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Chris Barber glänzt in Neuruppin

Jazzlegende in der Kulturkirche Chris Barber glänzt in Neuruppin

85 und kein bisschen leise – so hat Jazzlegende Chris Barber am Samstagabend seine Fans in Neuruppin begeistert. In der fast ausverkauften Kulturkirche brillierte der Posaunist, Kontrabassist und Sänger mit seiner Big-Chris-Barber-Band. Im Programm hatte er selbstverständlich auch seinen großen Klassiker „Ice Cream“.

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Dem Jazz erlegen: Chris Barber an der Posaune.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Alt ist sie geworden, die britische Jazz-Legende Chris Barber – aber kein bisschen leiser. Der 85-jährige Bandleader gab sich am Sonnabend in der fast ausverkauften Neuruppiner Kulturkirche mit seiner Big-Chris-Barber-Band die Ehre. Tosender Applaus brandete auf, als der Posaunist, Kontrabassist und Sänger Barber zunächst alleine die Bühne betrat. Auf seine lange musikalische Karriere zurückblickend, habe zwar das Alter Spuren hinterlassen, die Spielfreude sei aber niemals verloren gegangen, sagt Barber.

Der betagte Brite und seine zehnköpfige Combo – bestehend aus sieben Bläsern, Schlagzeug, Contrabass und Banjo – hatten die Zuhörer schon während des ersten Songs auf ihre Seite gezogen. Das Publikum applaudierte nach jedem Bläsersolo, davon sollte es an diesem Abend eine Menge geben, die Musiker gaben sich die Klinke in die Hand.

Volle Kapelle

Volle Kapelle: die Big-Chris-Barber-Band.

Quelle: Peter Geisler

Für die Zuhörer wurde es ein lockerer entspannter Abend mit beschwingten Jazz-Melodien bei einem Glas Weißwein. Chris Barber führte überaus charmant durch die Show, gespickt mit zahlreichen Anekdoten seiner langen musikalischen Laufbahn. Die aktuelle Besetzung der Band besteht seit 2014. Schlagzeuger Gregor Beck war bei diesem Auftritt nicht mit von der Partie. Für ihn war mit Pete York, seines Zeichens Drummer der Spencer Davis Group, die im März des Jahres im Neuruppiner Stadtgarten gastierte, ein mindestens ebenbürtiger Ersatz gefunden.

Barber hat den britischen Jazz nachhaltig beeinflusst

Die Band um den Posaunisten Chris Barber brachte selbstverständlich die großen Klassiker seiner langen Karriere mit nach Neuruppin – darunter auch der von Chris Barber erstmals 1954 aufgenommene Titel „Ice Cream“. Der Bandleader hat ab den 1950er Jahren mit seinen Arrangements den britischen Jazz nachhaltig beeinflusst. Der Erfolg der Albumreihe „Chris Barber Plays“ verschaffte dem Musiker den überhaupt ersten Auftritt einer britischen Jazzband in der Ed Sullivan Show. Es folgten Einladungen beim Montery Jazz Festival in Kalifornien – Chris Barber avancierte zum Millionenseller.

Der Musiker Chris Barber hätte sich längst zur Ruhe setzen und sich auf den Lorbeeren seines Schaffens ausruhen können. Doch sein Herz gehört dem Jazz, was beim Auftritt in der Kulturkirche unschwer zu erkennen war.

Von Jan Philipp Stoffers

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