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Bürgermeister will Abistufe in die Stadt holen

Rheinsberg Bürgermeister will Abistufe in die Stadt holen

Dass Rheinsberger Schüler in ihrer Stadt wieder ein Abi machen können, hält der Bürgermeister für ganz wichtig. Konkrete Schritte in diese Richtung hat er aber noch nicht getan. Jetzt kündigt er an, dass die Stadt über ein Landesprogramm dem Ziel näherkommen könnte – auch wenn es im Potsdamer Konzept nicht um die gymnasiale Oberstufe geht.

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Der letzte Abijahrgang verließ die Rheinsberger Schule im Jahr 2007. Seitdem wünschen sich die Prinzenstädter die Wiedereinführung der gymnasialen Oberstufe.

Quelle: Jürgen Rammelt

Rheinsberg. Der Traum ist noch nicht ausgeträumt: Auch wenn es schon zehn Jahre her ist, dass in Rheinsberg die letzten Abiturienten die Rauschule verließen, will sich die Stadt von der Wiedereinführung einer gymnasialen Oberstufe nicht verabschieden. Ideen auf politischem Parkett, wie das Abi in der Prinzenstadt wieder möglich sein sollte, gab es in den vergangenen Jahren etliche (die MAZ berichtete). Zuletzt wurden sie im Integrierten Entwicklungskonzept Rheinsberg-Ost (Insek) festgeschrieben und vom Land für gut befunden – wirklich geschehen ist in diese Richtung bisher aber wenig, auch wenn das Insek einen Realisierungsrahmen für das Projekt die Zeit von 2014 bis 2020 vorsieht.

Jetzt scheint allerdings etwas Bewegung in die Bestrebungen Richtung Abiturstufe zu kommen – wenn auch vorerst über einen eher größeren Umweg. So bemüht sich der Rheinsberger Bürgermeister Jan-Pieter Rau derzeit darum, dass die Grund- sowie die Oberschule beim Landesprogramm „Gemeinsames Lernen“ mitmachen. Insgesamt 162 Schulen dürfen am Pilotprojekt teilnehmen. Um sie zu unterstützen, will Potsdam 23 Millionen Euro für 432 zustätzliche Pädagogen ausgeben sowie 80 Millionen Euro für den Umbau von Schulhäusern. Rau hofft, dass die Rheinsberger Einrichtungen durch die Teilnahme am Programm stärker miteinander vernetzt werden. Im Alltag soll das bedeuten, dass die Lehrpläne aufein­ander abgestimmt werden, was den Kindern den Übergang von der Grund- zur Oberschule erleichtert. Außerdem sollen Lehrer der einen Einrichtung in der anderen unterrichten – im Krankheitsfall, aber auch, damit sich die Schüler schon mal an die andere Schulform gewöhnen. Ob das Programm dafür geeignet ist, ist indes offen. Denn das eigentliche Ziel des Landes bei dem Inklusionskonzept ist es, Kindern mit Lernschwierigkeiten einen Schulabschluss zu ermöglichen.

Rau sagt auch nicht, wie genau dieses Programm Rheinsberg zu einer Abiturstufe verhelfen soll – immerhin aber, an welche älteren Ideen er bei seinen Bemühungen anknüpfen will. So schwebt dem Stadtoberhaupt eine Kooperation mit einem Gymnasium in der Nähe vor. Dabei sollen Schüler aus Rheinsberg zum Unterricht in Fachkabinetten dorthin fahren, sonst aber – vermutlich an drei Tagen der Woche – in der Prinzenstadt lernen. Oder die Stadt mit ihren zahlreichen Kulturinstitutionen etabliert nach dem Vorbild der Reiterklasse in Neustadt einen musischen Zweig an der Rauschule, vielleicht sogar mit angeschlossenem Internat.

Was wirklich möglich ist, weiß Rau aber noch nicht. Denn über die Wiedereinführung der Abiturstufe verhandelt hat er noch nicht, auch wenn das Thema im Wahlkampf 2010 um den Bürgermeisterposten ganz wichtig schien. Andere Aufgaben seien bislang eben wichtiger gewesen, sagt er. „Und es ist nicht so, dass man dafür einfach einen Schalter umlegt.“

Von Celina Aniol

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