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Bürgertreff eint die Einwohner

Christdorf Bürgertreff eint die Einwohner

Wo früher dicke Bretter im Sägewerk gebohrt wurden, treffen sich heute die Einwohner in Christdorf zum Feiern. Aus dem ehemaligen Sozialgebäude ging 2002 dank vieler fleißiger Hände der Bürgertreff hervor. Nebenan feiern die Jugendlichen in eigenen Räumen. Das Ehrenamt der Einwohner brachte damals das ganze Dorf zusammen.

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Ortsvorsteherin Kerstin Stintmann ist stolz auf den Bürgertreff in Christdorf.

Quelle: Christamaria Ruch

Christdorf. Wenn die Einwohner in Christdorf früher Feste feierten oder Versammlungen abhielten, trafen sie sich in der alten Dorfgaststätte und der ehemaligen Schule. Doch spätestens Silvester 1999 war damit Schluss. Erna Kelm schloss die Gaststätte. Und die alte Schule wurde kurze Zeit später verkauft.

„Somit stand Christdorf vor der Frage, wo nun der Treffpunkt im Ort sein wird“, erinnert sich Kerstin Stintmann, seit 2009 Ortsvorsteherin. Die Wahl fiel auf das ehemalige Sägewerk; dort standen zu dieser Zeit die Bänder längst still. Das Areal mit den Produktionshallen und dem Sozialgebäude lag im Dornröschenschlaf. Der neue Dorftreffpunkt sollte in das ehemalige Sozialgebäude einziehen. „Bedingung war, dass die Gemeinde Christdorf den gesamten Komplex von der Treuhand erwerben musste“, erinnert sich Stintmann. Der Kaufvertrag ist auf den 1. Juni 2002 datiert.

Freiwillige Helfer brachten das Gemeinschaftshaus in Schuss

Bereits im Juli 2002 folgte die Hälfte der Einwohner aus Christdorf und Karstedtshof dem ersten Aufruf vom damaligen Bürgermeister Erich Bismark und beteiligte sich an einem Arbeitseinsatz. Dem sollten noch weitere bis zum Jahresende folgen. Bürger aller Altersgruppen packten die Chance beim Schopfe und verwandelten in wenigen Monaten das Gebäude in ein Schmuckstück. „Da war ganz viel Eigeninitiative dabei“, so Kerstin Stintmann. Dabei weist sie auf Fotografien hin, auf denen das Baugeschehen verewigt ist. „Die Mittel vom Gemeindehaushalt und das Ehrenamt der Einwohner brachten das Dorf damals zusammen.“ Ein Jahr später, als Christdorf Ortsteil von Wittstock wurde, stellte die Stadt finanzielle Mittel für ein neues Dach sowie die Fassade bereit.

Gemeinsam verwandelten die Einwohner das ehemalige Sozialgebäude in ein Schmuckstück

Gemeinsam verwandelten die Einwohner das ehemalige Sozialgebäude in ein Schmuckstück.

Quelle: Christamaria Ruch

Schon im Dezember 2002 feierten die Christdorfer die erste Weihnachtsfeier in ihrem neuen Dorfgemeinschafts-Domizil. Das alles ist auf Fotografien verewigt und diese hängen als Collage im Saal des Gebäudes. „Der Name Bürgertreff wurde auf einer Feier ausgewählt“, sagt Stintmann. Mit einer zünftigen Feier eröffneten die Christdorfer ihren neuen Dorftreffpunkt dann am 27. September 2003. Dieses Datum ist zugleich auf der ersten Seite des Gästebuches verewigt. Wer darin blättert, liest und sieht, welche Familien dort bereits feierten. Anfangs nutzten auch Einwohner aus Königsberg und Herzsprung diesen neuen Bürgertreff für Feiern. „Damals hatten andere Orte so einen Treffpunkt noch nicht“, so die Ortsvorsteherin. Bei Gundula Jürgens aus Christdorf laufen alle Fäden zusammen: Sie kümmert sich um die Ordnung und Sauberkeit im Bürgertreff und verwaltet den Kalender für die Feiern.

Regelmäßige Feiern seit 2004

Im großen Saal finden bis zu 80 Gäste an der Kaffeetafel Platz und wenn getanzt wird, dann reicht der Raum für 40 Leute. Viele Feste werden rund um den Bürgertreff abgehalten, so auch das alljährliche Dorffest im Juli. Sogar die Jugendlichen fanden unter dem Dach des Objektes einen abgeschlossenen Bereich. „Sie haben ebenfalls in Eigeninitiative ihre Räume hergerichtet“, sagt die Ortsvorsteherin. Seit 2004 treffen sie sich dort am Wochenende. „Wir können uns immer wunderbar auf sie verlassen, das funktioniert alles sehr gut“, findet Stintmann lobende Worte. Und: „Der Zusammenhalt unter den Jugendlichen ist sehr groß.“

Eigentum verpflichtet

Eigentum verpflichtet: Christdorf erwarb 2002 das gesamte Sägewerk von der Treuhand.

Quelle: Christamaria Ruch

Erst vor zwei Jahren verkleinerten die Einwohner den Platz vor dem Bürgertreff und entsiegelten weitere Bereiche. Zweimal jährlich greifen die Einwohner zum Werkzeug und reinigen die Außenanlagen. Seit einigen Monaten sorgen zwei im Dorf aussortierte Straßenlampen auf dem Gelände des Bürgertreffs für bessere Lichtverhältnisse.

Von Christamaria Ruch

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