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Dabergotz: Pannen bei B 167-Sanierung

Falsch geplant, falsch gebaut Dabergotz: Pannen bei B 167-Sanierung

Wegen Vermessungsfehlern wird die Sanierung der B 167 in Dabergotz mindestens zwei Monate länger als geplant dauern. Hinzu kommt, dass bei den Arbeiten immer wieder Leitungen entdeckt wurden, die in keinen Plänen verzeichnet waren und deshalb zu Verzögerungen führten. Ob die Straße, die für fast vier Millionen Euro saniert wird, bis Juni 2016 fertig wird, ist offen.

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Jürgen Franke vom Landesbetrieb stellte sich am Montagabend den kritischen Fragen der Dabergotzer.

Quelle: Andreas Vogel

Dabergotz. Die Sanierung der B 167 in Dabergotz wird zwei Monate länger als geplant dauern. Mindestens. Grund dafür sind unter anderem Vermessungsfehler der Baufirma, sagte Jürgen Franke, Dezernatsleiter beim Landesbetrieb Straßenwesen, am Montagabend bei einer Versammlung mit gut 50 Einwohnern in Dabergotz. Jüngstes Beispiel: Es war mit dem Bau von Verkehrsinseln begonnen worden, die aber in der vergangenen Woche wieder abgerissen werden mussten, weil sonst die Fahrbahn zu schmal geworden wäre.

Zusätzlich zu solchen Pannen seien bei den Arbeiten immer wieder Leitungen gefunden worden, die nirgendwo verzeichnet gewesen seien, so Franke. Auch die Abstimmungen mit den Archäologen, die die Arbeiten begleiten, sowie die Gespräche mit den Anwohnern über ihre Zufahrten haben demnach zu Verzögerungen geführt. Franke hofft, dass in der letzten Novemberwoche endlich im ersten Bauabschnitt, der vom Ortseingang aus Richtung Kerzlin bis zur Bahnhofstraße reicht, der Asphalt gegossen werden kann. Das sollte eigentlich schon längst passiert sein – auch weil derzeit die Busse in Richtung Kyritz über Werder und Walsleben fahren müssen. Sie könnten dann über die Bahnhofstraße wieder direkt durch Dabergotz in Richtung Wildberg und Kyritz fahren.

Eine Anwohnerin im Gespräch mit Bauleiter Christoph Ritze und Oberbauleiter Dirk Lohne

Eine Anwohnerin im Gespräch mit Bauleiter Christoph Ritze und Oberbauleiter Dirk Lohne.

Quelle: Andreas Vogel

Der Landesbetrieb will zudem, dass sich ein weiteres Ärgernis nicht wiederholt. So müssen derzeit alle Fußgänger im ersten Bauabschnitt die Straße nutzen, weil auch der Gehweg nicht passierbar ist. Das sei besonders für Kinder, die morgens im Dunkeln zum Schulbus unterwegs sind, sowie für Senioren gefährlich. „Es ist ein Wunder, dass bisher noch niemand angefahren wurde“, hieß es Montagabend mehrfach. Im zweiten Bauabschnitt soll nun erst die Fahrbahn aufgebrochen werden, wenn der neue Gehweg fertig ist. „Die Leute sollen nicht im Schlamm oder auf der Straße gehen müssen“, betonte Franke.

Nicht nur der Landesbetrieb hat einiges an der Arbeit der Baufirma Oevermann in Dabergotz auszusetzen, auch viele Einwohner kritisierten am Montagabend in der Gaststätte Paries den Bauablauf sowie die fehlende Sicherheit auf der großen Baustelle. Demnach sind sogenannte Schnurnägel, mit deren Hilfe Schnüre gespannt werden, um gerade Wege bauen zu können, oft nicht farblich gekennzeichnet. Sie werden damit schnell zu Stolperfallen und Reifentötern. Selbst gespannte Schnüre seien für Fußgänger im Dunkeln nicht zu erkennen, weil das übliche rot-weiße Flatterband fehle, hieß es immer wieder. Oberbauleiter Dirk Lohne versprach Besserung. Das gilt ebenfalls für die Kritik, dass Anwohner häufig erst einen halben Tag vorher erfahren, dass ihre Zufahrt wegen der Arbeiten für mehrere Tage nicht passierbar sein wird. „Das geht nicht. Die Anwohner müssen drei Tage vorher informiert werden“, so Franke.

Der Landesbetrieb will auch darauf drängen, dass die Baufirma mehr Leute zum Pflastern einsetzt, damit es nicht zu weiteren Verzögerungern kommt. Auszuschließen ist das nicht. Denn niemand weiß, wie hart und lang der Winter in diesem Jahr wird.

Von Andreas Vogel

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