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Ostprignitz-Ruppin Corven: neuer Anlauf für neue Operation
Lokales Ostprignitz-Ruppin Corven: neuer Anlauf für neue Operation
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00:32 08.03.2018
Corven, hier mit seinem Hund Bonny, braucht weiterhin Hilfe. Quelle: Andreas Vogel
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So schnell geben Christin Eichler und Guido Semrau nicht auf: Die Eltern des elfjährigen Corven, der seit seiner Geburt an einer seltenen Immunschwäche leidet, wollen am Dienstag gemeinsam mit ihrem Sohn sowie Tochter Philine (4) zur Universitätsklinik nach München fahren.

Die möglichen Spender sagten aus gesundheitlichen Gründen ab

Zwar ist derzeit kein genetischer Zwilling bekannt, mit dessen Hilfe Corven nach einer Knochenmark-Transplantation ein neues und stärkeres Immunsystem aufbauen könnte. „Alle fünf möglichen Spender haben aus gesundheitlichen Gründen absagen müssen“, bedauerte Christin Eichler am Montag. Doch die Ärzte in München wollten nun prüfen, ob Corven nicht auch mit einem etwas anderen, neueren Verfahren geholfen werden könne, das es seit etwa fünf Jahren gibt. Dabei geht es darum, dass Corven Gewebe von seiner Mutter implantiert bekommt.

Ob diese Behandlung Erfolg verspricht, dass soll bei einer Untersuchung von Christin Eichler am Mittwoch in München geprüft werden. Tags darauf sollen die neuesten Werte von Corven erhoben werden. Die Eltern hoffen auf das Beste für ihren Sohn.

Zu wenige Blutplättchen

Der Junge leidet am sogenannten Wiskott-Aldrich-Syndrom. Die Betroffenen haben zu wenig Blutplättchen, die auch Thrombozyten genannt und im Knochenmark gebildet werden. Thrombozyten sind enorm wichtig für die Blutgerinnung. Normal wären 150 000 bis 380 000 Thrombozyten je Tausendstel Milliliter. Corven hat etwa 20 000. Kein Medikament, keine Therapie konnte daran bisher etwas ändern.

Selbst zwei Knochenmark-Transplantationen, die Corven im Mai 2007 und im April 2008 in der Berliner Charité erhielt, haben seinen Zustand nicht verbessert. Dabei sollte die Zahl der Thrombozyten eigentlich zwei, drei Jahre nach der Knochenmark-Transplantation steigen. Stattdessen schwellen seit einiger Zeit die Füße von Corven in unregelmäßigen Abständen an. Bemerkt er das rechtzeitig, können sie mit einer speziellen Cortisoncreme eingecremt werden. Wenn nicht, muss er meist zur Behandlung ins Krankenhaus nach Berlin. Im schlimmsten Fall ist er dann für mehrere Tage auf einen Rollstuhl angewiesen.

Von Andreas Vogel

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