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Chorisma sang Weihnachtskonzert

Neuruppin Chorisma sang Weihnachtskonzert

Alle Jahre wieder: In der Vorweihnachtszeit singt der Kammerchor Chorisma der Siechenhauskapelle Neuruppin sich in die Herzen der Zuhörer. Vor 80 Zuhörern gab es am Sonntag das letzte Konzert des Jahres. Gesungen wurde ein Programm aus geistlichen und weltlichen Liedern, darunter auch viele aus dem hohen Norden.

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Schöne Stimmen, schönes Programm: Chorisma singt.

Quelle: Buddeke

Neuruppin. Wenn Chorisma einlädt, bleibt normalerweise kaum ein Stuhl in der Neuruppiner Siechenhauskapelle frei – so auch am Sonntag, als der Chor zu seinem Weihnachtskonzert einlud. „Unser letztes Konzert“, sagt Gastgeberin Gabriele Lettow, um nach bedeutungsschwerer Pause ein „für dieses Jahr“ anzuhängen. Erleichterung in den Reihen.

Genau vor zehn Jahren habe man hier gestanden – mit ein paar Sängern und einem Chorleiter, erinnert Gabi Lettow an die Zeit, als Chorisma entstand – als zeitgebundener Projektchor des amerikanischen Musikwissenschaftlers Peter Gibeau. Nur, dass die Sänger nach dessen Rückkehr weitersingen wollten. Und es taten. „Inzwischen hat sich die Sängerzahl verdoppelt und das Repertoire verhundertfacht“, resümiert sie weiter. Vor einem Jahr habe man von Gibeau eine Einladung nach Amerika bekommen, erzählt sie. Die Reise hat im Oktober stattgefunden und war quasi eine wunderbare Zehn-Jahr-Feier des Chores. „Die Harmonie war nahezu unerträglich“, scherzt Gabi Lettow. Den guten Ruf und das stets für Überraschungen gute Repertoire stellen die 15 Sänger, geleitet von Dieter Winterle, beim Weihnachtskonzert erneut unter Beweis.

Stimmungsvolles Ambiente in der Siechenhauskapelle

Stimmungsvolles Ambiente in der Siechenhauskapelle.

Quelle: Regine Buddeke

Klassisch-geistlich geht es los: die Bachsche Kraft der Fuge verströmt sich im „Psallite deo“ – besingt Gott. „Übers Gebirg“ ist bekannt: filigran schmelzen die Stimmen ineinander und machen weihnachtlich warm ums Herz. Ein Lied von Brahms, eines von Saint-Saéns.

Der zweite Block wird von einer Mottete von Josef Rheinsberger eröffnet. „Die achte von insgesamt neun“, erfahren die Zuhörer. Er schrieb sie 1893 für die Münchener Hofkapelle. Woher das Wort Motette stammt? Vom lateinischen „motus“ für Bewegung? dem französischen „mot“ für Wort oder dem italienischen „motto“ – Spruch? Es ist nicht geklärt. „Wir hoffen, dass unsere Worte und Sprüche durch die Musik in Bewegung geraten“, beendet einer der Sänger die Grübelei. Danach folgen zwei sehr unterschiedliche Stücke: ein schlichtes Hirtenlied von Christian Lahusen, danach ein kunstvolles „Heiligste Nacht“ von Joseph Haydn.

Später geht es gen Norden. Die nordische Weihnachtsliteratur hat es dem Ensemble angetan, vor allem die spannenden Stücke des Norwegers Ola Gjeilo, ein junger Komponist, der schwer angesagt ist bei vielen Chören, da seine Kompositionen unbeschwert Klassik und Tradition mit Jazz und Pop mischen. „Away in a Manger“ etwa geht durch Mark und Bein. Nur ein Summen, das an- und abschwellt, dann singt ein Sopran, mutterseelenallein, ehe die anderen das Thema aufnehmen. Das klingt sehr verletzlich und anrührend. Auch die Gjeilo-Version von „Es ist ein Ros“ ist ungewöhnlich-schön. Nach einem amerikanischen Traditional ist der Applaus groß: es gibt es noch eine Zugabe. reb

Von Regine Buddeke

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