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Ostprignitz-Ruppin Bürgermeister wollen keine „Parteifürsten“
Lokales Ostprignitz-Ruppin Bürgermeister wollen keine „Parteifürsten“
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02:18 24.03.2018
Susanne Dorn ist Direktorin des Amtes Temnitz. Am Donnerstag geht es um ihre Wiederwahl. Quelle: Peter Geisler
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Walsleben/Garz

Mit klaren Worten haben sich am Mittwoch die Bürgermeister von vier Gemeinden im Amt Temnitz gegen den versuchten Einfluss der CDU bei der Streit um die Wahl eines neuen Amtsdirektors ausgesprochen. „Wir brauchen keine Parteifürsten“, um die Angelegenheit zu klären, sagte Burghard Gammelin, Bürgermeister von Walsleben. Vielmehr gehe es um eine „selbstbewusste Kommunalpolitik an der Basis“.

Bürgermeister wollen Fehler nicht wiederholen

Sowohl Gammelin als auch die Bürgermeister von Temnitzquell, Johannes Oblaski, von Storbeck-Frankendorf, Hans-Jürgen Berner, und Märkisch Linden, Detlef Scholz, kritisierten, dass CDU-Landratskandidat Sven Peter beim Amtsausschuss von „einem Kindergarten, große Gruppe“ gesprochen hatte, ohne die Hintergründe des Streits zu kennen. „Wir sind schon irritiert über die Einwirkungen von außen auf das Amt“, so Oblaski. Dabei sei es völlig normal, wenn sich ein Amtsausschuss für die Wiederwahl eines Amtsdirektors entscheide. Das habe Lindow 2015 schließlich auch getan.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt

Der Amtsausschuss Temnitz hatte das Ende Januar allerdings bei Stimmengleichheit abgelehnt. Darauf folgte starker Unmut gegen Ausschusschef Thomas Voigt aus Garz. Dieser habe sich nicht an Verabredungen gehalten, hieß es. Voigt konterte mit Vorwürfen gegen Amtsdirektorin Susanne Dorn, so dass inzwischen die Staatsanwaltschaft ermittelt (die MAZ berichtete). „Wir wollen Kontinuität und nicht den Fehler wiederholen, den wir bei Amtsdirektor Wittmoser gemacht haben“, so Gammelin. Dessen Amt war auch nicht verlängert, sondern ausgeschrieben worden. Wittmoser suchte sich daraufhin einen neuen Job und arbeitet als Amtsleiter bei der Kreisverwaltung.

Zweites Bürgebehren in Garz

Unmut gibt es nicht allein im Amtsausschuss. Auch in Garz gärt es. Dort gab es am Wochenende ein zweites Bürgerbegehren, um Voigt als Ortschef abzuwählen. 67 der 123 Wahlberechtigten haben unterschrieben, bei der ersten Runde waren es 59 Unterschriften. Dieses Begehren hatten die Gemeindevertreter allerdings abgelehnt. Ob das zulässig war, ist unklar. Beraten werden soll über das Bürgerbegehren am 28. März. Schon am Donnerstag, 22. März, geht es ab 18 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus in Werder um den Posten des Amtsdirektors.

Von Andreas Vogel

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