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Cruisen wie Fred Feuerstein

Freyenstein Cruisen wie Fred Feuerstein

Der Kreativität sind bei der Schrauberbrigade in Freyenstein keine Grenzen gesetzt. Wer Lust hat, an Fahrzeugen mitzubasteln oder bei der Fertigstellung des Vereinshauses zu helfen, ist willkommen. Zuletzt machten die Schrauber beim Freyensteiner Erntefest als Organisatoren auf sich aufmerksam. Dabei boten sie auch Spritztouren mit ihrem Steinzeitmobil übers Feld an.

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Ihr Steinzeitmobil á la Fred Feuerstein haben die Schrauber schon vor drei Jahren gebaut – ab und zu gibt es eine Spritztour.

Quelle: Christian Bark

Freyenstein. Da fühlte man sich glatt in die Zeichentrickserie „Familie Feuerstein“ zurückversetzt – am vergangenen Wochenende präsentierte die Schrauberbrigade beim Erntefest in Freyenstein mal wieder ihr Steinzeitmobil und andere Vehikel ihres Fuhrparks vor. Im markanten Wagen mit Baumstammelementen fehlte nur noch ein Fred Feuerstein und ein übers Dach lugender Dino. Allein Fußkraft trieb das gut 800 Kilogramm schwere Fahrzeug nicht an, unter der Verkleidung brummte ein leistungsstarker Motor.

„Als Basis dient der Rahmen eines 353er Wartburgs“, erklärte Achim Witzschke. Das habe sich angeboten, weil man bei den Modellen das Fahrgestell leicht von der Karosserie trennen könne. Die Idee sei den Schraubern zum fünfjährigen Bestehen ihres Vereins vor drei Jahren gekommen. Doch das Steinzeitmobil ist nicht der einzige Hingucker der Brigade.

Beim Erntefest durften auch die Gäste eine Spritztour machen

Beim Erntefest durften auch die Gäste eine Spritztour machen.

Quelle: Christian Bark

„Wir haben noch einen ’Holzmichel’“, erklärte Vereinsvorsitzender Ronny Kabisius. Der Traktor „Marke Eigenbau“ sei aus dem Rahmen eines Robur-Kleinbusses sowie einem 218 PS starken BMW-Motor entstanden, außerdem besäßen die Schrauber noch einen „Kinderbuggy“. Die Vereinsgefährte sind im Vereinshaus untergebracht. „Natürlich hat jedes Mitglied auch seine eigenen Fahrzeuge“, sagte Ronny Kabisius. Die Tendenz gehe stark zu Fahrzeugen der ehemaligen DDR. Die Schrauber restaurierten diese mit dem Ziel, ein Stück Automobilgeschichte zu bewahren. „Der Anspruch ist natürlich, dass die Autos fahren“, betonte Achim Witzschke. Dann seien auch hin und wieder Spritztouren durch die Gegend oder hin zu befreundeten Vereinen möglich.

18 Schrauber basteln an Fahrzeugen

Seit 2009 gibt es die Schrauberbrigade in Freyenstein. Der Verein organisiert unter anderem Veranstaltungen wie das Freyensteiner Erntefest am vergangenen Wochenende.

18 Mitglieder tüfteln und basteln im Verein mit. Das älteste Mitglied ist 68, das jüngste ein Jahr alt. Es bestehen enge Bande zu anderen Vereinen.

Vor drei Jahren kauften die Schrauber ein neues Vereinshaus. An dessen Herrichtung arbeiten sie bis heute.

„Wir suchen immer Schraubbegeisterte, auch wenn sie kein Auto haben“, sagte der Vereinsvorsitzende. Jede helfende Hand sei zudem bei der Herrichtung des Vereinshauses willkommen. „Da bauen wir schon seit drei Jahren dran“, berichtete Ronny Kabisius. Gut dabei sei, dass berufsübergreifend viele Gewerke im Verein vertreten seien.

Und noch etwas ist den Schraubern wichtig: das Generationenübergreifende. „An solchen Fahrzeugen sieht man noch, wie ein Auto funktioniert“, sagte Achim Witzschke. Das sei bei modernen Modellen kaum noch möglich, ebenso die Reparatur. Der 68-Jährige zählt sich in der Brigade zu den „alten Hasen“, von denen die Jungen noch was lernen können. Das wollen sie auch, wie Ronny Kabisius bekräftigte. Gerade Veranstaltungen wie das Freyensteiner Erntefest seien für die Brigade immer eine gute Möglichkeit, auf ihr Vereinsleben aufmerksam zu machen und gegebenenfalls neue Mitglieder zu werben.

Weitere Informationen zur Brigade sind im Internet zu finden.

Von Christian Bark

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