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Kyritz Bürgerservice

In einer Umfrage haben MAZ-Leser die Arbeit der Kyritzer Stadtverwaltung als eher mittelmäßig bewertet. Im Rathaus will man sich dieses Ergebnis zu Herzen nehmen, verweist aber auch darauf, dass nicht jedem Bürgeranliegen von jetzt auf gleich entsprochen werden könne.

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Direkt nach einem Hinweis auf den defekten Rathaus-Briefkasten nahm der Kyritzer Kämmerer Michael Köhn am Montag Maß.

Quelle: Alexander Beckmann

Kyritz. Als bestenfalls mittelprächtig schätzen die Kyritzer die Arbeit ihrer Stadtverwaltung ein. Das geht zumindest aus einer Umfrage der MAZ unter ihren Kyritzer Lesern hervor. Demnach äußern sich nur 4 Prozent rundum zufrieden damit, wie das Rathaus auf Anliegen der Bürger reagiert. 60 Prozent der Befragten finden, dass manche Dinge durchaus noch besser laufen könnten, und immerhin 13 Prozent sagen: „Ich bin mit der Arbeit der Stadtverwaltung überhaupt nicht zufrieden.“ Fast ein Viertel der Umfrageteilnehmer hatte zu dem Thema keine Meinung.

Als Chefin der Stadtverwaltung versichert Bürgermeisterin Nora Görke, solche Äußerungen durchaus ernst zu nehmen. „So eine Reaktion ist schon interessant“, findet sie. In aller Regel kämen Bürger ja dann ins Rathaus, wenn sie ein konkretes Anliegen haben. „Manche sind dann sehr zufrieden. Manchmal können wir aber auch nicht in ihrem Sinne tätig werden. Dann sind sie natürlich unzufrieden.“

Nicht alle Aufgaben sind lösbar

Auf jeden Fall habe man die Umfrageergebnisse im Rathaus besprochen. Bessere Zahlen wären natürlich schön gewesen. „Wir sind uns sehr wohl bewusst, dass wir die Dienstleister für die Kyritzer sind“, sagt die Bürgermeisterin. „Die alltäglichen Dinge im Bürgerbüro funktionieren eigentlich sehr gut.“ Beispiele sind das Einwohnermeldeamt und das Standesamt. „Das bestätigen uns die Leute auch.“

Ansonsten gehe es häufig um Hinweise auf Mängel und um Beschwerden. Die populärsten Themen seien kaputte Straßenlampen, verschmutzte oder beschädigte Gehwege und der Baumschnitt.

Das bestätigt auch ein Blick ins Portal „Maerker Brandenburg“ für Bürgerhinweise (www.maerker.brandenburg.de). Seit Jahresbeginn galten dort fünf Einträge defekter Straßenbeleuchtung. Ebenfalls fünfmal ging es um verschmutzte oder nicht geräumte Gehwege, einmal um Hinweise zum Baumschnitt und einmal um den Briefkasten am Rathaus.

Manchmal braucht es einfach Zeit

Viele Dinge seien nicht von jetzt auf gleich zu erledigen, betont die Bürgermeisterin. Beispiel: „Nicht jeder Baum, den die Leute gern entfernt sähen, kann einfach gefällt werden.“ So oder so sei die Stadtverwaltung an gesetzliche Vorgaben und an die kommunale Haushaltsplanung gebunden. Manchmal müsse man erst andere Behörde hinzuziehen. Nicht selten sei die Bearbeitung ziemlich aufwendig. „Es ist ja doch ständig Betrieb im Rathaus.“

Und bei manchen Anliegen sei die Stadtverwaltung schlicht der falsche Anlaufpunkt: wenn es beispielsweise um gelbe Säcke, das Kursangebot der Kreisvolkshochschule oder Unterlagen zur Grundsicherung geht. Man versuche, auch in solchen Fällen an die richtigen Stellen zu vermitteln. „Unsere Mitarbeiterinnen sind, wie ich denke, sehr höflich, freundlich und hilfsbereit“, sagt die Bürgermeisterin.

„Wir bemühen uns ja wirklich, uns anzubieten.“ So habe man versucht, die Sprechzeiten des Bürgerbüros möglichst bürgerfreundlich zu gestalten. Und seit der Übernahme des Tourismusbüros am Markt verfüge die Stadt seit Jahresbeginn über einen zusätzlichen Anlaufpunkt. „Das ist außerordentlich gut angelaufen.“

Von Alexander Beckmann

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