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Ostprignitz-Ruppin CDU ist sauer über Museums-Streit
Lokales Ostprignitz-Ruppin CDU ist sauer über Museums-Streit
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00:17 04.07.2016
Kulturstaatsministerin Monika Grütters besuchte Ende 2015 auf Einladung des CDU-Bundestagsabgeordneten Sebastian Steineke (Mitte) das Neuruppiner Museum. Quelle: Peter Geisler/Archiv
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Neuruppin

Die Diskussion über die Zuschüsse des Bundeskulturstiftung für das Museum in Neuruppin sorgt auch bei Stadtverordneten für Irritation. Die Fraktion von CDU und FDP wirbt jetzt intensiv dafür, dass Neuruppin das Geld des Bundes unbedingt annehmen sollte.

Der Hauptausschuss hätte den Zuschuss für das Museum in dieser Woche beinahe abgelehnt (die MAZ berichtete). Und das, obwohl die Kulturstiftung der Fontanestadt eine Fördersumme in Aussicht stellt, die von andere Einrichtungen in dieser Höhe kaum zu bekommen ist. Konkret geht es ein Projekt mit dem Titel „Stadtgefährten“, das Menschen mit der Heimatgeschichte vertraut machen soll, die dazu bisher erst wenig Kontakt hatten. Bis 2018 stellt die Kulturstiftung dafür bis zu 147 000 Euro in Aussicht. Die Stadt müsste nur 38 000 Euro zahlen.

Hauptausschuss sah das Förderprojekt mit Skepsis

Siegfried Pieper (SPD) sah das Projekt im Hauptausschuss kritisch, weil er angeblich die Zahlen aus dem Rathaus nicht nachvollziehen konnte. Der Linken-Abgeordnete Siegfried Wittkopf war dagegen, weil es sich auch an Flüchtlinge richtet. Für ihn sind sie nur vorgeschoben: Die Flüchtlinge hätten ganz andere Sorgen als sich mit der Geschichte Neuruppins zu beschäftigen, sagt er.

Bürgermeister Jens-Peter Golde hat den Ausschuss schließlich überzeugt, das Projekt nicht abzulehnen, sondern den Beschluss der Stadtverordnetenversammlung zu überlassen.

CDU fürchtet schweren Imageschaden für Neuruppin

CDU-Fraktionschef Heinz Stawitzki ist entsetzt: „Mit dieser hohen Förderung verbunden sind große Chancen für die weitere Entwicklung des Museums.“ Auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Sebastian Steineke ist sauer. Er wirbt seit Jahren bei Kulturstaatsministerin Monika Grütters intensiv für Neuruppin. Steineke: „Bereits die jetzige Diskussion wird in Berlin selbstverständlich wahrgenommen und beschädigt unsere Bemühungen. Die Absage an die Förderung wäre ein kaum wieder gutzumachender Imageschaden.“ Ganz besonders mit Blick auf das großen Fontane-Festjahr 2019, bei dem Neuruppin deutschlandweit eine herausragende Rolle spielen soll.

Die Stadtverordneten entscheiden am Montag, 11. Juli.

Von Reyk Grunow

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