urigen Imbiss von Michael Weber (57) und seiner Frau Ramona Schmidt (54) in Kyritz finden.

Am 15. Dezember feiert der Familienbetrieb langjähriges Bestehen. Vor 27 Jahren stellte eine Firma aus Potsdam in zahlreichen Orten kleine Imbissbuden auf. Eines dieser Häuschen steht in der Robestraße. Es wurde kurz nach der Wiedervereinigung Deutschlands im Oktober 1989 und nach der Einführung des Westgeldes im Sommer 1990 aufgestellt.

Der Kiosk an der Robestraße wurde 1990 errichtet. Quelle: Gina Wiesner

Michael Weber hatte damals eigentlich den Beruf Koch erlernt und sich als Ziel gesetzt, irgendwann eine eigene Gaststätte zu betreiben. Das klappte aus unterschiedlichen Gründen jedoch nicht. Durch eine Annonce in der Zeitung war er dann auf die neu erbauten Imbissbuden aufmerksam geworden. Am 15. Dezember 1990 unterzeichnete Michael Weber seinen Pachtvertrag und ist seitdem stolzer Imbissbudenbetreiber. „Heute bin ich froh, dass ich keine Gaststätte habe“, erzählt er.

Stammkunden trinken ein Feierabendbier

Vor zwölf Jahren stellte Michael Weber dann seine große Liebe Ramona Schmidt bei sich ein. So wurde aus dem Ein-Mann-Unternehmen ein Familienbetrieb. Seitdem stehen die beiden tagtäglich für ihre Kunden am Herd und haben dabei nie die Freundlichkeit oder die Lust an ihrer Arbeit verloren. Damit ist der Familienbetrieb heute einer der letzten klassischen Imbissbuden in der Region, in denen ein Schwerpunkt auf Bratwurst, Currywurst und Pommes liegt. Neben der Laufkundschaft gibt es Stammkunden, die fast jeden Abend dort einkehren und ein Feierabendbier trinken oder etwas essen.

Aber auch morgens steht immer die gleiche Gruppe an ihrem bereits angestammten Tisch: „Ich komme schon seit zwölf Jahren und trinke hier jeden Morgen zwei Kaffee“, erzählt Charlie Bauer. Zu den morgendlichen Kaffeetrinkern gehört auch Gerald Kloke: „Ich komme seit ungefähr zehn Jahren jeden morgen für ein Käffchen – und meistens bleibe ich auch noch bis zum Mittag hier“, sagt er.

Der Alkoholkonsum war früher größer

Da im Imbiss nicht nur Kaffee, sondern auch Spirituosen verkauft werden, steht bei den Webers ein kleines Regal mit Flachmännern hinter der Glasscheibe. Die Frage, wie viele Flachmänner über den Tresen gehen, beantwortet Michael Weber mit den Worten: „Manchmal zehn, manchmal 30, manchmal auch gar keine. Der Alkoholkonsum war früher mehr, da war der Mülleimer manchmal voll mit kleinen Schnapsflaschen.“

Ein Imbissbudenbetreiber muss auch immer ein offenes Ohr für ­seine Kunden haben. Michael Weber hat schon viele interessante ­Geschichten gehört: „Sogar über den Kontostand eines Kunden wusste ich mal Bescheid“, erinnert er sich. Aber auch von ihren Krankheiten erzählen die Imbissbesucher häufig.

Mittlerweile ist das bestellte Bauernfrühstück fertig. Die Kunden freuen sich über das Gericht, machen sich ans Essen. Vielen schmeckt die gute alte Hausmannskost am besten.

Von Gina Wiesner

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