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Campingidylle „Am Glambecksee“

Berlinchen Campingidylle „Am Glambecksee“

Seit 1991 ist Erhard Lange aus Berlinchen Eigentümer des Campingplatzes „Am Glambecksee.“ Jetzt startet der 67-Jährige in seine 27. Saison. Während der Platz noch auf Brandenburger Seite liegt, befindet sich schon das Ufer vom malerischen Glambecksee in Mecklenburg. Die Radroute „Fischtour“ führt direkt am Gewässer entlang.

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Erhard Lange und Schäferhündin „Lucy“ genießen das Sonnenbad am Glambecksee.

Quelle: Christamaria Ruch

Berlinchen. Die Straße windet sich durch den Wald, Hügel reihen sich aneinander und nach drei Kilometern fällt der Blick das erste Mal auf den Glambecksee im Grenzgebiet zu Mecklenburg. Sonne und blauer Himmel täuschen darüber hinweg, dass die Temperaturen kurz nach Ostern nur kurz über den Gefrierpunkt liegen.

„Eigentlich beginnt die Campingsaison zu Ostern“, sagt Erhard Lange. Doch davon war in diesem Jahr keine Spur. „Die Gäste reisen an, wenn sie sich ohne Pelz und Jacke draußen bewegen können“, sagt der Campingplatzbesitzer. Immer an seiner Seite trabt die vier Jahre alte Schäferhündin „Lucy“. Der Campingplatz „Am Glambecksee“ ist für Erhard Lange das zweite Zuhause. 1991 stieg er in das Geschäft ein und erlebt gerade seine 27. Saison.

Der 67-Jährige kann sich gar nichts anderes vorstellen. „Der Kontakt zu den Gästen liegt mir und die Gespräche sind immer informativ“, so Erhard Lange. Sogar Ehen wurden schon auf dem Campingplatz angebahnt. Langes Lieblingsplatz? Natürlich auf einer Bank mit Blick auf den malerisch gelegenen Glambecksee.

Bereits am Ufer betreten die Urlauber Mecklenburger Gebiet; auch der 44 Hektar große See ist fest in den Händen des benachbarten Bundeslandes. Der Campingplatz zählt noch zu Brandenburg. Bis zu 26 Meter ist das Gewässer See tief und punktet mit nahezu Trinkwasserqualität. Im Sommer kann die Wassertemperatur bis auf 28 Grad ansteigen. „Vom Glambecksee kann man direkt zum Atlantik gelangen“, sagt Erhard Lange. Auch als Angelgewässer ist der See beliebt – Hecht, Karpfen, Barsch und Plötze tummeln sich dort. „Die Urlauber gehen gerne baden, angeln, sammeln Pilze oder ruhen sich einfach aus“, zählt er auf. Morgens um 8 Uhr „beginnt das Leben auf dem Platz, da kommt der Bäckerwagen“, so Lange. Das Fahrzeug darf sogar an einer eigenen Haltestelle auf dem Gelände stoppen.

Viele Radler übernachten auf dem Campingplatz

Viele Radler übernachten auf dem Campingplatz.

Quelle: Christamaria Ruch

Mit 15 Zeltstellplätzen, Plumpsklo und Wäschetrögen begann 1964 die Ära des Campingplatzes. „Der Platz wurde gegründet, um den Schwarzcampern ein Ende zu setzen und um auch den Unrat besser in den Griff zu bekommen“, weiß Erhard Lange. Als er 1991 in das Geschäft einstieg, übernahm er das Areal mit gut 40 Stellplätzen. 1995 baute er auf 100 Plätze für Wohnwagen, Wohnmobile und Zelte aus. Damit ist die Kapazität auf dem vier Hektar großen Gelände ausgeschöpft. Lange investierte ebenfalls 1995 in den Ausbau des Sanitärhauses und in die Heizung. „Seitdem sind Dauercamper auf dem Platz“, sagt er. Als Dauercamper zählt jemand, der mindestens sechs Monate auf dem Platz verweilt. Doch gerade bei dieser Gruppe setzt schon seit Jahren ein rückläufiger Trend ein. „Wegen der persönlichen wirtschaftlichen Umstände gibt es nicht mehr den klassischen Generationenwechsel innerhalb der Dauercamperfamilien.“ Zwischen zwei und 14 Tagen sind durchschnittlich die Gäste am Glambecksee. Die Hälfte aller Besucher zählt zu Erhard Langes Stammgästen. Besucher kommen auch aus den Niederlanden und Skandinavien.

Der Bäckerwagen hat einen eigenen Haltepunkt

Der Bäckerwagen hat einen eigenen Haltepunkt.

Quelle: Christamaria Ruch

„Der klassische Camper reist mit dem Rad an und bringt seine kleine Zelthütte mit“, so Lange. Dabei passieren Radtouristen den Campingplatz direkt entlang der Fischtour. Erhard Lange beobachtet einen Anstieg beim Zelttourismus. Im Laufe der vergangenen zehn Jahre setzte ein weiterer Wandel ein: Immer mehr Besucher reisen spontan an und verzichten auf langfristige Reservierungen. Alle Altersgruppen können am Glambecksee ausspannen. „Kinder sind hier ausdrücklich erwünscht“, sagt Erhard Lange. Spielgeräte, Fußballplatz, Trampolin, das Spatzennest – ein umgebauter Wohnwagen für Schlechtwetterspiele – sowie eine umfunktionierte Telefonzelle zur Bücherausleihe, Tretboote bis hin zum Lagerfeuerplatz laden ein. Beliebt ist natürlich auch die „Camperstube“, die Gaststätte mit Seeblick auf dem Gelände. In dieser Saison kann erstmals auch die Ferienwohnung mit Seeblick gebucht werden. „Eine Woche vor Ostern haben bereits die ersten Besucher angebadet, bei zehn Grad Wassertemperatur.“

Von Christamaria Ruch

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