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Ostprignitz-Ruppin Damelacker Kirche ist saniert
Lokales Ostprignitz-Ruppin Damelacker Kirche ist saniert
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02:15 06.09.2015
Restauratorin Christel Janacek-Herschel sorgt dafür, dass die Reparaturen am Taufstein nicht gleich ins Auge fallen. Quelle: Alexander Beckmann
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Damelack

Pfarrer Henning Utpatel wirkt direkt etwas ungläubig: Die vor über zehn Jahren begonnene Sanierung der Damelacker Kirche neigt sich ihrem Ende zu.

In den vergangenen Wochen haben sich Restauratoren aus Berlin beispielsweise den Taufstein vorgenommen. Manfred Sährig widmete sich dem Sandstein an sich, füllte Risse, befestigte lose Stücke und ersetzte verloren gegangene Teile. Christel Janacek-Herschel und Thoralf Herschel arbeiteten an der Farbgebung. Ob der Taufstein schon immer bemalt war, ist nicht ganz klar. Seine aktuelle Gestaltung stammt jedenfalls mit großer Sicherheit aus der Bauzeit der Kirche Anfang des 20. Jahrhunderts. Sie ist ganz offensichtlich auf den Rest der Kirche abgestimmt. „Der Stein selbst ist auf jeden Fall älter“, schätzt Thoralf Herschel ein. Für eine genaue Datierung müsste man aber zumindest den Stil der Steinmetzarbeit detailliert untersuchen.

Das Inventar ist mehr als ein Jahrhundert alt. Es stammt zum großen Teil noch aus dem Vorgängerbau der heutigen Kirche. Quelle: Alexander Beckmann

Pfarrer Utpatel staunte jedenfalls schon mal, wie hoch das Taufbecken ist: „Seit 2008 stand hier immer dieses Bühnenpodest. Da haben wir die Höhe nie so empfunden.“

Auch bei den hölzernen Figuren des Altaraufsatzes fällt die Altersbestimmung schwer. Die Restauratoren fanden gleich diverse Farbschichten – die Letzte ebenfalls aus der Bauzeit des Hauses. „Ich würde davon ausgehen, dass Ausstattungsgegenstände, die älter sind als die Kirche, aus dem Vorgängerbau stammen“, sagt Herschel. Bei ihrer Orgel wissen die Damelacker mit Sicherheit, dass es so war. Doch bei anderen Dingen ist man inzwischen schon nach gut 100 Jahren auf Vermutungen angewiesen.

Die Kirche in Damelack. Quelle: Alexander Beckmann

Kurz nach dem 100. Jahrestag der Fertigstellung begann 2009 die Sanierung des Gebäudes. Vor allem das Holz im Turmbereich hatten gelitten. Fortgesetzt wurden die Arbeiten im Innenraum. Besonderes Kennzeichen der Damelacker Kirche ist ihre aufwändige Ausmalung, deren Sicherung und Auffrischung viel Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Nach Chorraum, Apsis und Tonnendecke waren im Frühjahr dieses Jahres die Empore und der Orgelprospekt an der Reihe. Die Arbeit am Altar und am Taufstein waren das Tüpfelchen auf dem i.

„Damit sind wir mit der Restaurierung fertig und können uns noch andere Dinge vornehmen“, sagt Henning Utpatel. Zu tun gebe es immer was. Da wären beispielsweise die Reinigung der Orgel oder die Restaurierung des Altarbildes, das vermutlich noch aus dem Vorgängerbau stammt und das sich so nach und nach in seine Bestandteile auflöst. Doch im Grund gilt für den Pfarrer: „Wir können sagen: Es ist geschafft.“

Hunderttausende Euro sind investiert. Das Geld kam aus staatlichen Fördertöpfen, von privaten und institutionellen Spendern, von der Kirche und aus den vielen Veranstaltungen, die der Förderverein in den vergangenen zehn Jahren unermüdlich organisierte. Am 12. September hält noch einmal der „Damelacker Sommer“ Einzug. „Es geht darum, Danke zu sagen“, stellt der Pfarrer fest.

Von Alexander Beckmann

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