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Ostprignitz-Ruppin Center-Abriss besorgt Anwohner
Lokales Ostprignitz-Ruppin Center-Abriss besorgt Anwohner
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00:20 10.11.2017
Der „Quartiersmanager“ Jörg Mose (r.) lädt allmonatlich zum Kaffeeklatsch in den Anwohnertreff „Weltraum“ ein. Quelle: Gina Wiesner
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Kyritz

Wo vor allem die älteren Anwohner rund um die Kyritzer Straße der Jugend nach dem 8. Januar einkaufen gehen sollen, ist ungewiss. Am Montag war das auch Thema, als sich im sogenannten „Weltraum“, dem Anwohnertreff im Prignitz-Center, mal wieder zum Kaffeeklatsch eingefunden wurde. Jeden ersten Montag im Monat lädt der für Kyritz-West zuständige Quartiersmanager Jörg Mose dorthin ein, um bei Kaffee und Kuchen auch über ernstere Themen zu diskutieren. Fünf ältere Damen waren dieses Mal gekommen. Einige gelten bereits als Stammgäste.

Seit rund einem halben Jahr gibt es den „Weltraum“ um Jörg Mose. „Die Treffen sind immer unterschiedlich besucht, mal kommen fünf Leute, mal kommen zehn oder mehr Leute“, sagt er. Aber so gut sein „Weltraum“ auch besucht ist, umziehen muss auch Jörg Mose trotzdem bald: Am 8. Januar wird das Prignitz-Center für die bereits bekannten Abriss- und Umbauarbeiten für rund ein Jahr geschlossen.

Sorgen wegen der weiten Wege

Noch sei dieses Datum nicht jedem bekannt, und so war die Schließung auch am Montag ein heiß diskutiertes Thema bei den Besucherinnen. Weil es keine Übergangslösung nach dem Abriss der Fläche samt Schuhladen und Supermarkt geben wird, sind vor allem die älteren Leute besorgt, wie sie ihre Einkäufe dann noch tätigen sollen. Einige Damen aus der Runde sprachen von Knieproblemen oder ähnlichen Einschränkungen. Schon der Weg über die Treppen ihrer Wohnhäuser sei kräftezehrend. „Bis zu den beiden nächsten Märkten zu laufen, das wären Netto oder Edeka, ist doch unmöglich“, hieß es.

Auch der „Weltraum“ ist von dem Abriss betroffen. Jörg Mose ist derweil bemüht, einen neuen Ort dafür zu finden. Schließlich werde das Angebot gerne genutzt. „Die Anwohner wünschen sich einen Treffpunkt, um zusammenzukommen. Ich möchte das soziale Miteinander stärken und hiermit eine alternative zu einem richtigen Café schaffen“, erklärt Jörg Mose, der hauptberuflich in Schwerin als Geograf tätig ist mit dem Schwerpunktthema Raumplanung. Mose, ein „Wahl-Kyritzer“, wie er sagt, ist nun wöchentlich rund 20 Stunden im Treffpunkt-Café tätig. Darin möchte er aber auch noch andere Projekte umsetzten. Ein Begegnungscafé speziell für jüngere Leute etwa startete erst vorige Woche.

Konflikte wegen Unterbringung von Geflüchteten

Ein weiteres Thema am Montag waren zudem die vielen neu in die angrenzende Straße der Jugend gezogenen Geflüchteten. Weil diese auf ein oder zwei Eingänge verteilt wurden, seien Konflikte absehbar. Sie würden dort mehr unter sich bleiben, als wenn sie in der Bevölkerung verteilt und damit viel besser integriert worden wären. Nach MAZ-Informationen aber liegt ein Grund für diese Unterbringung auch darin, dass die Geflüchteten betreut werden müssen und auf diese Weise leichter zu erreichen sind.

Von Gina Wiesner

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