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Revierleiterin mit schwarzem Gürtel

Dana Hefenbrock leitet das Wittstocker Polizeirevier - und unterrichtet nebenbei Judo Revierleiterin mit schwarzem Gürtel

Für Dana Hefenbrock ging vor knapp einem Jahr ein Traum in Erfüllung, als sie Leiterin des Wittstocker Polizeireviers (Ostprignitz-Ruppin) wurde. Was viele jedoch nicht wissen: An zwei Tagen in der Woche weiht sie in ihrer Heimatstadt als Judo-Cheftrainerin Anfänger und Fortgeschrittene in die Geheimnisse des Kampfsports ein.

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Dana Hefenbrock (Mitte) bringt als Judo-Trainerin Kindern die Grundregeln des Kampfsports bei.

Wittstock. Für eine Polizistin gelten besonders strenge Regeln, wie man sich in der Öffentlichkeit zu verhalten hat. Das spürt auch Dana Hefenbrock, die seit einem Jahr das Polizeirevier Wittstock (Ostprignitz-Ruppin) leitet. Immer vorbildlich sein zu müssen, sei zwar anstrengend, sagt die 38-Jährige. Doch verstellen muss ich mich nicht, so leben wir."

Für sie ging ein Traum in Erfüllung, als sie Leiterin des Wittsocker Polizeireviers wurde. "Ich hatte zwischenzeitlich in Potsdam gearbeitet und ich war in Rheinsberg eingesetzt. In Wittstock gefällt es mir am besten, ich arbeite gerne hier und ich lebe hier mit meiner Familie", sagt sie.

An zwei Tagen der Woche weiht Dana Hefenbrock in ihrer Heimatstadt als Judo-Cheftrainerin Anfänger und Fortgeschrittene in die Geheimnisse dieses Kampfsports ein. Sie selbst hat den schwarzen Gürtel. Auch hier gilt es für sie, Vorbildung zu sein. Sie vermittelt den Kindern Fairness und wie wichtig es ist, sich an Regeln zu halten. "Die Kinder lernen einen guten Umgang miteinander und den Wert von einer funktionierenden Gemeinschaft, in der sich alle mit Respekt begegnen", sagt sie.

Als Polizistin wünscht sie sich, dass solcher Umgang im Alltag mehr Bedeutung gewinnt. Das würde manche Auseinanderansetzung mit Gewalt, manchen Schaden und viel Leid ersparen. Für die Klasse ihrer Tochter tritt sie auch als Elternsprecherin ein. Dabei versichert Dana Hefenbrock, dass sie die eigenen Kinder nicht als Polizistin strenger zu erziehen versuche, "das würde ich auch so machen, wenn ich in einem anderen Beruf arbeiten würde", sagt die Revierleiterin. Aber nicht immer ist es zu verhindern, dass auch privat die Polizistin in ihr durchkommt. "Natürlich dürfen die Kinder nicht ohne Schutzhelm mit den Fahrrädern fahren und die Fahrräder müssen verkehrssicher sein", sagt die Revierleiterin. Sogar der Ehemann hat sich schon manchen Hinweis über verbesserungswürdige eigene Landwirtschaftstechnik von seiner Frau sagen lassen müssen. Dafür passen die Kinder beim Mitfahren genau auf, dass sich die Mutter auch an die Tempolimits hält. "Ich hoffe ja auch, dass ich nie durch meine Kinder in eine peinliche Situation als Revierleiterin und Polizistin gerate. Hoffentlich verzichten sie auf rechtlich bedenkliche Mutproben. Sicher bin ich mir darin nie", sagt sie.

Die verheiratete Mutter dreier Kinder, vier, sechs und neun Jahre alt, ist ein Familienmensch. Ihr ist es wichtig, nach Feierabend ihrer Ältestens bei den Schularbeiten zu helfen und sich um die jüngeren Kinder kümmern zu können. Natürlich klappt es in diesem Beruf nicht immer mit dem pünktlichen Dienstschluss.

In ihrer Freizeit entspannt sich Dana Hefenbrock gern beim Lesen. "Als ich in Neuruppin gearbeitet habe und täglich mit dem Zug hin und zurück gefahren bin, hatte ich stets ein Buch dabei und vergnügt darin gelesen. Manchmal wünschte ich mir, dass die Fahrt viel länger dauert."

Das Abschalten vom Dienst gelingt Dana Hefenbrock ganz gut. Außer bei ungewöhnlichen Situationen, wie sie erzählt: "Als wir die Serie von Brandstiftungen in Wittstock vor einem Jahr hatten, hielt die Anspannung auch nach Feierabend an. Erst nachdem der Täter ermittelt war, konnte ich wieder davon loskommen", sagt die Revierleiterin. Dabei sei "der Dienst im Revier in Wittstock übersichtlich und vergleichsweise ruhig, jedoch keinesfalls langweilig." Natürlich spürten alle im Revier die hohe Arbeitsbelastung, die auch durch die riesige Fläche mit vielen Ortsteilen und nur geringer Bevölkerungsdichte durch die kleine Polizeimannschaft abzusichern ist. Ob sich daran etwas ändert, darüber mag sie nicht spekulieren.

Von Gerd-Peter Diederich

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