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CDU-Politiker lassen nicht locker

Berlinchen CDU-Politiker lassen nicht locker

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Sebastian Steineke und der CDU-Landtagsabgeordnete Jan Redmann besuchen am Mittwoch die Kita Regenbogen in Berlinchen. Sie kämpfen auch nach der Absage des Landkreises für eine Tempo-30-Beschränkung.

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Im Kampf um die Geschwindigkeitsbegrenzung vor der Kita in Berlinchen ist das letzte Wort vielleicht noch nicht gesprochen.

Quelle: Björn Wagener

Berlinchen. Der Kampf um eine Geschwindigkeitsbegrenzung vor der Kita Regenbogen in Berlinchen ist noch nicht vorbei. Zwar hat die Verkehrsbehörde des Landkreises dieses Ansinnen von Eltern kürzlich abgelehnt, aber der Bundestagsabgeordnete Sebastian Steineke und sein Parteikollege im Landtag Jan Redmann wollen die Kita am Mittwochabend um 18 Uhr besuchen, um vor Ort „die Notwendigkeit der Einrichtung einer Tempo 30-Zone zu erörtern“, wie es in der Ankündigung dieses Termines heißt.

Situation „sehr problematisch“

„Ich finde die derzeitige Situation sehr problematisch. Kleine Kinder unterschätzen häufiger den Verkehr und laufen unbedacht auf die Straße. Ein Autofahrer mit 50 km/h hat dann kaum noch Zeit, zu reagieren. Die Sicherheit der Kinder geht vor. Deshalb muss der Kreis seine Entscheidung noch mal überdenken“, fordert Jan Redmann. Und Sebastian Steineke hat nach der Ablehnung der Tempobegrenzung eine erneute Anfrage an den Landkreis gestellt, mit dem Ziel, die Behörde zum Umdenken zu bewegen.

Die Verkehrsbehörde hingegen sieht „zum jetzigen Zeitpunkt keine ausreichende Notwendigkeit“, die Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 auf 30 km/h im Bereich vor der Kita anzuordnen, hatte sie vor zwei Wochen auf MAZ-Nachfrage mitgeteilt. Vielmehr sollten zuvor andere Möglichkeiten der Verkehrsberuhigung ausgeschöpft werden – etwa ein Hinweis auf die Kita an einem Schilder-Gestell am Ortseingang aus Richtung Sewekow oder Laserkontrollen. Außerdem wurden kurz vorm Ortseingang aus Richtung Sewekow Tempo-60-Schilder aufgestellt, um den Verkehr abzubremsen.

Auch Thema im Ortsbeirat

Doch das ist nicht nur den CDU-Politikern zu wenig. Das Ganze wurde auch auf der jüngsten Ortsbeiratssitzung thematisiert. So berichtete Kita-Leiterin Angela Böhm, dass das Kita-Gebäude durch die Erschütterungen Schaden nehme und sich bereits Risse im Mauerwerk zeigten. Ortsvorsteher Dieter Welchering sagte, dass an der Straße Richtung Sewekow die ausgefahrenen Bankette unübersehbar davon kündeten, dass die Straße zu schmal für den Begegnungsverkehr Lkw-Lkw ist. „Ich habe schon mit Radfahrern gesprochen, die sich richtig bedroht gefühlt haben.“ Ein Gast der Sitzung meinte gar, dass die Brücke in Sewekow besser nicht hätte saniert werden sollen, denn damit habe man den schweren Lkw den Weg geebnet.

Die Stadt Wittstock will nun Freiwillig-30-Schilder aufstellen, um eine reguläre Tempobegrenzung zumindest ein Stück weit zu kompensieren. Vize-Bürgermeisterin Dorothea Stüben stellte auf der Sitzung den Entwurf dieser Schilder vor. Darauf ist groß das Wort „Achtung“ in schwarzer Schrift auf gelbem Grund zu lesen, dazu der Hinweis auf die Kita Regenbogen und natürlich eine auffällige 30 im Verkehrsschild-Layout. Auf der Sitzung fand das Anklang. Laut Stadt-Sprecher Jean Dibbert sei die Gestaltung noch nicht beendet. Deshalb könne er noch keinen Termin für die Aufstellung nennen.

Von Björn Wagener

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