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Ostprignitz-Ruppin Linienbusse fahren mehr Verlust ein
Lokales Ostprignitz-Ruppin Linienbusse fahren mehr Verlust ein
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00:22 13.10.2018
Die Plusbusse, die es seit drei Jahren auf zwei Linien im Landkreis gibt, sind ein Erfolg. Quelle: Peter Geisler
Neuruppin

Der öffentliche Nahverkehr im Landkreis bleibt ein Verlustgeschäft. Die kreiseigene Busgesellschaft ORP hat im vergangenen Jahr ein Minus von rund 863 000 Euro eingefahren. Der Verlust hat sich damit gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert – um 363 000 Euro.

Zwar fahren offenbar mehr Schüler und Auszubildenden mit dem Bus. Doch dadurch kommt nicht genügend Geld in die Kasse, um den Verlust im restlichen Linienverkehr ausgleichen zu können.

Mehr Passagiere bringen weniger Einnahmen

„Die Fahrgeldentwicklung ist rückläufig, obwohl wir mehr Menschen befördern“, sagte ORP-Geschäftsführer Ulrich Steffen vor wenigen Tagen im Kreistag in Neuruppin.

Die Ostprignitz-Ruppiner Personennahverkehrsgesellschaft ist eine 100-prozentige Tochterfirma des Landkreises Ostprignitz-Ruppin. In seinem Auftrag organisiert sie sämtlichen Busverkehr im Landkreis. Rund 100 Busse fahren täglich auf 40 Linien mit einer Länge von zusammen 2047 Kilometern. Im Jahr legen alle Busse zusammen eine Strecke von rund 4,4 Millionen Kilometern zurück.

Viele Jahre lang hatte die ORP genügend Einnahmen, um alle Kosten decken zu können. Inzwischen ist das aber nicht mehr so. Verluste sind der Regelfall. Auch, weil es immer weniger Fahrgäste gibt, dafür aber höhere Kosten. Etwa weil Busfahrer inzwischen etwas mehr verdienen als noch vor wenigen Jahren.

Flüchtlinge fehlen

Dass die Einnahmen im vergangenen Jahr gesunken sind, hängt unter andere mit den Flüchtlingszahlen zusammen, sagt Ulrich Steffen. „2017 hatten wir ja Schließungen von Flüchtlingseinrichtigen. Das hat sich im allgemeinen Linienverkehr ausgewirkt“, sagt er.

Inzwischen leben mehr Flüchtlingen in den größeren Orten und weniger in Heimen weit ab auf dem Land. Viele sind nicht mehr auf den Bus angewiesen, um einkaufen zu können oder zu Behörden zu kommen. Und es gibt auch insgesamt viel weniger Flüchtlinge als noch 2015 oder 2016.

Dass sich am allgemeinen Trend demnächst etwas ändern wird, glaubt der ORP-Chef nicht. „Es ist zu erkennen, dass die Umsatzerlöse weiter sinken werden“, sagt er.

Neuer Ringbus startet in wenigen Wochen

Hoffnung setzt die Busgesellschaft auf neue Angebote. Ab November soll es zum Beispiel einen Ringbus geben. Mit Umsteigen können Fahrgäste dann zum Beispiel von Lindow über Rheinsberg nach Wittstock, Kyritz und Neuruppin fahren. Damit entsteht auch ein neues Angebot zur Landesgartenschau in Wittstock 2019.

Die Plusbus-Linien von Neuruppin nach Kyritz und Rheinsberg mit ihren direkten Fahrten sind gut nachgefragt und werden vom Land auch künftig besser bezahlt als bisher.

Plusbus nach Fehrbellin möglich

Auch andere Linien könnten deshalb künftig zu Plus-Bussen mit direkten Verbindungen, häufigeren Fahrten und Zusatzangeboten wie WLan im Bus werden – die Linie 756 von Neuruppin nach Fehrbellin zum Beispiel.

Das Minus bei der Busgesellschaft beunruhigt Landrat Ralf Reinhardt nicht. „Das ist geplant“, sagt er. „Das sind keine überraschenden Zahlen.“ Die ORP können den Verlust durch Rücklagen aus vergangenen Jahren decken. Die Frage ist nur, wie lange noch.

Von Reyk Grunow

1976 fing Siegfried Erfurth aus Walsleben mit drei Bienenvölkern an. Noch heute, im Ruhestand, widmet sich der 82-Jährige seinem Hobby. In seinen besten Zeiten produzierte er bis zu einer Tonne Honig im Jahr.

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