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DKB-Stiftung will Kita als Dorftreff umbauen

Gnewikow DKB-Stiftung will Kita als Dorftreff umbauen

Seit Jahren streiten sich die Gnewikower mit der Fontanestadt Neuruppin über den Umbau der alten Kita im Dorf zu einem Dorfgemeinschaftshaus. jetzt bietet die DKB-Stiftung als Betreiber des Jugenddorfes überraschend seine Hilfe an. Der Ortsbeirat ist skeptisch. Im Streit mit der Stadt hat er inzwischen sogar den Petitionsausschuss des Landtags eingeschaltet.

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Die denkmalgeschützte ehemalige Kita neben dem Jugenddorf steht seit vielen Jahren leer.

Quelle: Peter Geisler

Gnewikow. Im jahrelangen Streit um ein eigenes Dorfgemeinschaftshaus für den Neuruppiner Ortsteil Gnewikow deutet sich eine Lösung an, mit der keiner gerechnet hatte. Die Stiftung der deutschen Kreditbank (DKB) hat sich überraschend bereiterklärt, der Fontanestadt unter die Arme zu greifen. Damit rückt die Sanierung der seit Langem leer stehenden alten Kita neben dem Jugenddorf in greifbare Nähe. Ohne die Stiftung könnte das Vorhaben ganz scheitern.

Die DKB-Stiftung betreibt das Jugenddorf in Gnewikow. Jetzt wäre sie bereit, die benachbarte ehemalige Kita von der Stadt zu kaufen, sie so umzubauen, wie es zuletzt geplant wurde, und sie den Gnewikowern zur Verfügung zu stellen.

„Wir haben durchaus ein Interesse daran“, bestätigt Barbara Eisenhuth, die bei der DKB-Stiftung für die Immobilien zuständig ist. Auch Neuruppins Bürgermeister Jens-Peter Golde ist angetan von der Idee: „Ich denke, dass wir damit einem Dorfgemeinschaftshaus für Gnewikow so nahe sind wie noch nie.“ Für eine andere Lösung sieht Golde zurzeit wenig Chancen.

Stadt sieht wenig Chancen auf Fördermittel

Im vergangenen Jahr hatten die Stadtverordneten beschlossen, dass die Stadt Fördermittel für den Umbau der alten Kita beantragen und das Haus mit Hilfe der Stadtwerke umbauen soll. Nach Gesprächen mit dem Land glaubt Golde aber nicht, dass es Fördermittel für den Bau eines Dorfgemeinschaftshauses geben wird – ganz unabhängig davon, ob der städtische Eigenanteil von 150 000 Euro für das Projekt reichen würde.

Die Stadtwerke waren nicht bereit, das Vorhaben allein zu stemmen. Allerdings haben sie mit der DKB-Stiftung über eine andere Lösung diskutiert. Stadtwerke und Stiftung wollen ein innovatives Energiekonzept für das Jugenddorf ausarbeiten. Die vage Hoffnung darauf hatte das städtische Tochterunternehmen schon lange. Dass die DKB-Stiftung die Idee aber so begeistert aufgreifen würde, kam wohl doch überraschend. Die Stiftung hat sich für dieses Konzept bereiterklärt, die Kita zu sanieren, um dort Räume nutzen zu können.

DKB-Stiftung würde 2017 gern mit dem Umbau beginnen

Wenn es nach Barbara Eisenhuth geht, sollte das alles schnell gehen. „Im nächsten Jahr würden wir mit dem Umbau beginnen. So hatten wir uns das gedacht“, sagt sie. Ein Großteil der Pläne liege bei der Stadt ja schon vor.

Nur einer bleibt skeptisch: der Ortsbeirat. Er fürchtet etwa, dass er für das Haus Miete zahlen müsste wie für die Räume im Jugenddorf, die er bisher ab und zu nutzt. Ende Oktober will der Ortsbeirat Jens-Peter Golde und Barbara Eisenhuth zu einer Sitzung einladen und sich das Angebot im Detail anhören. „Wir wollen das Beste für die Gnewikower herausholen“, sagt Ortsvorsteher Olaf Matschoss.

Ortsbeirat will zuerst alle Gnewikower befragen

Weil der Ortsbeirat zwischenzeitlich schon geglaubt hat, das Vorhaben würde wieder einmal auf Eis gelegt, hat er inzwischen den Petitionsausschuss des Landtages angerufen. Matschoss hofft, dass der Ausschuss bestätigt, dass die Stadt verpflichtet ist, ein Dorfgemeinschaftshaus zu bauen – so wie es im Eingemeindungsvertrag 1993 vorgesehen war. Im November soll sich der Petitionsausschuss mit der Eingabe befassen – Ergebnis offen.

Ob sich der Ortsbeirat für oder gegen das Angebot der DKB-Stifung entscheidet, ist völlig unabhängig davon, sagt Matschoss. Der Ortsbeirat will in einigen Wochen alle Gnewikower fragen, was sie von dem Angebot halten. Das letzte Wort in der Frage haben trotzdem die Stadtverordneten.

Von Reyk Grunow

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