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Ostprignitz-Ruppin Bundesintegrationspreis für die Prinzenstadt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Bundesintegrationspreis für die Prinzenstadt
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17:36 14.06.2017
Die Rheinsberger Delegation nahm den Bundesintegrationspreis entgegen: Ulrike Liedtke vom Verein Tanz& Art (Mitte), Bürgermeister Jan-Pieter Rau (5.v.l.), Rewoge-Geschäftsführer Stephan Greiner-Petter (3.v.r.) und Detlef Pagel, Vize-Leiter der Allendeschule. Quelle: Jann Wilken
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Hamburg/Rheinsberg

In Rheinsberg funktioniert die Integration von Asylsuchenden hervorragend. Davon war die Jury unter dem Vorsitz des ZDF-Fernsehmoderators Mitri Sirin überzeugt und zeichnete die Prinzenstädter am Dienstagabend in Hamburg mit dem Bundesinte­grationspreis im Bereich Netzwerke für das Projekt „Rheinsberger Modell: dezentraler Wohnverbund“ aus. In der Kategorie Nachbarschaften wurde der Initiative„Flüchtlingen ein Gesicht geben“ aus Lippstadt (Nordrhein-Westfalen) ebenfalls ein Preis verliehen.

Die Ehrung, um die sich 150 Initiativen beworben hatten, wurde erstmals ausgelobt, und zwar vom Deutschen Städtetag und anderen wichtigen Bundesverbänden. Überreicht wurde sie von Florian Pronold, Staatssekretär im Bundesbauministerium, vor Hunderten hochkarätigen Gästen beim Bundeskongress zur Stadtentwicklungspolitik. Er sagte: „Wir ehren heute die Menschen hinter zwei herausragenden Projekten, die sich für die Integration in den Nachbarschaften und Wohnquartieren vorbildlich engagiert haben.“ Die Bewerbung für den Preis hat die Rheinsberger Wohnungsgesellschaft eingereicht – allerdings nicht allein, um eigene Verdienste hervorzuheben. Vielmehr sollte auch das starke ehrenamtliche Netzwerk der Prinzenstadt, das sich seit der Ankunft von Asylsuchenden entwickelt hat, gewürdigt werden, so Rewoge-Geschäftsführer Stephan Greiner-Petter.

Zu den ersten Helfer-Treffen kamen gut 100 Leute

Angefangen hat alles im Herbst 2014, bevor wirklich viele Flüchtlinge nach Deutschland kamen. Greiner-Petter und Rheinsbergs Bürgermeister, Jan-Pieter Rau, waren dagegen, mit Flüchtlingen ganze Blöcke zu füllen, sie damit im gewissen Sinne auszusperren und ganze Bezirke zu ghettoisieren. Sie machten sich vielmehr Gedanken, wie Asylsuchende in der Prinzenstadt in eigenen, über ein größeres Gebiet verteilten Wohnungen untergebracht werden können – auch damit von Beginn an ein Grundstein für Integration gelegt wird. Genau dieser frühzeitige Einsatz sowie die dezentrale Idee, für die die Stadt damals heftig kritisiert wurde, haben die Jury überzeugt.

Wenig später riefen Greiner-Petter, Rau und der Lokalpolitiker Uwe Witt die Rheinsberger dazu auf, sich über Hilfsangebote Gedanken zu machen – und landeten damit einen Volltreffer. Um die hundert Menschen kamen zu den Treffen. Sie bildeten schnell eine Mail-Gemeinschaft und unterstützten in den Folgejahren Flüchtlinge auf unkomplizierte, aber umso effektivere Weise nach dem Motto: „Wer kann, der tut“. Bis heute funktioniert das Netzwerk einwandfrei, so Greiner-Petter. „Gerade gestern ging eine Frage nach einem Kinderwagen rum – und ist schon erledigt.“ Der Erfolgsgarant: Die Rheinsberger helfen nur dann, wenn Hilfe benötigt wird. „Statt Bevormundung wurde so die Selbstständigkeit der neuen Rheinsberger gefördert“, hob die Jury hervor.

Den Preis für lebendige Nachbarschaft haben Greiner-Petter, Rau, Ulrike Liedtke, Vorsitzende des Vereins Tanz & Art mit seinen vielen Flüchtlingsprojekten, sowie Detlef Pagel, Vize-Leiter der Allendeschule mit ihren Integrationsbemühungen, gestern stellvertretend für alle engagierten Rheinsberger entgegengenommen.

Von Celina Aniol

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