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Brückenbau startet im Herbst

Molchow Brückenbau startet im Herbst

Der Bau der neuen Molchowbrücke soll nach der Sommersaison beginnen. Bis dahin lässt die Stadt Neuruppin die Pläne für das neue Bauwerk noch einmal überarbeiten. Ziel ist es, die Brücke schmaler, filigraner und möglichst auch noch billiger zu machen.

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Inzwischen ist die Molchowbrücke auch für Radfahrer und Fußgänger längst gesperrt.

Quelle: Peter Geisler

Molchow. Bis der Bau der neuen Molchowbrücke beginnen kann, wird noch mindestens ein halbes Jahr vergehen. Die Neuruppiner Stadtverwaltung geht davon aus, dass die Arbeiten an der neuen Rhinüberführung in Molchow erst nach dem Sommer starten können. Das bestätigte Neuruppins Vize-Bürgermeister Arne Krohn jetzt im Bauausschuss. Damit ist es bis zur Touristensaison 2018 in Molchow nicht mehr möglich, ohne Boot auf die andere Seite des Rhins zu kommen.

Zurzeit werden die Pläne für die neue Brücke noch einmal überarbeitet, so Krohn. Die Stadt hat dabei mehrere Ziele: Zum einen versucht sie, die Baukosten von geschätzten 720 000 Euro noch etwas zu verringern. Zum anderen sollen die Planer prüfen, ob sie die Brücke schmaler machen und etwas filigraner gestalten können, als in den bisherigen Entwürfen, sagt Krohn.

Vier Meter Breite sind dem Ortsbeirat für eine Radlerbrücke zu viel

Aus Molchow hatte es zuletzt einige Kritik am Bauvorhaben gegeben. Der Ortsbeirat fand zum Beispiel, dass eine Brücke für Radfahrer und Fußgänger nicht vier Meter breit sein muss. Auch die Brückenform im bisherigen Entwurf erschien etlichen Molchowern zu mächtig.

Schon vor Wochen hatte die Stadt dem Ortsbeirat deshalb mitgeteilt, dass die Pläne noch verändert werden. Erst wenn die endgültigen Unterlagen vorliegen, kann die Stadtverwaltung eine Baugenehmigung beantragen. Bis die erteilt wird, werden weitere Wochen vergehen.

„Zielstellung ist, nach der Saison ’17 mit den Baumaßnahmen zu beginnen“, sagt Krohn. Zweites Ziel ist es, möglichst bis zur Saison 2018 mit dem Bau fertig zu sein. Ob das klappt, ist allerdings ungewiss. „Wie bei der einen oder anderen Baumaßnahme schon gesehen, es gibt immer Unwägbarkeiten“, sagt der Baudezernent. „Grundsätzlich werden wir es auf jeden Fall versuchen.“

Die Stadtverwaltung will im Mai einen Teil abreißen lassen

Passierbar ist die Brücke schon jetzt nicht mehr. Die Stadtverwaltung hatte sie im Winter für sämtlichen Verkehr sperren lassen. Gitter sollen verhindern, dass Fußgänger über die Holzkonstruktion laufen. Ein Gutachter habe bescheinigt, dass die alte Brücke nicht mehr sicher ist, heißt es wiederholt aus dem Rathaus. Einige Molchower zweifeln das an und haben die Absperrgitter lange ignoriert. Daraufhin hatte die Stadtverwaltung angekündigt, demnächst einen Teil Brücke abreißen zu lassen, so dass sie niemand mehr betreten kann. Das soll laut der letzten Informationen an den Bauausschuss voraussichtlich im Mai passieren. Die restliche Brückenkonstruktion bleibt dann noch für mehrere Monate stehen.

Ein Baustart vor dem Herbst dürfte auch schwierig sein, weil es für Boote und Schiffe keine Möglichkeit gibt, die Baustelle zu umfahren und anders vom Molchow- zum Tetzen- und zum Zermützelsee zu gelangen. Im Sommer herrscht dort auf dem Rhin viel Bootsverkehr.

Von Reyk Grunow

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