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Ostprignitz-Ruppin Chaos um gesperrte Kreuzung
Lokales Ostprignitz-Ruppin Chaos um gesperrte Kreuzung
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08:58 16.03.2018
Seit Montag ist die Kreuzung von Schinkelstraße und August-Bebel-Straße gesperrt – eine der wichtigsten in der Neuruppiner Innenstadt. Quelle: Peter Geisler
Neuruppin

„Es herrscht Chaos.“ Anders konnte Neuruppins Bürgermeister Jens-Peter Golde die Verkehrssituation in der Neuruppiner Innenstadt am Montagabend nicht beschreiben. Am Mittag hatte die Stadt die Kreuzung Schinkel- und August-Bebel-Straße sperren lassen.

Damit ist eine der beiden wichtigsten Durchfahrtsstraßen durch die Altstadt unpassierbar. Schilder weisen zwar auf Umleitungsstrecken hin. Doch die werden von vielen Autofahrern nicht für voll genommen: Etliche fahren weiterhin durch die Wall- und die Virchowstraße, wie es ihnen passt – obwohl die jetzt teilweise Einbahnstraße sind.

Und in der Schinkelstraße wenden ständig Autos auf der Zufahrt zur Feuerwehr, wenn die Fahrer merken, dass sie dort an der Baustelle wirklich nicht weiterkommen, wie es die Verkehrsschilder sagen.

Den ganzen Tag über hagelte es am Montag im Rathaus Beschwerden über die Baustelle und die Umleitung. „Bei mir sind ein Dutzend E-Mails eingegangen“, sagte Bürgermeister Golde am Abend in der Stadtverordnetenversammlung.

Eigentlich ist die Wallstraße jetzt Einbahnstraße. Doch das scheint viele Autofahrer nicht zu interessieren – oder sie bekommen es gar nicht mit. Quelle: Peter Geisler

Aber was tun? Die Stadtverordneten von CDU und FDP wollten wenigstens den Anwohnern in der Wallstraße helfen, die dort kaum noch Parkplätze finden.

Die Fraktion hat beantragt, dort für die Bauzeit eine Anwohnerparkzone einzurichten, damit nur noch direkte Anlieger ihre Fahrzeuge abstellen können. In den meisten umliegenden Straßen dürfen schon jetzt nur Anwohner parken.

In der Wallstraße hatten die Stadtverordneten vor Jahren ganz bewusst auch das Parken für Besucher erlaubt. Weil die Wallstraße jetzt zur Umleitungsstrecke um die gesperrte Kreuzung August-Bebel-Straße gehört, musste ein Teil der Parkplätze gestrichen werden. Für die Feuerwehr wäre es sonst so eng geworden, dass sie kaum um die Ecken kommt.

CDU und FDP fordern mehr Parkplätze für Anwohner

Ursprünglich hatten Stadt und Kreis dort sogar noch eine andere Verkehrsführung geplant. Nach der sollten noch mehr Parkplätze in der Bauzeit wegfallen.

Kurzfristig hatte die Verwaltung sich dann aber entschieden, den Verkehr in der engen Wallstraße nur in einer Richtung zuzulassen. So konnte ein Großteil der Parkplätze erhalten bleiben, sagt Baudezernent Arne Krohn.

Für den Antrag von CDU und FDP, dort vorübergehend nur reines Anwohnerparken zuzulassen, sah er aber keine Chance. Dazu müsste das gesamte Parkkonzept für die Neuruppiner Innenstadt überarbeitet werden, so Krohn – das würde viel zu lange dauern.

Der Landkreis müsste entscheiden – und das dauert

Auch Linken-Fraktionschef Ronny Kretschmer bremste die Hoffnung auf schnelle Hilfe für die Anwohner. „So löblich der Antrag auch ist – er kommt schlicht zu spät“, fasste es Kretschmer zusammen.

Eine andere Parkregelung darf die Stadt nicht selbst anordnen, das kann nur der Landkreis tun. Die Stadtverwaltung müsste dort einen Antrag stellen, der müsste im Straßenverkehrsamt nach Rücksprache mit anderen Behörden geprüft werden.

Selbst bei einer Zustimmung dauert es noch Tage, bis die passenden Verkehrsschilder stehen. Und dann müssten sich die Anwohner noch für mehr als 25 Euro Gebühr einen Parkausweis beim Landkreis besorgen, um dort in den Wochen darauf überhaupt parken zu können.

Stadt prüfte Ausweichparkplätze am Amtsgericht

Alles zusammengenommen würde das wahrscheinlich länger dauern als die Bauarbeiten an der Kreuzung, so Kretschmer: „Ich fürchte, der Zug ist abgefahren.“

Die Stadt prüfe derzeit, ob sich vorübergehend weitere Parkplätze schaffen lassen, sagte Rathaussprecherin Michaela Ott am Dienstag auf Nachfrage. Vor dem Amtsgericht wäre dafür vielleicht Platz, dort ist die breite Karl-Marx-Straße derzeit ohnehin gesperrt.

„Wir müssen sehen, dass die Kreuzung so schnell wie möglich frei wird“, sagt Bürgermeister Jens-Peter Golde. Wie das gehen könnte, blieb am Montag aber unklar. Nach dem aktuellen Plan sollen die Bauarbeiten bis Ende Juni dauern, so Baudezernent Krohn.

Friedrich-Engels-Straße wird im Juni wieder zur Baustelle

Gleich im Anschluss plant Neuruppins Verwaltung zurzeit bereits neue Bauarbeiten. Dann wird die Friedrich-Engels-Straße wieder gesperrt. Diesmal soll dort sogar in zwei Abschnitten gleichzeitig gebaut werden.

Im Sommer 2016 wurde schon an der Kreuzung Friedrich-Egels- und Präsidentenstraße gebaut. Ab Juni soll es entlang des Braschplatzes weitergehen. Quelle: Peter Geisler/Archiv

Voraussichtlich im Juni werden die Bauarbeiten zum Ausbau des nächsten Abschnittes der Friedrich-Engels-Straße am Braschplatz beginnen. Das bestätigt Michaela Ott. Die Stadt will abwarten, bis die Kreuzung in der Schinkelstraße wieder frei ist, dann wird zwischen Präsidenten- und Rudolf-Breitscheid-Straße dicht gemacht.

Wenn die Friedrich-Engels- Straße ohnehin Baustelle ist, will das Bauamt auch gleich die Schäden am neuen Pflaster zwischen Post- und Virchowstraße sanieren lassen. Dort gilt seit November Tempo 10, weil sich schon kurz nach Übergabe der neu gebauten Fahrbahn ein Teil der Steine gelöst hatte.

Wer die Sanierung übernimmt, ist noch nicht sicher. „Zur Reparatur im Rahmen der Gewährleistung laufen gegenwärtig intensive Gespräche mit der ausführenden Firma“, so Michaela Ott. Ob die Reparatur des Wackelpflasters im Juni beginnt oder erst später, kann derzeit noch niemand sagen. Es könnte also noch eine Weile bei Tempo 10 bleiben.

Von Reyk Grunow

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