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Ostprignitz-Ruppin Bunte Laternen flackerten durch die Stadt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Bunte Laternen flackerten durch die Stadt
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00:20 13.11.2017
Von der Heilig-Geist-Kirche machten sich die Kinder mit ihren Laternen auf zur Heilig-Kreuz-Kirche. Quelle: Christian Bark
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Wittstock

Einen Tag früher, als gewöhnlich, hatten die evangelische und katholische Kirche in Wittstock am Freitag wieder zum Martinsumzug geladen. Am späten Nachmittag trafen sich zahlreiche Kinder und ihre Eltern in der evangelischen Heilig-Geist-Kirche, um dort gemeinsam zu singen, zu beten und einer Geschichte zu lauschen. „Eigentlich gehen wir selten in die Kirche. Der Martinsumzug hat aber Tradition.“, sagte Christian Lück, der mit seiner Frau Ulrike und Töchterchen Johanna aus Wulfersdorf gekommen war.

Annelie Schmidt ritt wieder als Heiliger Martin auf Pferd „Sunnyboy“ durch die Stadt. Quelle: Christian Bark

„Die Geschichte des Heiligen Martin ist schon fast 1700 Jahre her“, erklärte Pfarrer Nikolai Jünger. Dennoch habe sie bis heute nichts an Aktualität eingebüßt. Denn Helfen sei immer wichtig, so wie es einst Martin getan hatte, als er seinen Mantel teilte und die eine Hälfte dem frierenden Bettler reichte. Martin habe später die Römische Armee verlassen und fortwährend anderen Menschen geholfen. Später sei er zum Bischof von Tours erhoben worden. Nachdem Kinder symbolisch den Altar gedeckt hatten, erzählte Katechetin Carmen Paul die Geschichte vom barmherzigen Samariter. Dargestellt wurde die Erzählung, die von Jesus selbst stammen soll, von Leonie Trotzek, Tristan Kipcke und Max Zimmermann. Die Jugendlichen zeigten, wie der Reisende Simon den verwundeten Ephraim versorgt und ihn in einem Gasthaus unterbringt, obwohl beide feststellen, dass sie eigentlich verfeindeten Völkern angehören.

„Ich habe schon öfter mal mitgespielt“, sagte Max Zimmermann. Er besuche gerne den „Gottesdienst mal anders“. Nach der Darstellung machten sich die Besucher auf zum Martinsumzug. Als Heiliger Martin ritt wieder Annelie Schmidt auf ihrem Pferd Sunnyboy voran. Das Wittstocker Blasorchester, das für gewöhnlich den Zug anführte, hatte wegen des Regenwetters kurz zuvor abgesagt, wie Carmen Paul sagte. Über die Gröperstraße flackerten die vielen großen und kleinen Laternen durch die Innenstadt. Vom Marktplatz ging es über die Poststraße und Pritzwalker Straße in die Ringstraße zur katholischen Heilig-Kreuz-Kirche. Dort wurden unter anderem Martinshörnchen geteilt. „Der ökumenische Gottesdienst hat in Wittstock schon lange Tradition“, sagte Carmen Paul. Sie erklärte, dass der Martinstag eigentlich ein katholischer Gedenktag sei, ihn in der Dossestadt aber Katholiken und Protestanten gemeinsam feiern würden.

Der nächste „Gottesdienst mal anders“ findet am Sonntag, 19. November, ab 11 Uhr in der Heilig-Geist-Kirche statt. Alle Interessierten sind willkommen.

Von Christian Bark

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