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Breitbandausbau leicht verzögert

Neuruppin Breitbandausbau leicht verzögert

Beim 18-Millionen-Vorhaben zum Breitbandausbau im Landkreis OPR gibt es erste Verzögerungen, doch am Ziel halten die Beteiligten fest. Mindestens 97 Prozent aller potenziellen Nutzer in der Region sollen Zugriff auf Höchstgeschwindigkeitsanschlüsse haben – wenn auch vielleicht noch nicht bis zum Jahresende.

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Spezialisten fürs Kabelverlegen sollen in den nächsten Monaten im Landkreis OPR gut zu tun bekommen.

Quelle: Dirk Froehlich

Neuruppin. Viele Kyritzer – vor allem in den Wohngebieten – werden voraussichtlich im Laufe des Frühjahrs schneller im Internet surfen können, wenn sie das wollen. Die Deutsche Telekom wird bis März einen Großteil ihres Netzes in der Stadt für Bandbreiten von 100 Megabit pro Sekunde ertüchtigt haben – so wie in noch 329 weiteren Kommunen bundesweit.

Im Nordwesten Brandenburgs ist Kyritz allerdings so ziemlich die einzige Stadt, die von der aktuellen Telekom-Kampagne profitiert. Und auch in der Knatterstadt haben nicht alle Nutzer etwas davon.

Auch aus diesem Grunde hat der Landkreis Ostprignitz-Ruppin im vergangenen November angekündigt, den weißen Flecken auf der Breitbandkarte mit 18 Millionen Euro zu Leibe zu rücken. Mit dieser Summe, die zu 90 Prozent aus Fördertöpfen von Bund und Land stammt, will der Landkreis Netzbetreiber beim Ausbau der Infrastruktur in der Region unterstützen. Erklärtes Ziel ist dabei die nahezu flächendeckende Verfügbarkeit hoher Bandbreiten. Vor allem auch Unternehmen, Schulen und öffentliche Einrichtungen sollen endlich mit zeitgemäßer Leistung ans Netz gehen können.

„Wir sind gerade dabei, die Bewerbungen für die auszuführenden Arbeiten zu prüfen“, sagte Landrat Ralf Reinhardt im November. „Der Zuschlag erfolgt Anfang nächsten Jahres, dann kann es mit den Tiefbauarbeiten losgehen.“

Christian Fahner ist Chef  der Wirtschaftsfördergesellschaft REG

Christian Fahner ist Chef der Wirtschaftsfördergesellschaft REG

Quelle: Peter Geisler

Ganz so zügig wie gedacht kommt die Sache aber doch nicht voran. Über den konkreten Stand des Vergabeverfahrens will die Kreisverwaltung derzeit keine Auskunft geben. Sie begründet das mit den laufenden Verhandlungen. Auf Anfrage heißt es lediglich: „Die Entscheidung wird im Laufe des März fallen.“

Der Geschäftsführer der Regionalentwicklungsgesellschaft (REG) OPR Christian Fahner verrät zumindest so viel: „Es gab Anbieter, die um eine Fristverlängerung baten.“ Die REG ist im Auftrag des Landkreises und mehrerer Kommunen für die Wirtschaftsförderung zuständig. Damit gehört der Breitbandausbau zu ihren wichtigsten Aufgaben. Entsprechend eng ist jetzt die Zusammenarbeit mit dem Landkreis bei dem 18-Millionen-Vorhaben.

„Wir sind da wirklich sehr intensiv jeden Tag bei der Sache“, versichert Christian Fahner. „Wir wollen die 18 Millionen ja möglichst vernünftig in die Erde bekommen.“ Derzeit, so Fahner, laufen Gespräche mit den Bietern bei dem Ausschreibungsverfahren. „Da ist der Landrat auch selbst mit dabei. Das ist nicht selbstverständlich.“ Doch schließlich gehe es darum, für das Geld die bestmögliche Leistung zu bekommen.

Die Entscheidung über das Wie stehe allerdings noch aus. „Da ist wirklich alles im Fluss“, sagt der REG-Geschäftsführer. „Wir sind auch auf technischem Gebiet offen für alle Lösungen.“ Christian Fahner gibt sich dabei ausgesprochen optimistisch: „Alles wird gut. Das Ziel mit den 97 Prozent Abdeckung steht.“

Nur für den ursprünglichen Zeitplan sieht es nicht ganz so gut aus. Da ist zum einen der vom Jahresbeginn auf den März verschobene Vergabetermin. Zum anderen können sich Unternehmen, die auf dem Gebiet der Infrastruktur tätig sind, derzeit nicht über einen Mangel an Aufträgen beklagen. Ob und wann Baukapazitäten für die Vorhaben im Landkreis OPR bereit stehen, muss sich erst noch zeigen. Christian Fahner geht inzwischen jedenfalls davon aus, dass das Vorhaben eventuell doch noch nicht in diesem Jahr komplett vollendet werden kann.

Von Alexander Beckmann

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