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Ostprignitz-Ruppin Bullen beeindrucken die Jury
Lokales Ostprignitz-Ruppin Bullen beeindrucken die Jury
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00:18 05.06.2017
Züchter Manfred Knaut präsentiert „Samson II“ auf der Weide in Eichenfelde. Quelle: Christamaria Ruch
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Biesen

Manfred Knaut nähert sich langsam dem Herefordbullen. So langsam wie er geht, so ruhig spricht er auch. Der Fleischrindbulle „Samson II“ schaut zu ihm, lässt sich nicht aus der Ruhe bringen – er bewegt sich kaum. Schon jetzt sieht der Außenstehende, wie harmonisch die Beziehung zwischen dem Rinderzüchter und dem Tier ist.

Gerade erst holte Manfred Knaut von der Agrarfirma in Biesen zwei Erfolge bei der Landesfleischrinderschau in Paaren (Havelland). „Samson II“ wurde zum Reservesieger gekürt. Reservesieger bedeutet der zweite Platz, doch bei den Tierausstellungen wird grundsätzlich nur vom Reservesieger gesprochen. Der Bulle behauptete sich in einem Feld aus 18 Tieren. Der fünfjährige Altbulle „Emanuel“ siegte bei der Fleischrindrasse „Uckermärker.“ Diese Schau gehörte zu den Höhepunkten der Brandenburgischen Landwirtschaftsausstellung (Brala).

Der 78-Jährige ist seit 25 Jahren im Zuchtgeschäft

„Das ist eigentlich selten, dass ein Jungbulle wie ’Samson II’ so früh schon so gut ist“, sagt Manfred Knaut. Das Tier ist gerade mal vier Jahre alt und erlebte nun seine erste Ausstellung. „Sonst sind Jungbullen in diesem Alter noch nicht so gut ausgereift“, sagt Knaut. Er muss es wissen. Denn der 78-Jährige ist seit 25 Jahren im Geschäft der Rinderzucht. Auch wenn er schon längst im Ruhestand ist, sorgt er nach wie vor dafür, dass Biesen in Züchterkreisen einen hohen Bekanntheitsgrad genießt.

Der vier Jahre alte „Samson II“ strahlt Charakter und Harmonie aus. Quelle: Christamaria Ruch

„’Samson II’ hat eine sehr gute Genetik – sein Vater ’Surus’ hatte Landeserfolge in Nordrhein-Westfalen“, so Manfred Knaut. „Samson II“ ist „ein Spitzenbulle in der Entwicklung, ist sehr ausgewogen und Potenziale sind vorhanden“ zitiert Knaut das Urteil der Jury. Die Oberlinie am Tier ist gut ausgeprägt, der markant weiße Kopf, die weißen Wangen und der weiße Aalstrich sind ebenmäßig. Die dunkle Rotfärbung vom Fell zeigt den kanadischen Einschlag der Rasse. „Samson II“ hat ausgeprägte Keulen und dies weist auf den hohen Fleischansatz hin. Doch nicht nur die Genetik ist bei dem Jungbullen Erfolg versprechend. „Wie er sich präsentiert, zeigt den Charakter und die Harmonie“, sagt Knaut. Mit Harmonie ist das Wechselspiel zwischen Züchter und Tier gemeint. Schon wenn Knaut das Halfter anlegt, beginnt die Zwiesprache. Mehrere Wochen bereitete er „Samson II“ auf seinen Auftritt in Paaren vor. Er übte regelmäßig, dem Tier das Halfter anzulegen und ging mit ihm über die Weide.

Ahnentafel in Biesen: Seit 1998 punkten die Bullen mit Siegen und Erfolgen. Quelle: Christamaria Ruch

„Die Tiere mögen den Nasenring nicht, aber der ist notwendig, um die Bullen zu führen“, so Knaut. Er verzichtet auf eine lange Stange, die er am Nasenring einklinkt. Vielmehr nutzt er eine kurze Führstange Marke Eigenbau in Biesen. Somit steht der Züchter nicht nur optisch nah an seinem Jungbullen, sondern zeigt die enge Bindung zwischen beiden.

Seit 1998 holt Manfred Knaut regelmäßig Siege und Erfolge mit seinen Züchtungen. Das Agrarunternehmen in Biesen exportierte bereits in die Schweiz, nach Polen, Russland und Tschechien.

Fleischrindrassen

Die Rasse „Hereford“ zeichnet sich durch ein umgängliches Wesen aus. Diese Fleischrinderrasse ist weltweit am weitesten verbreitet und gehört geschmacklich zum Besten.

Die Tiere sind an jedes Klima in Afrika, Sibirien oder den Rocky Mountains angepasst. Sie können auch extensive Standorte nutzen.

1993 legte Züchter Manfred Knaut den Grundstock für die Herefordrinderzucht in Biesen. Heute umfasst die Herde 80 Tiere.

1997 begann Knaut mit dem erfolgreichen Aufbau einer Zuchtherde der Rasse „Uckermärker“. Diese sind anspruchsvoller als Herefordrinder. cmr

Von Christamaria Ruch

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