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Ostprignitz-Ruppin Breddiner malen Bilder vom Planeten Noytja
Lokales Ostprignitz-Ruppin Breddiner malen Bilder vom Planeten Noytja
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00:18 24.04.2016
Die Zeichnungen von 14 Breddiner Viertklässlern illustrieren jetzt Band 6 der „Noytja-Bücher“ . Quelle: Matthias Anke
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Breddin

Rüdiger Kurock nennt sich „schnelle Wortameise“. Das aus drei Sprachen zusammengesetzte Pseudonym dieses 60-jährigen Schriftstellers setzt allein schon eine Menge Fantasie voraus. Mehr noch: Der Autor also namens „Slov ant Gali“ ist eigentlich Steuerberater. So viel zumindest verriet Deutschlehrerin Martina Seeliger über diesen Gast aus Berlin, den die Viertklässler der Breddiner Löwenzahn-Grundschule am Donnerstag bei sich hatten. Sie kenne ihn schließlich schon seit gut 25 Jahren.

Slov ant Gali bereicherte den Unterricht in dem Prignitzort auf besondere Weise: Die Schüler erhielten vor einiger Zeit bereits das Manuskript seines neuen Buches, arbeiteten es im Deutschunterricht durch, dachten sich zu den Geschichten Bilder aus und malten sie. Das passte, denn Ute Sypa wiederum, die Klassenlehrerin dieser Kinder, unterrichtet auch Kunst.

Nur dieser jetzt erschienene Band 6 der Noytja-Reihe ist illustriert

Mit 14 Zeichnungen aus Breddin ist das zu einer Fantasy-Reihe namens „Noytja“ gehörende Werk „Mondmund und Berggeist. Märchen der Spank“ jetzt illustriert. Die druckfrischen Exemplare brachte Slov ant Gali natürlich gleich mit.

Slov ant Gali heißt eigentlich Rüdiger Kurock – und er ist Steuerberater. Quelle: Matthias Anke

„Noytja ist ein Planet, dessen Bewohner in Frieden miteinander leben, also ohne Streit“, erklärt der Schriftsteller. Nach drei utopischen Büchern und zweien mit fantastischen Geschichten ist Band sechs nun als Märchenbuch zu sehen. „Als Krönung ist es als einziges illustriert“, sagte Slov ant Gali, der es verstand, auch die Kinder zu würdigen, deren Bilder es nicht ins Buch schafften. Zudem gehörte eine solche Erfahrung zum Projekt. „Die Schüler haben gelernt, wer alles an einer Buchproduktion beteiligt sein kann und dass Entscheidungen oft von mehreren Leuten getroffen werden“, erklärte Martina Seeliger. Demnach wissen sie nun auch, dass selbst mancher Text nachdem sogenannten Lektorat im Buch am Ende ein etwas anderer sein kann als im Manuskript.

Die Schüler der vierten Klasse hatten das Manuskript als Vorlage bekommen. Quelle: Matthias Anke

Die Bilder blieben natürlich unverändert. Da ist etwa das von Sophie Orlowski. Sie malte aus der Geschichte vom armen, dank eines goldenen Herzens doch aber reichen Müllers eine Szene, in der ihn ein Hund in letzter Sekunde vor einem Gifttrunk bewahrte.

Oder das Bild von Yannik Pauly: Es illustriert die Geschichte von einem Bergvolk, das einen Steuereintreiber fürchtet und zu verhungern droht. Doch der Dorfälteste „Tuc-mon“ hat da eine im Wortsinn irre Idee. Selbst hier zeigt sich: So manches lässt sich mit etwas Fantasie bewerkstelligen. Auch das also dürften die Kinder nun einmal mehr gelernt haben.

Von Matthias Anke

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