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Ostprignitz-Ruppin Bungalowbesitzer bleiben auf Abwasser sitzen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Bungalowbesitzer bleiben auf Abwasser sitzen
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00:20 06.08.2017
Das Entsorgungsfahrzeug erreicht im Moment nicht alle Hausbesitzer der Bungalowsiedlung am Ufer des Rochowsees. Quelle: Peter Geisler
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Luhme

In der Bungalowsiedlung am idyllischen Rochowsee bei ­Luhme gibt es ein Problem mit der Fäkalienabfuhr. Weil die Zufahrt zu einigen Häusern über das Grundstück eines Privateigentümers verläuft, der die Überfahrt nicht dulden will, kann der Trink- und Abwasserverband (TAV) Lindow-Gransee die ­Fäkaliengruben nicht leeren. Mehrfach sei der TAV bereits vor Ort gewesen, berichtete Verbandsvorsteherin Anke Freitag in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung. Doch eine Lösung ist nur bedingt in Sicht.

Zwar gebe es die Möglichkeit, das Abwasser mehrerer Hauseigentümer über eine Hebeanlage in eine auf öffentlichem Grund gelegene große Grube zu befördern. Dass das funktioniert, weiß der Verband, weil er dieses Modell bereits in anderen Siedlungen praktiziert. „Das kostet aber Geld“, so Freitag. Und diese Kosten, die nicht ganz gering ausfallen würden, scheuen die Bungalowbesitzer am Rochowsee. Möglich wäre auch, das Fahrzeug bei einer Tour über das private Grundstück nur halb zu beladen, die Fracht auf einen Hänger außerhalb abzuladen und erst dann den Rest zu holen. Das hätte den Vorteil, dass das Auto nicht so weit in die Baumkronen beim Durchfahren ragt. Doch auch dafür müssten die Bäume beschnitten werden, damit das Entsorgungsfahrzeug überhaupt durchkommt. Ein Entgegenkommen des Grundstücksbesitzers gibt es aber an diesem Punkt bislang nicht.

„Wir können als Stadt nicht so einen Zustand akzeptieren, dass Fäkalienentsorgung nicht stattfindet“, sagte Frank-Rudi Schwochow, deren Fraktion BVB/Freie Wähler/FDP das Problem auf die Tagesordnung gebracht hat. „Wir müssen als Vermittler auftreten.“ Bürgermeister Jan-Pieter Rau (CDU) ist da anderer Meinung: Es sei eine privatrechtliche Auseinandersetzung, selbst wenn es darum geht, ein Notwegerecht durchzusetzen. „Der Eigentümer ist dafür zuständig“, sagte auch Kleinzerlangs Ortsvorsteherin Ilona Schenk (SPD), die die Problematik aus dem eigenen Dorf kennt. „Wir haben Planungshoheit und sogar eine Verpflichtung zu handeln“, entgegnete SPD-Fraktionschef Sven Alisch. „Wir müssen dafür sorgen, dass in den Siedlungen alles da ist, was da sein muss.“ Ob die Stadt zumindest die Wegerechtssituation im Vorfeld der kürzlichen Siedlungslegalisierung geprüft habe, fragten Schwochow und Freitag. Das sei bislang nicht passiert, so Stadtentwicklungsreferent Thomas Lilienthal. Entsorgungsfragen spielen erst bei der Abrundungssatzung für das Gebiet eine Rolle. Und diese werde noch in den kommenden Monaten erarbeitet.

Rau will das Thema lieber nicht hochhängen, sagte er nach der Sitzung. Seine Befürchtung: Wenn die zuständigen Behörden von dem Problem Wind bekommen, könnten sie den Hausbesitzern ohne Abwasserabfuhr untersagen, ihre Grundstücke als Sommersitz zu nutzen. Der Druck, das Problem lösen zu müssen, sei ansonsten nicht so groß. Denn anders als in der Sitzung behauptet, sei die Wegefrage zumindest für Rettungs- oder Feuerwehrfahrzeuge nicht entscheidend. „Die Not kennt kein Gebot, da gibt’s nicht die Späßchen: Ich verbiete dir den Weg.“ Wenn die Feuerwehr im Notfall anrücken muss, dann werde sie sich schon einen Zugang verschaffen – auch ohne das Einverständnis des Wegeigentümers.

Um eine Einigung will sich nun Luhmes CDU-Ortsvorsteher Walter Luy dennoch bemühen.

Von Celina Aniol

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