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Ostprignitz-Ruppin Brückenbau: Unerwünschte Folgen befürchtet
Lokales Ostprignitz-Ruppin Brückenbau: Unerwünschte Folgen befürchtet
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18:03 07.03.2017
Die Landesstraße 144 könnte für die Zeit des Brückenneubaus wesentlich stärker beansprucht werden. Quelle: Foto: Björn Wagener
Grabow

Der Neubau der Brücke zwischen Scharfenberg und Herzsprung rückt näher. 2018 soll das alte Bauwerk komplett ersetzt werden. Doch das könnte auch unerwünschte Begleiterscheinungen mit sich bringen. Darauf wies jetzt Axel Fischer vom Ortsbeirat in Königsberg hin.

Das Problem: Wenn die Brücke gesperrt wird, soll der Verkehr zwischen Wittstock und Kyritz zwar über die Landesstraße 145 und die Bundesstraße 103 geführt werden, aber ob sich jeder daran hält, sei fraglich. Schließlich könnte der betroffene Bereich auch kürzer umfahren werden – nämlich von Wittstock aus über Blumenthal, Grabow und Königsberg, um in Herzsprung wieder auf die Landesstraße 14 in Richtung Kyritz oder zum Autobahnanschluss Richtung Hamburg oder Berlin weiter zu kommen. Zumindest Ortskundige würden davon wohl Gebrauch machen, vermutet Fischer.

Höheres Verkehrsaufkommen befürchtet

Aber gerade die Strecke zwischen Blumenthal, Grabow und Königsberg ist jetzt schon sehr uneben und schwer befahrbar. Durch die Umleitung und das damit verbundene höhere Verkehrsaufkommen könnte sie weiter Schaden nehmen, befürchtet Fischer und weist auch darauf hin, dass bei größeren Stausituationen auf der Autobahn mehr Verkehr in diesem Bereich aufgenommen werden muss.

„Ich habe dieses Problem schön öfter angesprochen, und auch mit den Ortsbeiräten in Blumenthal und Grabow hat sich der Beirat in Königsberg bereits dazu verständigt“, sagt er. Dabei sei man sich einig, dass der Wunsch nach einer Sanierung der L 144 von Blumenthal bis Königsberg bestehe. Das Teilstück von Herzsprung bis Königsberg ist bereits saniert. „Wir hoffen darauf, dass die Arbeiten nun auch weitergeführt werden“, so Axel Fischer. Auch im Hinblick auf die sichere und rasche Anfahrt von Rettungsfahrzeugen sei das notwendig.

Ertüchtigung nicht vorgesehen

Es sei jedoch nicht vorgesehen, den beschriebenen Streckenabschnitt der L 144 bis zum Beginn der Umleitung „zu ertüchtigen“, teilt Cornelia Mitschka, die Sprecherin des Landesbetriebes Straßenwesen, dazu mit und nennt als Grund die knappen finanziellen Mittel für den Landesstraßenbau. „Die L 144 ist Bestandteil des sogenannten Grünen Netzes und eben gerade nicht für den Umleitungsverkehr ausgewiesen“, sagt sie. Zum Grünen Netz gehören verhältnismäßig wenig befahrene Straßen mit der geringsten Ausbau-Priorität. „Es ist für uns als Landesbetrieb Straßenwesen schlicht unmöglich, im Zusammenhang mit Baumaßnahmen unter Vollsperrung alle denkbaren Schleichwege auszubauen oder dafür zu sorgen, dass diese nicht von unerwünschten Fahrzeugen befahren werden. Dafür sind es öffentliche Straßen“, so Cornelia Mitschka.

Die Verkehrsbehörde des Landkreises habe allerdings die Möglichkeit, nach Anhörung des Landesbetriebs den Lkw-Durchgangsverkehr per Verkehrsanordnung zu untersagen. Das geschehe aber nur in den seltensten Fällen. Denn eine solche Festlegung müsse von Polizeikontrollen begleitet werden, wenn sie Wirkung zeigen soll.

Von Björn Wagener

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