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Ostprignitz-Ruppin Bund bietet Geld fürs Museum
Lokales Ostprignitz-Ruppin Bund bietet Geld fürs Museum
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00:17 02.07.2016
Im Neuruppiner Museum soll 2019 die zentrale Ausstellung des Landes zum Fontane-Jubiläum stattfinden. Bis dahin ist viel vorzubereiten. Quelle: Peter Geisler/Archiv
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Neuruppin

Die Stadt Neuruppin könnte 147 000 Euro für ihr Museum geschenkt bekommen, und die Abgeordneten können sich nicht entscheiden, ob sie das Geld annehmen wollen. Mit Mühe ist Bürgermeister Jens-Peter Golde im Hauptausschuss gelungen, eine Ablehnung zu verhindern.

Die Kulturstiftung des Bundes hat den Neuruppiner das Geld angeboten. Bist 2018 könnte mit Hilfe der Zuschüsse zwei weitere Mitarbeiter für das Museum beschäftigt werden, gebrauchen könnte das Museum die Verstärkung sehr gut – in den kommende Jahren werten die Vorbereitungen des großen Fontane-Jubiläums 2019 einen Großteil der Kapazitäten binden. Erst vor zwei Wochen hatte der Landtag beschlossen, dass Neuruppin bei den großen Feier des Landes 2019 die zentrale Rolle spielen soll. Und ganz im Mittelpunkt steht die geplante „Leitausstellung“ über Theodor Fontane und seine Bedeutung im 21. Jahrhundert. Dese Ausstellung soll maßgeblich vom Neuruppiner Museum gestaltet werden.

Bundesstiftung gibt Geld für Projekt zur Stadtgeschichte

Konkret hat die Bundeskulturstiftung ihren Zuschuss für ein Projekt mit dem Titel „Stadtgefährten“ in Aussicht gestellt. Unter anderem geht es darum, Menschen, die bisher wenig mit der Stadt- und Regionalgeschichte zu tun hatten, dafür zu interessieren. Ein wesentlicher Teil soll die Arbeit mit Flüchtlingen sein. Projekte, Workshops und Ausstellungen sollen dazu in den nächsten drei Jahren stattfinden. Neuruppins mittlerweile geschaßter Museumsleiter Hansjörg Albrecht hatte das Vorhaben offenbar angeschoben.

186 000 Eurto soll das Projekt demnach bis 2018 insgesamt kosten. 147 000 Euro stellt die Bundesstiftung in Aussicht, lediglich 38 000 Euro müsste Neuruppin selbst zahlen, davon 12 000 Euro Personalkosten.

Trotz dieser beeindruckenden Fördersumme wäre das Vorhaben am Montag im Hauptausschuss beinahe abgelehnt worden. Zuschuss hin oder her – man müsse doch zuerst einmal „die Sinnhaftigkeit“ hinterfragen, monierte Siegfried Wittkopf (Linke). Wenn das Museum ein Projekt mit Flüchtlingen plane, sei das doch nur vorgeschoben, weil es so mehr Aussicht auf eine Zuschuss gibt, kritisierte er. Welcher Flüchtling soll sich für Neuruppiner Stadtgeschichte interessieren? Wittkopf: „Die Menschen haben ganz andere Sorgen.“

Bürgermeister warnt vor einer Ablehnung

Siegfried Pieper (SPD) tat sich schwer, die Zahlen nachzuvollziehen, die die Stadtverwaltung vorlegte. Skepsis gab es bei den Abgeordnete vor allem, weil mit dem Projekt zusätzliche Personalkosten für die Stadt verbunden sind, wenn auch nur insgesamt 12 000 Euro, verteilt auf drei Jahre. Die Personalkosten der Stadt halte viele Abgeordnete ohnehin für viel zu hoch.

Bürgermeister Jens-Peter Golde versuchte am Montag zu retten, was zu retten war. Er appellierte an den Hauptausschuss das Projekt nicht sofort abzulehnen, sondern die Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung am 11. Juli zu überlassen. Bis dahin will die Verwaltung versuchen, das Vorhaben besser zu erklären. Ein Nein der Stadt könnte mit Blick auf 2019 „genau das falsche Zeichen“ sein, warnte Golde. Schließlich erhofft sich die Stadt vom Bund für das Fontane-Festjahr noch mehr Hilfe.

Von Reyk Grunow

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