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CDU-Politiker im Kyritzer Krankenhaus

Besichtigung und Grundsatzdiskussion CDU-Politiker im Kyritzer Krankenhaus

Bei einem Besuch des Kyritzer Krankenhauses ließ sich der CDU-Bundestagsabgeordnete Sebastian Steineke am Mittwoch nicht nur von KMG-Chef Stefan Eschmann über den Neubau informieren. Es ging auch um die allgemeine Situation im Gesundheitswesen auf dem Lande.

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Sebastian Steineke (l.) ließ sich von KMG-Chef Stefan Eschmann (2.v.l.) alles zeigen.

Quelle: Beckmann

Kyritz. Auf seiner Sommertour durch den Wahlkreis machte der Neuruppiner CDU-Bundestagsabgeordnete Sebastian Steineke am Mittwoch unter anderem im Neubau des Kyritzer Krankenhauses Station. Zwar stand die Besichtigung der erst kürzlich eröffneten Einrichtungen im Vordergrund, jedoch führte das Gespräch mit dem Vorstandsvorsitzenden des Klinikbetreibers KMG Stefan Eschmann und mit der Krankenhaus-Geschäftsführerin Diana Möller schnell hin zu allgemeinen gesundheitspolitischen Themen.

So zeigte sich KMG-Chef Stefan Eschmann bezüglich der angekündigten Kreisgebietsreform recht gelassen. Zwar könnten sich damit die Einzugsgebiete für die Krankenhäuser ändern, jedoch bleibe abzuwarten, was nun wirklich kommt. Außerdem gelte: „Man kann uns nichts wegnehmen, wenn wir einen guten Job machen.“

Eschmanns Einschätzung, dass die Versorgung mit Krankenhäusern in der Region gut sei, schloss sich CDU-Politiker Sebastian Steineke an. „Die ambulante Versorgung ist das Problem. Da gibt es keinen einfachen Ausweg. Das wird sich mit Geld allein nicht lösen lassen.“ Stefan Eschmann verwies in dem Zusammenhang auf das ambulante Angebot der KMG. „Wir sind dabei, die medizinischen Versorgungszentren auszubauen.“ In Kyritz werde dafür der alte Teil des Krankenhauses Verwendung finden. „Wer aus der Gesundheitswirtschaft kommt, darf sich gern bei uns einmieten.“

Vor allem, so Eschmann, habe man inzwischen mit personellen Engpässen zu kämpfen. Gerade bei den Kranken- und ganz besonders bei den Altenpflegern seien dabei bald Grenzen erreicht, betonte auch Klinik-Geschäftsführerin Diana Möller. Der Nachwuchsmangel werde zum echten Hindernis. Zwar sei eine Krankenpflegeausbildung schon ab 16 Jahren möglich, doch bleibe die Nachfrage hinter den Erwartungen zurück. „Ein großes Problem, das wir hier im ländlichen Raum haben, ist der Wegfall öffentlicher Verkehrsmittel.“ Jungen Leuten falle es immer schwerer, den potenziellen Ausbildungsplatz zu erreichen.

Einig war man sich, dass Pflegeberufe attraktiver werden müssen. „Aber die Vergütung entsprechend zu erhöhen, ist unter den aktuellen Bedingungen kaum möglich“, erklärte Stefan Eschmann. Da sei auch die Politik gefragt – eine Einschätzung, der sich Sebastian Steineke anschloss.

Er besuchte auf seiner Tour am Nachmittag auch noch das kürzlich eröffnete Awo-Familienzentrum in Wusterhausen.

Von Alexander Beckmann

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