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Buslinie in Kyritz gut angenommen

Verbindung zum See Buslinie in Kyritz gut angenommen

Die Ostprignitz-Ruppiner Personennahverkehrsgesellschaft hatte zusammen mit der Stadt Kyritz in diesem Jahr erstmals einen Stadtlinienverkehr am Wochenende in Kyritz angeboten. Der wurde gut angenommen. Die Busgesellschaft zählte 381 Fahrgäste an sieben Wochenenden. Besonders viele wollten zum See.

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Besonders viele Fahrgäste nutzten den Wochenendservice in Kyritz, um an den See zu kommen.

Quelle: Sandra Bels

Kyritz. Als durchaus positiv bewertet Ulrich Steffen den Versuch in den vergangenen Sommerferien, die Kyritzer Stadtlinie auch an den Wochenenden fahren zu lassen. 381 Fahrgäste hat der Geschäftsführer der Ostprignitz-Ruppiner Personennahverkehrsgesellschaft (ORP) an den insgesamt sieben Sommerferien-Wochenenden gezählt. Laut Steffens Hochrechnung sind das sechs Personen pro Fahrt oder 26 am Tag. „Das ist schon beachtlich“, sagt er. Auch die Busfahrer seien begeistert gewesen über die Resonanz der Fahrgäste.

Ein großer Besucherstrom war in Richtung Strandbad und Untersee allgemein registriert worden. Nicht unerheblich sei auch das Interesse besonders am Sonnabend an Fahrten in die Innenstadt zum Einkaufen gewesen. „Hingegen wurde das Angebot für die Kirchgänger am Sonntag nicht angenommen. Dabei war es ein Wunsch der beiden Kirchen“, so Steffen. Er bezeichnet den Versuch in diesem Jahr als eine Art Vorrunde und hofft, dass sich das Angebot in den kommenden Jahren verstetigen wird.

Die Linie soll auch im Jahr 2016 verkehren

Die aktuellen Zahlen rechtfertigen laut Steffen derzeit jedoch noch keine dauerhafte Wochenend-Stadtlinie. Die Busgesellschaft ist jedoch bereit, auch im nächsten Sommer die Linie 701 wieder zusätzlich am Samstag und Sonntag fahren zu lassen – vorausgesetzt, die Stadt Kyritz beteiligt sich an den Kosten.

Das Rathaus hat bereits seine Unterstützung zugesagt. „Wir haben einen entsprechenden Betrag in den Haushalt für das kommende Jahr eingestellt“, so Bürgermeisterin Nora Görke. Sie würde sich aber auch über Unterstützung von Unternehmen freuen. Schließlich würden auch Händler, Gastronomen, Hoteliers und die Betreiber von Senioreneinrichtungen von dem Angebot profitieren, indem sie für ihre Kunden und Besucher besser erreichbar sind. Etwa 3000 Euro hatte die Stadt Kyritz für den Versuch in diesem Jahr gezahlt. Lediglich die Wohnungsbaugesellschaft beteiligte sich an den Kosten, so Nora Görke.

Die Beteiligung der Stadt ist für Ulrich Steffen ein gutes Beispiel für die Querfinanzierung des öffentlichen Personennahverkehrs. Er hofft, dass man damit auch Signale nach außen für andere Kommunen setzen kann. Denn das Angebot ist zusätzlich für die Bürger, außerhalb des Bedarfsplanes im Landkreis Ostprignitz-Ruppin. Für solche Angebote seien jedoch Eigeninitiativen der Kommunen unverzichtbar. Kyritz gehe jetzt mit gutem Beispiel voran, so Steffen.

Steigende Fahrgastzahlen erwartet

Für das nächste Jahr erwartet er steigende Fahrgastzahlen bei der Wochenendlinie, schon deshalb, weil der Service anders als 2015 langfristiger vorbereitet und beworben werden soll. Fahren sollen die Busse am Wochenende aber erst mal wieder nur für die Zeit der Sommerferien. „Drei bis vier Jahre müssen wir durchhalten und dann weitersehen“, so Steffen.

Das Projekt war eine Idee, die bei der Zukunftskonferenz in Kyritz im April vorgeschlagen worden war. Vom 18. Juli bis zum 30. August fuhr zwischen Lindenschule, Stadtzentrum und Untersee auf der Strecke der Linie 701 samstags und sonntags viermal ein Bus. Die Zeiten waren mit der Linie 711 Kyritz – Neuruppin und der Regionalbahn 73, aber auch mit den Öffnungszeiten des Strandbades und den Anfangszeiten der Gottesdienste abgestimmt. Im Einsatz war ein barrierefreier Niederflurbus. Der würde auch im kommenden Jahr fahren. Schließlich soll er für jedermann verlässlich nutzbar sein, egal ob mit Rollator, Kinderwagen oder schwerem Gepäck.

Von Sandra Bels

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