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Ostprignitz-Ruppin Brunn: Feuerwehr statt Fitnessstudio
Lokales Ostprignitz-Ruppin Brunn: Feuerwehr statt Fitnessstudio
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02:15 25.04.2016
Die siebenköpfige Männergruppe aus Brunn beim Start zum legendären Löschangriff Nass – hier allerdings mit einer neuen Tragkraftspritze . Quelle: Privat
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Brunn

Siege motivieren. Und so war es vermutlich auch der 1. Platz, den das Team der Brunner Brandschützer im Jahr 2011 in Lohm von sieben Mannschaften belegte und der sie erst so richtig in Fahrt brachte. Denn auch heute noch, fünf Jahre nach diesem Spaßwettkampf in der Feuerwehrsportdisziplin „Löschangriff nass“ damals anlässlich des 100. Geburtstages der Feuerwehr Lohm, stehen die Brunner voll im Training. Sie vertreten die Region seither außerhalb ihrer Grenzen wie keine anderen, ja wohl als einzige Ostprignitz-Ruppiner überhaupt noch.

Gut möglich, dass es ihnen irgendwie in die Wiege gelegt wurde. „Zu DDR-Zeiten waren wir ja auch mal Kreismeister“, erzählt der Brunner Ditmar Schultz. Früher seien solche Wettkämpfe üblich gewesen. Heute findet man sie nur noch, wo ein Jubiläum gefeiert wird oder bei Wettbewerben unter den Kinder und Jugendlichen.

Feuerwehrsport hilft dabei, Kondition für den Erstfall aufzubauen

Es gibt aber auch Gebiete, in denen die Feuerwehren noch regelmäßig zu solchem Kräftemessen antreten. So kann es auch die Nähe zum unweit entfernten Rhinow gewesen sein, was die Brunner motivierte. Denn 2005, 2009 und 2015 war der Ort Gastgeber der alle zwei Jahre erfolgenden Brandenburger Landesmeisterschaften im Feuerwehrsport. Zudem geht es dort alljährlich um den Otto-Lilienthal-Pokal, bei dem es die Brunner – anders als bislang noch beim Landesausscheid – schon auf die Medaillenplätze schafften.

Im Frauenteam, aber auch bei den Männern macht hin und wieder ein Gast mit. Quelle: Privat

Zur Eröffnung der Meisterschaft im vergangenen Jahr fasste der Präsident des Landesfeuerwehrverbandes, Werner-Siegwart Schippel, den Sinn solcher Ausscheide in einem Atemzug zusammen: „Der Feuerwehrsport hilft, Kondition zu schaffen für Einsätze im Ernstfall.“

Zwei der Brunner sind zudem noch in einem anderen Team bei Wettkämpfen vertreten: Ditmar Schultz’ Söhne Andreas und Mirco. Sie machen im Team Havelland mit, dessen Mitglieder sich 2014 erst zusammenfanden, um ihr jeweiliges Kräftepotenzial zu bündeln. Denn für überregionale Wettbewerbe müsse man sich schon etwas stärker aufstellen. Gegründet haben das Team Kai Schnee, Denny Schmitz, Christian Schnee, Patrick Tschöpe (jeweils Nitzahn), Stefan Schneider, Daniel Weber, Henry Klare, Mario Knuth (jeweils Rhinow), Robin Freitag (Strodehne), Kevin Helbig (Hohennauen), und eben die Brunner Andreas und Mirco Schultz.

In der Regel wird mit DDR-Technik nach TGL-Norm angetreten

Vater Ditmar Schultz ist einer von den sieben Leuten der Männermannschaft aus Brunn, die sich in diesem Jahr schon wieder auf den Poehler Inselpokal freut. Nach diesem Wettstreit im September folgt beispielsweise in der Prignitz im November dann der Kehrberger Nachtlauf.

In der Regel wird dabei mit DDR-Technik angetreten. Bei großen Ausscheiden steht aber immer auch ein neues Gerät bereit. Das Zubehör bringen die Teams mit. „Das finanzierte uns aber nicht etwa die Gemeinde, sondern wir haben uns das Material privat gekauft“, sagt Ditmar Schultz mit Blick auf die Schläuche, Kupplungen, Verteiler oder Strahlrohre.

Schultz ist erster Gruppenführer der Brunner Feuerwehr, die 1927 gegründet wurde und heute mit der Schönberger Wehr als eine Löschgruppe agiert. Ihr gehören 20 aktive Feuerwehrleute an.

Aus deren Reihen rekrutiert sich für den Feuerwehrsport aber auch ein Frauenteam. Zwei Frauen aus Zernitz sowie eine aus Giesenhorst verstärken es. Im Wettkampfjahr 2014 beispielsweise verteidigten die Brunnerinnen an der alten Pumpe aus DDR-Zeiten nach TGL-Norm beim Otto-Cup in Rhinow ihren Wanderpokal und gewannen damals als Vorjahressieger auch den Lauf mit der neuen Pumpe. So heißt es nun also für sie alle: weitertrainieren. 2017 steht die nächste Landesmeisterschaft an.

Von Matthias Anke

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