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Ostprignitz-Ruppin Kantor mit 26 Jahren
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kantor mit 26 Jahren
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17:16 11.08.2014
Christopher Sosnick, 26 Jahre, stammt aus Berlin. Quelle: W. Hörmann
Wusterhausen

Christopher Sosnick hat am 1. August offiziell seine Arbeit als Kantor im Gemeindebereich Wusterhausen aufgenommen. Am nächsten Tag feierte der gebürtige Berliner seinen 26. Geburtstag. Der "Neue" steht kurz vor Ende seiner Ausbildung als Kirchenmusiker mit Diplom. Studiert hat er in Halle an der Saale. Die praktischen Prüfungen sind erfolgreich bestanden, "nun geht es nur noch darum, das notwendige Wissen im Fach Bibelkunde nachzuweisen", sagte er der MAZ.

Jüngst war Christopher Sosnick Gast beim Sommertreff des Kulturvereins Wusterhausen und kündigte gleich an, Mitglied in dem Verein werden zu wollen. Wie Sosnick weiterhin sagte, sieht er erwartungsvoll dem Spiel auf der Wagner-Orgel in der Stadtkirche Sankt Peter und Paul entgegen. Das wird bei der Finissage des diesjährigen Orgelsommers am 19. Oktober der Fall sein. Das Instrument, erbaut 1742, verfügt auch über Pfeifen von 1575 und damit über das älteste Pfeifenmaterial in Berlin und Brandenburg.

Wohnung im ehemaligen Pfarrhaus

Während Michael Schulze als Kantor in Kyritz für den Nordbereich zuständig ist, umfasst Sosnicks Einsatzgebiet neben der Dossestadt auch den südlichen Kirchenkreis Kyritz-Wusterhausen. Dort ist er damit nun Nachfolger für Kantor Jonas Sandmeier, der im Alter von 35 Jahren einst ebenfalls aus Berlin kam. Knappe zwölf Monate später jedoch, im Herbst vorigen Jahres, wurde Sandmeier wieder verabschiedet. Er verließ die Region aus gesundheitlichen Gründen nach Aachen, um dort in einem Kloster zu leben. Sandmeiers Stelle wurde ausgeschrieben.

Um einen Nachfolger zu finden, konnte mit einer sanierten Wohnung geworben werden. Und für diese wurde kein Aufwand gescheut. Mittlerweile hat Christopher Sosnick bereits seine neue Kantorenwohnung im ehemaligen Pfarrhaus bezogen.

Restaurierung ist weit vorangeschritten

Von außen mutet es zwar noch nicht so an. Doch bei genauerem Hinsehen ist die Restaurierung dieses historischen Fachwerkgebäudes, das einst Mitte des 18. Jahrhunderts den großen Stadtbrand überlebte, weit vorangeschritten. Es steht rechts neben dem heutigen evangelischen Pfarramt und war einst die sogenannte Oberpfarre. Bis in die 1960er Jahre hinein war es damit die erste Adresse des Kirchenkreises Wusterhausen. Anschließend wurden die Kirchenkreise Kyritz und Wusterhausen zusammengelegt. Deren gemeinsamer Sitz ist heute in Kyritz. Der Wusterhausener Pfarrer Alexander Bothe steht als amtierender Superintendent an ihrer Spitze.

Außer der Kantorenwohnung beherbergt die alte Oberpfarre eine Kaffeestube sowie die historische Pfarrbibliothek. Die Kirchenleute sind zuversichtlich, dass nach einigen Verzögerungen aufgrund der Wetterunbilden dieses Sommers ein Ende der Arbeiten schon bald absehbar ist. Geplant war, das für Wusterhausen geschichtsträchtige Gebäude für 400.000 Euro für die Zukunft fit zu machen. Etwas mehr als die Hälfte davon wurde dem Kirchenkreis als Fördergeld über die sogenannte Städtebauförderung, aber auch von einer Stiftung zur Verfügung gestellt. Es ist die Rudolf-August-Oetker-Stiftung für Kunst, Kultur, Wissenschaft und Denkmalpflege, benannt nach dem 2007 gestorbenen Enkel des Dr.-Oetker-Firmengründers August Oetker. Dieser legte den Grundstein für einen der heute größten international tätigen deutschen Familienkonzerne, einer Firma, die vor allem über die Nahrungsmittelsparte bekannt wurde.

Von Wolfgang Hörmann und Matthias Anke

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