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Buddelei dauert noch Jahre

Stadtwerke verlegen weitere Fernwärmerohre –auch 2014 Buddelei dauert noch Jahre

Die Stadtwerke bauen ihr Fernwärmenetz in der Innenstadt noch schneller aus, als bisher bekannt war. Noch 2013 soll die komplette Steinstraße angeschlossen und die Leitungen bis an die Ernst-Toller-Straße verlängert werden. Dort wird ein weiteres Blockheizkraftwerk entstehen. Mit dieser Anlage wollen die Stadtwerke mehr Strom selbst erzeugen. Dabei entsteht Wärme, die von dort ins Heizungsnetz eingespeist wird.

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Neuruppin. Seit Anfang Oktober buddeln mehrere Tiefbaufirmen etliche Gehwege in der Neuruppiner Innenstadt auf, um dort neue Fernwärmerohre in die Erde zu legen. "Gleichzeitig werden wir etwa hundert Hausanschlüsse installieren", sagte Helga Binder von den Stadtwerken gestern. Theoretisch könnten die Eigentümer ihre Häuser schon in diesem Winter mit Fernwärme heizen, wenn sie zum Beispiel ohnehin eine neue Heizungsanlage für ihr Haus brauchen. Jeder Hausbesitzer an den betroffenen Straßen hat von den Stadtwerken ein entsprechendes Angebot bekommen. "Etwa 95 Prozent haben das auch angenommen", so Binder.

Früher oder später muss ohnehin fast jeder in der Neuruppiner Innenstadt ans Fernwärmenetz. Die Stadtverordneten hatten das im vergangenen Jahr per Satzung so festgelegt. Eine starre Frist, wer sein Haus wann anschließen muss, gibt es jedoch nicht. Dass muss immer dann geschehen, wenn die gerade aktuelle Heizung irgendwann nicht mehr funktioniert und ohnehin ausgetauscht werden muss. Wer sich dann allerdings selbst eine umweltfreundliche Heizung anschafft, die mit erneuerbaren Energien arbeitet, muss die Fernwärme der Stadtwerke nicht nutzen.

Blau: Bauarbeiten geplant für November/ Dezember 2013
Grün: Bauarbeiten bereits begonnen im Gehwegbereich
Rot: Bauarbeiten bereits begonnen mit Vollsperrung der Straße

Quelle:

In der Karl-Marx-Straße vor dem Amtsgericht sind die Arbeiten an den neuen Leitungen inzwischen so weit vorangekommen, dass die Gräben wieder zugeschippt werden können. Beim Aufbuddeln hatte die Tiefbaufirma die Erde in Containern abtransportiert und in einer Siebanlage alle Steine entfernt. Jetzt kommt die gereinigte Erde wieder zurück in die Gräben.

Zurzeit laufen die Bauarbeiten in einem Teil der Karl-Marx-, der Schinkel-, der Bernhard-Brasch- und der Virchowstraße. Bis Ende Dezember wollen die Stadtwerke die Steinstraße bis fast zum Seedamm, die Robert-Koch-Straße und weitere Abschnitte der Karl-Marx-Straße bis zum Bahnhof Rheinsberger Tor ans Fernwärmenetz anschließen.

Damit ist der Ausbau des Netzes aber noch längst nicht beendet. Insgesamt wird der sich über mehrere Jahre hinziehen. Binder: "Wir können natürlich nicht alles auf einmal machen."

Im Frühjahr will der städtische Energieversorger die Bauarbeiten in weiteren Straßen ausschreiben, hieß es gestern. Je nach Wetterlage könnten dann im April oder Mai schon wieder Gräben für die Fernheizungsrohre aufgebuddelt werden.

Während in der Innenstadt meist nur Gehwege gesperrt werden müssen und Autos weiter fahren können, ist andernorts alles dicht: in der Junckerstraße. Die wird ab 21.Oktober für den Durchgangsverkehr in beide Richtungen gesperrt. Nur Fußgänger und Radfahrer kommen dann noch an der Baustelle vorbei. Anders als von der Inkom gestern angekündigt (die MAZ berichtete) gilt die Sperrung auch für die Zeit des Martinimarktes.

Zwischen Sparkasse und dem ehemaligen Bahnübergang lassen die Stadtwerke dort alle Leitungen und danach die Fahrbahn erneuern. Planmäßig sollen die Arbeiten bis Juni 2014 dauern. Bei einem strengen Winter auch länger. Wann die Stadt dann die restliche Junckerstraße ausbauen wird, ist bisher noch unklar.

Von Reyk Grunow

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