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Ostprignitz-Ruppin Christopher Lehmpfuhl stellt in Rheinsberg aus
Lokales Ostprignitz-Ruppin Christopher Lehmpfuhl stellt in Rheinsberg aus
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00:18 19.02.2016
Christopher Lehmpfuhl zeigt ab Sonnabend seine Werke im Rheinsberger Literaturmuseum. Quelle: Luise Fröhlich
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Rheinsberg

Mit seiner Staffelei unter dem Arm fuhr Christopher Lehmpfuhl 1997 in Rheinsberg umher und suchte nach Motiven, die genau in eine Weinkiste passen. Der damalige Student war mit einem Fahrrad unterwegs, und transportierte seine Leinwände in dieser Box auf dem Gepäckträger – und dort hinein konnte er nun mal maximal Bilder im Format 24 mal 36 Zentimeter quetschen. Der junge Mann, der im Auftrag der Berliner Hochschule der Künste in der Prinzenstadt Stadtansichten malte, fiel dem Leiter des Kurt-Tucholsky-Museums auf. Denn er stand bei Wind und Regen im Winter nicht nur draußen, um Rheinsbergs Gesichtszüge zu studieren, sondern griff auch gleich zu Pinsel und Farben. Peter Böthig bot ihm spontan die Stadtschreiberwohnung im Kavalierhaus an, die gerade leer stand – eine gute Erfahrung und ein lohnender Glücksgriff, wie sich später herausstellen sollte.

Denn der 1972 geborene Christopher Lehmpfuhl hat seitdem eine beträchtliche Karriere hingelegt: Er malt auf dem gesamten Globus, erhielt viele Preise, seine Werke werden weltweit gezeigt, international gehandelt und von Galerien in der Schweiz sowie in Holland vertreten.

Rheinsberger Ansichten und Bilder aus aller Welt

Durch die frühe Bindung nach Rheinsberg gibt es nun auch ab 20. Februar eine Ausstellung im Literaturmuseum unter dem Titel „Vor Ort. Malerei“. In der Schau sind auch zahlreiche Ansichten der Stadt, die vor 19 Jahren, aber auch später entstanden sind. Denn der Künstler kehrt immer wieder in die Region zurück. Neben den Ruppiner-Land-Bildern zeigt Lehmpfuhl viele andere Motive wie Landschaften, Architektur, Stillleben und Interieurs in vielen verschiedenen Formaten, die wenige Zentimeter bis einige Meter groß sind.

Lehmpfuhl hat den Pinsel eingespart und malt nun mit den Händen

Doch nicht nur die Dimensionen haben sich seit Lehmpfuhls Aufenthalt in der Prinzenstadt verändert. Er malt auch nicht mehr mit dem Pinsel, sondern trägt die Farbe mit den Händen auf, zerreibt und zerfurcht sie – allerdings nach wie vor immer pleinair, also draußen. Motiviert dazu wurde er in Rheinsberg. „Es hat hier damals viel geregnet“, sagt Lehmpfuhl, der gerade dabei ist, die Schau im Literaturmuseum vorzubereiten. Aber nur vor Ort fließen seiner Meinung nach Licht und andere Einflüsse direkt in die Malerei ein. Sein Stil ist dabei stark impressionistisch angehaucht. „Ein Bild aber, der eins zu eins Liebermann sein könnte, ist es nicht“, sagt Lehmpfuhl. „Und zwar nicht nur aufgrund der unterschiedlichen Autotypen.“

Termin: Die Ausstellung im Kurt-Tucholsky-Literaturmuseum wird am Sonnabend, 20. Februar, um 11 Uhr eröffnet. Die Werke Lehmpfuhls sind dann noch bis zum 24. April im Rheinsberger Schloss zu sehen.

Von Celina Aniol

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