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Bundesweite Aufmerksamkeit für Biberschäden

Straßensperrung nachdem die Biber wüteten Bundesweite Aufmerksamkeit für Biberschäden

Die Straßensperrung wegen Biberschäden zwischen Sieversdorf und Goldbeck rief nach mehreren MAZ-Berichten erst die Berliner Presse und nun auch Fernsehteams auf den Plan. Das ZDF drehte dort für das Mittagsmagazin. Der Beitrag soll am Mittwoch zu sehen sein.

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Neustadts Amtsdirektor Dieter Fuchs im Interview mit dem ZDF.

Quelle: Privat

Goldbeck. Im ZDF-Mittagsmagazin vom Mittwoch soll die von Bibern verursachte und seit vielen Wochen nun schon bestehende Straßensperrung zwischen Goldbeck und Sieversdorf thematisiert werden. Nach MAZ-Berichten über diesen Fall meldeten sich erst Vertreter der Berliner Presse bei den Betroffenen in der Region und damit nun auch die Leute vom Fernsehen. Und nicht nur das ZDF drehte dieser Tage am Ort des Geschehens.

Ein Interviewpartner neben Neustadts Amtsdirektor Dieter Fuchs ist Henning Hartmann von der Sieversdorfer Agrargenossenschaft. Diese bewirtschaftet eine Gesamtfläche von 1600 Hektar. Davon können nun 500 wegen der Sperrung nur umständlich erreicht werden, erfuhren die Fernsehjournalisten.

Henning

Henning

Quelle: Privat

Gerade für die Landwirtschaft ist dieser Weg also eine wichtige Verbindung. Weil sie wegen der Biber jedoch stellenweise abgesackt ist, lässt sich die Sicherheit nicht mehr gewährleisten. Alle Hilferufe Richtung Landesregierung brachten bislang trotzdem nichts.

Bündnisgrüne über vehementen Artenschutz empört

Sigrid Schumacher, ehrenamtliche Bürgermeisterin der Doppelgemeinde Zernitz-Lohm, zu der Goldbeck zählt, ist wütend: „Wir bekommen keine ausreichende finanzielle Hilfe, aber wir geben hier doch kein Geld für eine Straße aus, wenn wir für die Ursache nicht verantwortlich sind.“

Zuletzt hatte das Amt Neustadt, zu dem Zernitz-Lohm gehört, zwar gemeinsam mit dem Wasser- und Bodenverband „Dosse-Jäglitz“ Ausschreibungen vorbereitet. Diese Arbeiten gelten aber nur der Sicherung der Böschung gegen weitere Biberaktivitäten. Und es besteht zumindest dafür Aussicht auf einen 50-prozentigen Baukostenzuschuss vom Land. Woher der Rest des Geldes kommen soll, ist noch unklar.

So deutlich gab Schumacher daher dann auch dem Fernsehen zu verstehen: „Wenn sich das Land ein Haustier hält, dann muss es auch dafür aufkommen.“

Die Straße ist stellenweise tief unterhöhlt und daher aus Sicherheitsgründen nun schon seit etlichen Wochen gesperrt

Die Straße ist stellenweise tief unterhöhlt und daher aus Sicherheitsgründen nun schon seit etlichen Wochen gesperrt.

Quelle: Privat

Dabei agiere sie als Bürgermeisterin, die das Geld lieber einer Kita geben würde, als es derart zu verschleudern. Schumacher ist zwar Mitglied von Bündnis 90/Die Grünen. In diesem Fall von Artenschutz aber könne sie nur den Kopf schütteln. Wildschweine würden schließlich auch geschossen, da es zu viele gibt. „Vielleicht führt diese Aufmerksamkeit jetzt ja endlich zu etwas“, sagte sie mit Blick auf die anstehenden Fernsehbeiträge auch im RBB.

Von Matthias Anke

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