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Brüsenhagener Kirchenkunst im Wegemuseum

Wusterhausen Brüsenhagener Kirchenkunst im Wegemuseum

Eine Sonderausstellung des Wusterhausener Wegemuseums widmet sich ab kommenden Sonntag den Malereien, die einst die Empore und die Kanzel der Brüsenhagener Dorfkirche schmückten. Die Tafelbilder stammen aus dem 17. Jahrhundert.

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Vor gut zwei Jahren waren die Tafelbilder nach Jahrzehnten in den Brüsenhagener Kirchturm zurückgekehrt.

Quelle: Matthias Anke

Wusterhausen. Brüsenhagener Geschichte kommt jetzt nach Wusterhausen. Ab kommendem Sonntag, 7. Mai, zeigt das Wegemuseum unter dem Titel „10 Gebote, der heilige Achatz und eine halbe Kirche“ eine Sonderausstellung mit Tafelbildern der ehemaligen Kirche des Dorfes in der Gemeinde Gumtow. Die Malereien stammen aus dem späten 17. Jahrhundert.

Die Brüsenhagener Kirche besteht nur noch aus dem Turm. Das Schiff war in den 1970er Jahren wegen Baufälligkeit abgerissen worden. In den nächsten Monaten wird der Gebäuderest grundlegend saniert. Die bisher dort verbliebenen kirchlichen Kunstwerke – einst Bestandteil der Empore und der Kanzel – brauchten für die Bauzeit eine neue Bleibe. Daraus entstand die Idee zu der Ausstellung.

Rouven Obst vom Förderverein „Kirche in Brüsenhagen“ wird zur Einstimmung am kommenden Sonntag um 14 Uhr die Geschichte der Brüsenhagener Kirche vorstellen.

Die Schöpfer der Bilder stammten offenbar aus der Gegend oder waren hier zumindest regelmäßig tätig. In Vehlow und Lögow finden sich ganz ähnliche Darstellungen.

Die Tafeln aus dem 17 Jahrhundert zeigen biblische Motive

Die Tafeln aus dem 17. Jahrhundert zeigen biblische Motive.

Quelle: Rouven Obst

Diesem Umstand widmet sich Ulrich Schöntube aus Berlin am Donnerstag, 11. Mai, ab 17 Uhr in einem Vortrag im Alten Laden des Wegemuseums. Wissenswert und unterhaltsam berichtet der Frohnauer Pfarrer, der sich in seiner Promotion mit den Emporentafeln ausführlich beschäftigt hat, über „Das Gestühl und die Malereien in Brüsenhagen und Vehlow“. Dabei spielen dichtende Pfarrer und protestantische Beichtstühle eine nicht unerhebliche Rolle. Ein Ausblick auf die wertvollen Emporenmalereien der Wusterhausener Kirche fehlt natürlich auch nicht.

Während die Tafelgemälde vom 7. Mai bis 2. September im Wegemuseum zu sehen sind, ist das erhaltene Fragment des Brüsenhagener Beichtstuhls derzeit in der Ausstellung „Kunst im Turm“ in der Wusterhausener Kirche St. Peter und Paul zu bestaunen. Wie so ein Beichtstuhl einmal ausgesehen hat, ist in der Vehlower Kirche zu sehen. In der Wusterhausener Kirche selbst steht ebenfalls ein evangelischer Beichtstuhl. Er wurde bisher als „Ratsherrenstuhl“ bezeichnet. Wer weiß schon, dass bis Ende des 18. Jahrhunderts auch in evangelischen Kirchen die Beichtstühle zur normalen Ausstattung gehörten?

Bei einer Ausstellung zur Kirche Brüsenhagen darf übrigens der Hinweis auf den gotischen Achatiusaltar nicht fehlen, der heute in Kyritz zu sehen ist.

Von Alexander Beckmann

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