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Ostprignitz-Ruppin CDU startet Kampf um den Landtag
Lokales Ostprignitz-Ruppin CDU startet Kampf um den Landtag
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09:54 22.10.2013
Michael Gayck (l.) und Sven Deter wollen für die CDU mit Direktmandat in den Landtag. Quelle: privat; Andreas Vogel
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Neuruppin

Der genaue Termin für die Landtagswahl im Herbst nächsten Jahres steht noch gar nicht fest. Doch eines ist schon klar: Die CDU will endlich einmal das Direktmandat im Altkreis Neuruppin erringen. Bisher haben immer die anderen gewonnen: Von 1990 bis 2004 der Neuruppiner Wolfgang Klein (SPD), dann der Neuruppiner Bürgermeister Otto Theel (Linke) und vor vier Jahren der Rheinsberger Ortschef Manfred Richter (SPD). Nun will es die CDU wissen. Offen ist nur, mit welchem Bewerber das Ziel am ehesten erreicht werden kann. Denn zur heutigen Wahl des CDU-Direktkandidaten für den Landtag gibt es gleich zwei Bewerber: Michael Gayck (47) aus Neuruppin und Sven Deter (38) aus Wulkow.

Der politisch Erfahrenere von beiden ist Deter. Der Landwirt und Vater von vier Kindern ist seit 2003 sowohl Stadtverordneter in Neuruppin als auch Kreistagsabgeordneter. Gewählt wurde er jedoch nicht als Christdemokrat: In der Stadtverordnetenversammlung sitzt Deter für den Kreisbauernverband, dessen Vorsitzender er ist; im Kreistag war er jahrelang Chef der bunten Fraktion aus Freien Wählern, Bauern und Grünen. In die CDU ist Deter erst Mitte April eingetreten. Schon damals war spekuliert worden, dass Deter eigentlich in den Potsdamer Landtag strebt (die MAZ berichtete).

Davon wollte Deter gestern nichts wissen. „Dass jetzt schon die Entscheidung ansteht, für den Landtag zu kandidieren, das war mir vor ein paar Monaten nicht bewusst.“ Allerdings sagt er ebenfalls, dass er in die CDU eingetreten sei, um sich weiter politisch zu engagieren. „Ich habe klare Gedanken, wie Politik sein sollte“, so Deter, der seit drei Jahren auch Kreistagsvorsitzender ist. Der Landwirt will sich nicht auf landwirtschaftliche Themen beschränken. „Da, wo die Probleme sind, da sind meine Themen“, betont Deter. Und: „Ich habe zu fast allen Themen eine Meinung.“

Allerdings ist dem Wulkower klar, dass die Wahl heute Abend im Neuruppiner Tempelgarten kein Spaziergang für ihn wird. Immerhin hat sich der Neuruppiner CDU-Stadtverband klar für Michael Gayck ausgesprochen. Der 47-Jährige ist Soldat, stammt aus Hamburg und lebt seit 1995 in der Region – erst in Wittstock und seit 2006 mit seiner Frau und den zwei Kindern in Neuruppin. Vor vier Jahren wurde Gayck Mitglied der CDU und ist seitdem auch im Vorstand des Neuruppiner Stadtverbandes. „Meine Ausrichtung ist eher konservativ“, sagt Gayck, der im Planungsamt der Bundeswehr in Köpenick arbeitet. Darüber hinaus engagiert er sich im Landesfachausschuss für Bildung, Jugend und Sport. Auf diese Themen will er sich aber nicht begrenzt wissen. „Es gibt viele Probleme. Da muss man breit aufgestellt sein.“ Gayck traut sich das zu. „Ich kandidiere für eine Region, die für Tourismus, Wirtschaft und Landwirtschaft steht.“Der Soldat weiß, dass er heute erst mal die Mehrheit der CDU-Mitglieder überzeugen muss. Das sieht Gayck gelassen. „Es ist immer das Problem eines Neuen, sich gegen Etablierte durchsetzen zu müssen.“

Während die CDU heute ihren Landtagskandidaten kürt, lassen sich andere Parteien dafür noch Zeit. Die Linken wollen ihren Direktkandidaten für den Altkreis Neuruppin erst Ende November wählen. „Es gibt schon Interessenten“, sagte gestern Ronny Kretschmer, Kreischef der Linken, – verriet aber keine Namen. Indes verkündete der Neuruppiner Ivo Haase gestern freiweg, dass er für die SPD gern in den Landtag einziehen will. Vorausgesetzt, der 33-Jährige wird von seiner Partei nominiert. Die SPD will ihren Kandidaten am 27. November wählen.

Von Andreas Vogel

Die Wahl des CDU-Landtagskandidaten ist öffentlich und beginnt heute um 19 Uhr im Neuruppiner Tempelgarten.

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