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Ostprignitz-Ruppin "Christian" lässt Bäume stürzen
Lokales Ostprignitz-Ruppin "Christian" lässt Bäume stürzen
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00:17 31.10.2013
In Neuruppin war ein Baum in der Franz-Künstler-Straße umgeknickt.  Quelle: Reyk Grunow
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Neuruppin

In den Wetterstationen Neuruppin und Walsleben wurden Böen bis Windstärke zehn gemessen. Glück hatte eine Autobesitzerin, die ihren Wagen in der Neuruppiner Franz-Künstler-Straße abgestellt hatte. Sturmtief "Christian" knickte eine Robinie vor dem Haus der Begegnung um. Der Baum stürzte quer über die Straße. Nur einen halben Meter weiter und er hätte das Auto unter sich begraben. So aber blieb der Baum direkt dahinter liegen. Feuerwehrleute schafften den Stamm schnell zur Seite. In den Neuruppiner Ortsteilen Rheinsberg Glienicke und Gnewikow schlug "Christian" ebenfalls zu.

Eine umstürzende Birke hätte Lothar Rensch fast das Leben gekostet. Der 57-jährige Neuruppiner war mit seinem Post-Lkw auf dem Weg von Wittstock nach Kyritz, als ihm in Höhe der Ortslage Stolpe der Baum vor seine Windschutzscheibe krachte. "Ich habe diesen Baum schon fallen sehen, konnte da aber nichts mehr machen", erinnerte er sich. Bremsen konnte er nicht mehr. Das Armaturenbrett des Lasters war völlig zerstört und bis auf die Pedale heruntergedrückt worden. Lothar Rensch wurde leicht verletzt, seine Hände waren voller Schnittwunden: "Ich bin seit 1976 als Lkw-Fahrer unterwegs. So etwas habe ich noch nicht erlebt."

Lothar Rensch vor dem kaputten Lkw. Eine Birke zerstörte die Scheibe. Quelle: André Reichel

Bereits am Sonntagabend hatte ein erster Ausläufer des Sturms einen Baum zwischen Zietenhorst und Hakenberg bei Fehrbellin umgestürzt. Verletzt wurde niemand. "Der Baum war wohl trocken", sagte Gemeindewehrführer Bernd Gericke. Am Montag kam die Fehrbelliner Wehr erneut zum Einsatz. Zwischen Fehrbellin und Dammkrug drohte ein dicker Ast auf die Straße zu fallen. Die Brandschützer sägten ihn ab.

In Rheinsberg wurde die Feuerwehr am Montag gegen 16.30 Uhr zu Hilfe gerufen. Ein vier Meter hoher Rotdorn war genau vor dem Schlosseingang umgekippt - zum Glück, ohne jemanden zu verletzen. Die Feuerwehrleute räumten den Baum schnell beiseite.

Auch die Lindower Feuerwehr hatte am Montag gut zu tun. In der Lindower Bahnhofsiedlung war am Nachmittag ein Baum umgestürzt. Als die Männer die Fichte zerlegt hatten, kam der nächste Alarm: ein umgekippter Baum in der Badeanstalt. Aber den hatten die Besitzer der Gaststätte schon selbst weggeräumt, als die Feuerwehr kurz darauf dorthin kam. So richtig wollte Amtswehrführer Ulrich Kausel der Ruhe am Abend nicht trauen: "Mal sehen, was noch kommt." Der Deutsche Wetterdienst hatte bis in die Nacht vor Unwettern gewarnt.

gru/av/mke

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