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Ostprignitz-Ruppin Bürgerinitiative bewirbt Nachtzug in die Prignitz
Lokales Ostprignitz-Ruppin Bürgerinitiative bewirbt Nachtzug in die Prignitz
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00:18 07.03.2016
Nur noch wenige Tage, dann beginnt die neue, ein knappes halbes Jahr dauernde Testphase für den zusätzlichen Zug am Wochenende. Quelle: Odeg
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Neustadt

Die Freude war groß, als voriges Jahr die drei vom Verkehrministerium genehmigten Testfahrten für eine Nachtzugverbindung von Berlin in die Prignitz Erfolg hatten. Ab dem Wochenende des 2. und 3. April wird daraufhin nun schließlich ein regulärer Takt eingeführt. Doch der Kampf der Bürgerinitiative um diesen Zug ist damit längst nicht vorbei. Denn es handelt sich nur um eine neue, nunmehr halbjährige Testphase. „Wir hatten zugesagt, dass wir die Nachtzugverbindungen regelmäßig an den Wochenenden in der Sommersaison einrichten wollen. Nun muss sich zeigen, ob die Züge unter diesen Bedingungen ausgelastet sind“, erklärte unlängst Staatssekretärin Katrin Lange. „Im Herbst wird geprüft, ob das Angebot auch im kommenden Jahr gemacht werden kann.“

Großen Treffen von Havelländern und Prignitzern für 18. März geplant

Damit die Bevölkerung von diesem nun bis zum September rollenden Nachtzug Notiz nimmt und ihn auch benutzt, wurde die Bürgerinitiative für die entsprechende Werbung wieder aktiviert. In der zurückliegenden Woche gab es ein erstes kleines Treffen in der Neustädter Amtsverwaltung. Ergebnis: Für Freitag, 18. März, sollen dorthin Vertreter sämtlicher an der Bahnstrecke liegenden Kommunen eingeladen werden. Neustadt liegt schließlich in der goldenen Mitte.

Der erste Zug rollt am frühen Sonntag, 3. April, um 0.25 Uhr ab Berlin Ostbahnhof. Bedient werden in allen Nächten von Samstag auf Sonntag alle auch sonst planmäßigen Halte des RE 2: über Nauen, Paulinenaue und Neustadt eben bis Breddin, Glöwen, Bad Wilsnack und Wittenberge. Zusätzlich wird aber auch in Albrechtshof, Seegefeld, Finkenkrug und Brieselang gehalten.

Der Nachtzug in die Prignitz soll publik gemacht und genutzt werden

„Die Zeit zwingt uns, schon jetzt etwas zu tun“, erklärt Elke-Meier Lorenz von der Neustädter Verwaltung. So werde Amtsdirektor Dieter Fuchs alle Anrainer aus Prignitz, Ostprignitz-Ruppin und dem Havelland zwar erst noch entsprechend einladen, darunter die Vertreter der Kommunalverwaltungen, größerer Unternehmen, den Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg, Banken, die Gestüte, selbst Schulen und Kitas und alle anderen Netzwerker, die mithelfen können, den Zug publik zu machen. Für die erste Werbung aber gehe man bereits in Vorleistung. Plakate und Flyer, wie sie sich im vergangenen Jahr bewährten, seien in Arbeit.

Auch die Züge und Schaukästen der Ostdeutschen Eisenbahngesellschaft (Odeg) sollen damit bestückt werden. „Wir hoffen, dass sich alle an der Finanzierung beteiligen, schließlich haben ja auch alle etwas davon“, sagt Elke Meier-Lorenz.

Vision von viel dichterem Takt als Idee gegen Bevölkerungsschwund

Die Barsikowerin Barbara Linke, die die Bürgerinitiative mitinitiierte, betont dabei: „Wir bewerben hier keinen Theaterzug.“ Dieser Begriff entstand zwar, weil es ein Vorteil ist, nun auch noch nach dem Besuch von späten Kultur- oder Sportveranstaltungen mit dem Zug von Berlin nach Hause fahren zu können. Doch im Blick habe die Bürgerinitiative vor allem die Berufspendler. Viele könnten jetzt flexibler sein.

Linke macht sogar eine Vision auf: Man stelle sich vor, die Züge würden zumindest bis Neustadt halbstündlich verkehren, und zwar ähnlich einer S-Bahn rund um die Uhr und dabei auch in die anderen Himmelsrichtungen von Berlin aus. Das Wohnen auf dem Brandenburger Land würde so attraktiv und der Speckgürtel derart gelockert werden, wie es mit keiner anderen Maßnahme möglich wäre.

Von Matthias Anke

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