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Ostprignitz-Ruppin Brotprüfung vor Schülern in Wittstock
Lokales Ostprignitz-Ruppin Brotprüfung vor Schülern in Wittstock
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15:44 13.10.2017
Bäckermeister Thomas Hausbalk (l.) und Brotprüfer Michael Isensee gestern vor Schülern der Polthier-Oberschule in Wittstock. Quelle: Björn Wagener
Wittstock

Riechen, fühlen, schmecken, sogar hören – eine Brotprüfung erfordert alle Sinne. Schüler der Wittstocker Polthier-Oberschule konnten am Freitag erleben, wie ein solcher Test abläuft. Denn das Deutsche Brotinstitut hatte gemeinsam mit der Kreishandwerkerschaft Prignitz die Prüfung dort stattfinden lassen, um ganz nebenbei auch fürs Bäckerhandwerk zu werben.

Brotprüfer Michael Isensee vom Brotinstitut; Thomas Hausbalk, Obermeister der Bäcker- und Konditoren-Innung Prignitz; und Bäckermeister Heiko Keil von der Bäckerei Koch aus Wittstock testeten insgesamt 30 Brote verschiedenster Sorten von regionalen Bäckereien. Außerdem hatten sie vier Brötchensorten zu bewerten.

Nicht zu mürbe, nicht zu spröde

Dabei ging es um festgelegte Kriterien: die Form und das Aussehen; Oberflächen-und Krusteneigenschaften; Lockerung und Krumenbild; Struktur und Elastizität sowie Geruch und natürlich Geschmack. Bei den Brötchen spielte auch die Rösche ein Rolle. Sie zeigt an, wie knusprig das Brötchen ist. Es sollte weder zu mürbe noch zu spröde sein. Ein Druck auf das Backwerk genügt, um sich einen Eindruck zu verschaffen. Sind etwa Sonnenblumenkerne im Spiel, wird die Bestreuung bewertet. Gibt es Fehlstellen? Brot sollte beim Durchschneiden keine Krumen am Messer hinterlassen. Beim Druck ins Innere sollte das Backwerk zurückfedern.

Immer mehr Sorten

„Ich bin mehr der Brötchenesser. Aber ich würde nie auf die Idee kommen, sonntags früh aufzustehen, um sie mir vom Bäcker zu holen“, sagt Michael Isensee. Aufgebackene Exemplare vom Vortag täten es genauso. Brotprüfer ist er seit 26 Jahren. Die Sortenvielfalt habe seitdem zugenommen. Die Qualität sei aber generell gut. Getestet werde bundesweit – im Bereich Prignitz jedes Jahr an einer anderen Schule.

„Klassisches Mischbrot und Weizenbrötchen werden nach wie vor am meisten verkauft“, sagt Thomas Hausbalk. Ein eher kräftig gebackenes Brot mit dicker Kruste habe am meisten Geschmack. Davon konnten sich Schüler überzeugen. Kirsten Gmirek, Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft Prignitz, ließ Kostproben herumgehen. Das Pausenbrot sei nach wie vor beliebt, bestätigten Schüler. „Das Bewusstsein der Eltern in Sachen gesunde Ernährung ist gewachsen“, so Lehrerin Anke Giering.

Ergebnisse der Prüfung gibt es voraussichtlich ab Freitagabend unter www.brotinstitut.de

Von Björn Wagener

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