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Bravo-Rufe in der Kirche

Konzert in Dranse Bravo-Rufe in der Kirche

Gabriele Becker-Paul aus Fehrbellin sang in Dranse. Auf Gage verzichtete sie. Das Geld kommt der Kirchensanierung zugute. Die Gemeindeglieder haben schon viel gesammelt.

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Gekauft, gefeilscht, getratscht

Gabriele Becker-Paul singt in Dranse.

Quelle: Björn Wagener

Dranse. In den Beifall mischten sich immer wieder auch Bravo-Rufe: Mehr als eine Stunde lang sang Gabriele Becker-Paul aus Fehrbellin am Samstagnachmittag in der Dranser Kirche. Von Klassik über Musical bis Schlager führte die „Musikalische Reise“, so der Titel des stimmungsvollen Programms. Es umfasste Werke von Mozart (Das Veilchen) und Beethoven (Lied des Marmottenbuben) ebenso wie Musical-Songs „Wein’ nicht um mich Argentinien“ oder „Mädchen der Nacht“. Selbst Songs von Andrea Berg (Die Gefühle haben Schweigepflicht) oder Helene Fischer (Du lässt mich sein so wie ich bin) wurden dargeboten.

„Die Auswahl der Lieder fiel mir schwer, denn ich liebe eigentlich alle“, sagte die Hobby-Sängerin, die hauptberuflich im Landesamt für Schule und Lehrerbildung in Neuruppin tätig ist. Nach Feierabend gibt sie Musikunterricht in Perleberg. Denn Musik ist ihr Leben. „Das Singen ist toll. Wenn ich nicht singen kann, bin ich traurig. Das darf nicht sein“, sagte sie. Vor allem an Musicals und Klassik habe sie ihr Herz verloren. Das war dem Programm anzumerken. Die Schlager waren nur darunter, „weil man sie dabeihaben muss“, sagte sie. Zwischen den einzelnen Liederblöcken brachte Gabriele Becker-Paul unterhaltsame Gedichte zu Gehör.

Dem Publikum gefiel’s. Knapp 70 Zuhörer hatten sich in der Kirche eingefunden. Eintritt mussten sie nicht zahlen, aber Spenden waren willkommen. Denn das Konzert war vom Förderverein der Dranser Kirche zugunsten ihrer Sanierung gesponsert worden. Obwohl das Gotteshaus sich äußerlich ansprechend präsentiert, hat es innen doch eine Sanierung nötig – Dach, Wände, Empore, überall nagt der Zahn der Zeit. Laut Karl Gärtner vom Förderverein gehe eine entsprechende Projektplanung von einem Investitionsbedarf von 250 000 Euro aus. Der Eigenanteil, um diesen Betrag mit Fördermitteln aufbringen zu können, liege bei 90 000 Euro, die aber schon beinahe zusammengekommen seien, sagt er.

Das Konzert war ein weiteres Mosaiksteinchen auf dem Weg zur Sanierung. „Sie haben uns mit Ihren Liedern tief im Inneren berührt“, sagte Karl Gärtner, nachdem der 16. und letzte Titel, das Ave Maria von Franz Schubert verklungen war. Nach dem Konzert waren die Gäste noch zu einer Kaffeetafel eingeladen. Das nächste Konzert in der Dranser Kirche findet am 6. September statt. Dann wird der Lärzer Chor singen.

Von Björn Wagener

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