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Ostprignitz-Ruppin Center-Schließung sorgt für Gesprächsstoff
Lokales Ostprignitz-Ruppin Center-Schließung sorgt für Gesprächsstoff
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17:52 09.11.2017
Dieser Anblick ist in einigen Wochen Geschichte. Der Großteil des Prignitz-Centers wird abgerissen und neu aufgebaut. Quelle: Matthias Anke
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Kyritz

Die MAZ-Berichterstattung über die bevorstehende Schließung eines Großteils des Prignitz-Centers in Kyritz hat eine hitzige Debatte im Internet ausgelöst. Bei Facebook tauchten allein in einer Gruppe, in der sich Kyritzer und Interessierte treffen und austauschen, bis Donnerstagnachmittag bereits rund 80 Kommentare zum Thema auf. Hinter der Mehrzahl dieser Kommentare verbergen sich wiederum weitere, einzelne Diskussionen.

Tenor: Die Zeit, bis dem Abriss dieses Areals ein Neubau gefolgt ist und vor allem der Supermarkt neu eröffnen kann, ist nicht nur für viele Anwohner eine Zeit der Ungewissheit, und es ist nicht nur von einer Versorgungslücke im Stadtteil West die Rede. Die Versorgung in ganz Kyritz wird plötzlich diskutiert.

Zwar meinen einige, es gebe noch genug Discounter in der Stadt. Bernd Schlicht schreibt ­dazu: „Netto, Aldi, Edeka, Lidl sind genug? Tangerhütte mit seinen nur 5543 Einwohnern hat zum Beispiel Penny, Aldi, Lidl, Edeka, Netto, Netto Discount, Norma und einen privaten Späti. Alle voll, immer!“ Und: „Kyritz stünde ein Supermarkt in der Wittstocker oder Seestraße ganz gut zu Gesicht.“ In diesem Osten von Kyritz jenseits der B 5, wo sich die Wohngebiete „Waldkolonie“ und „Alt und Jung“ befinden, gibt es keinen fußläufig ­erreichbaren typischen Lebensmittelversorger.

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Die wegen Abriss- und Neubauarbeiten bevorstehende Schließung des Prignitz-Centers in Kyritz wirft die Frage auf, wie sich die Stadtbewohner generell versorgt fühlen.

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Ähnlich wird sich die Situation nun für die Anwohner rund um die Straße der Jugend im Stadtteil West darstellen. Die meisten kleinen Geschäfte sind aus dem Center längst ausgezogen. Ab Montag, 8. Januar, wird der vom Abriss betroffene Teil dann vollends geräumt. Auch die beiden ­größten Mieter, das Schuhgeschäft und der Supermarkt, sind dann dicht.

Besorgt äußerten sich in dem am Dienstag erschienenen MAZ-Bericht besonders ältere Anwohner, für die alle weiteren Märkte in der Stadt zu schlecht erreichbar seien. In der Internetdebatte aber wird ebenso deutlich, dass auch viele jüngere Kyritzer den Supermarkt schätzen. Ulf Karge beispielsweise schreibt, dass „der Rewe als einziger ,Späti’ schon eine Marktlücke besetzen kann“. Denn bislang hat nur ­dieser Markt in der Stadt auch noch nach 20 Uhr geöffnet.

Sonderausschuss soll sich mit dem Problem beschäftigen

Neben den Kommentaren unter dem entsprechenden Link zum Originaltext der MAZ finden sich die meisten Aussagen unter einem Beitrag des Kyritzers Herbert Brandt. Er verweist darauf, „dass auch die halbe Prignitz in Kyritz zum Einkauf kommt“. Brandt erinnert dabei zudem an die seit über einem Jahr geschlossene Kaufhalle Kersten. Und er zeigt Richtung Kommunalpolitik und vor allem Stadtverwaltung: „Den Bürgern von Kyritz wird in dieser Hinsicht sehr viel zugemutet.“

Laut Heike Grüttner aber, die als sachkundige Einwohnerin dem Wirtschaftsausschuss angehört, sei die Problematik erkannt: „Es wird dazu einen Sonderausschuss geben. Der Markt wird bis Ende nächsten Jahres wieder eröffnet. Wir können im Ausschuss nochmals darauf hinweisen, dass mit den geöffneten Märkten besprochen werden muss, diese Lücke aufzufangen.“

Bei alledem wird in der Internetdebatte auch vor Augen geführt, wie die Situation älterer Menschen auf den Dörfern seit dem Ende des Dorfkonsum-Zeitalters aussieht. Kerstin Franz: „Ich denke, was für Auswärtige Alltag ist, ist hier in Kyritz Ausnahmezustand.“ Sie verweist auf das innerstädtische gute Bus-Angebot und darauf, dass der Markt in Kyritz West ja nicht für immer geschlossen bleibt.

Von Matthias Anke

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