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Ostprignitz-Ruppin Da geht ein Maler an die Decke
Lokales Ostprignitz-Ruppin Da geht ein Maler an die Decke
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13:50 09.11.2013
Heiko Gürtler grundiert die Decke mit einer schimmelvernichtenden Farbe. Die Schablone kommt später zum Einsatz. Quelle: Peter Geisler
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Schönberg

 25 Jahre sind vergangen, und Heiko Gürtler steht wieder da, wo er mit 22 Jahren angefangen hat: 20 Zentimeter unter der Decke der Schönberger Dorfkirche. Wie damals hält er einen Pinsel und arbeitet über Kopf an den filigranen Mustern der handbemalten Kirchendecke.

Im Sommer 2011 hatten ungewöhnlich heftige Regenfälle einem schweren Wasserschaden verursacht. Das Dach der Kirche war zu diesem Zeitpunkt abgedeckt und nur mit Planen gesichert. Die hielten dem Wolkenbruch bei Windstärke 8 nicht stand. Ein Teil der alten Deckenmalerei verschimmelte.

Mehr als zwei Jahre später ist die Sanierung der 324 Jahre alten Kirche fast abgeschlossen. In dieser Woche haben Heiko Gürtler (47) und sein Vater Hans-Dieter (70) endlich damit begonnen, die Decke im Kirchenschiff zu restaurieren. "Ärgerlich" sei das Ganze schon, sagt Heiko Gürtler. Schließlich ist es seine eigene Arbeit, die zerstört wurde. Die Reparaturkosten in sechsstelliger Höhe habe die Dachdeckerfirma immerhin schon überwiesen, sagt Pfarrer Ulrich Baller.

Die Gürtlers haben eine Malerfirma in Wolfsruh bei Gransee (Oberhavel). Im Jahr 1988 hatten Vater und Sohn die gesamte Kirchendecke in Schönberg restauriert. Drei Monate lang haben sie damals mit Pinsel und Schablone gearbeitet. Die Schablonen hat er zum Glück aufgehoben.

Das Bindemittel aus Acryl, mit dem Vater Gürtler die Farben aus Trockenpigmenten anrührt, war schon 1988 das Gleiche. Eine Kirchengemeinde aus dem Westen hatte es ebenso besorgt wie das Blattgold, das die Gürtlers auf dem Altar auftrugen. Es glänzt noch immer wie vor 25Jahren.

Von Christian Kranz

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