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Ostprignitz-Ruppin CDU kritisiert Kreisgebietsreform
Lokales Ostprignitz-Ruppin CDU kritisiert Kreisgebietsreform
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00:17 25.08.2016
Jan Redmann und Barbara Richstein sprachen in Dranse heikle Themen der Landespolitik an.
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Dranse

Eigentlich wollten die CDU-Landtagsabgeordneten Jan Redmann und Barbara Richstein während des Sommerfestes der Partei-Ortsgruppen Berlinchen-Dranse und Wittstock am Sonntag in Dranse nicht allzu viel über Politik sprechen, aber das eine oder andere Thema musste Redmann zufolge angeschnitten werden.

So berichtete er von seinem Rundgang über den Naturcampingplatz Blanschen am Sonnabend. „Es wäre schön, wenn der Platz so naturnah erhalten wie möglich bleibt“, sagte Redmann, ohne einer Entscheidung der Stadtverordneten über die Zukunft des Areals vorgreifen zu wollen. In puncto Bildung verwies der Landtagsabgeordnete auf den Lehrermangel gerade im ländlichen Raum. Der sei mit ein Grund dafür, dass am Wittstocker Gymnasium im kommenden Schuljahr zwei siebte Klassen á 30 Schüler unterrichtet würden, statt drei Klassen mit je 20 Schülern zu bilden. „Wir müssen den Lehrerberuf im ländlichen Raum wieder attraktiver machen“, forderte Redmann. Unter anderem könnten Landlehrerstipendien ein Lösungsansatz für das Problem sein.

Das Wittstocker Blasorchester sorgte für musikalische Unterhaltung. Quelle: Christian Bark

Während ihrer Rede kam Barbara Richstein auf die höchst umstrittene von der Landesregierung forcierte Kreisgebietsreform zu sprechen. „Die Art und Weise, diese Reform durchsetzen zu wollen, ist nicht fair gegenüber den Bürgern“, kritisierte Richstein. Auch innerhalb der SPD habe die Debatte zu heftigen Differenzen geführt. Richstein zufolge könnten auf die „Kreiszusammenlegung ohne Not“ weitere Gemeindestrukturreformen folgen – dann mit Gebilden, die mehr als 800 Quadratkilometer umfassen würden. „Wir werden ein Volksbegehren dagegen in die Bahnen leiten“, kündigte die Landtagsabgeordnete aus Falkensee an. „Dann können Sie als Bürger darüber entscheiden.“ Als Alternative votierte Richstein für eine engere Kooperation zwischen den Kreisverwaltungen.

Christa und Georg Zatschker waren extra aus Neustadt/Dosse gekommen, um dem Blasorchester zu lauschen. Quelle: Christian Bark

Dagegen verteidigte die Landespolitikerin den Kurs von Kanzlerin Merkel in der Flüchtlingspolitik. Die Aufgabe, tausende Migranten aufzunehmen, sei human und christlich gewesen. „Nun müssen wir die Menschen integrieren“, sagte Richstein. Doch das funktioniere nur, wenn sich die Migranten nach „unseren Regeln“ richteten. Zudem begrüßte sie die Forderung der Unionsinnenminister, die Vollverschleierung von Frauen in bestimmten Bereichen des gesellschaftlichen Lebens zu verbieten.

Für musikalische Unterhaltung sorgte unterdessen das Wittstocker Blasorchester. Für die Zukunft der Blasmusik in der Region sammelte Jan Redmann in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Vereins zur Förderung der Blasmusik in Wittstock zudem Spenden. Dranses Ortsvorsteher Karl Gärtner zeigte sich zufrieden mit der Veranstaltung, die bereits zum zehnten Mal in dem Dorf stattfand. „Es ist nicht ausschließlich eine Parteiveranstaltung“, betonte er. Vielmehr sei es ein Tag der Geselligkeit.

Von Christian Bark

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