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Dank Wärmebildkamera Hausbrand verhindert

Kyritz Dank Wärmebildkamera Hausbrand verhindert

Zu einem nervenaufreibenden Feuerwehreinsatz kam es in der Nacht zum Dienstag in der Kyritzer Bassewitzstraße. Denn die Brandschützer konnten dort an einer Doppelhaushälfte trotz Rauch zunächst kein Feuer feststellen. Am Ende half die Wärmebildkamera. Es wurde ein Glutnest entdeckt und somit Schlimmeres verhindert.

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Seit 2016 hat die Kyritzer Feuerwehr bei Einsätzen eine Wärmebildkamera dabei.

Quelle: privat

Kyritz. Der peniblen und am Ende erfolgreichen Suche von Kyritzer Feuerwehrleuten nach einem Glutnest ist es vermutlich zu verdanken, dass es in der Nacht zum Dienstag in der Bassewitzstraße nicht zu einem Gebäudebrand kam. „Der betroffene Bewohner hatte wirklich Glück gehabt“, sagte Stadtbrandmeister Meinhard Giese nach dem Einsatz.

Sirenengeheul ließ viele Kyritzer nach Mitternacht aufhorchen. Um 0.24 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert. Eine Person hatte in der Bassewitzstraße Qualm bemerkt, der offensichtlich aus dem Fensterbereich des ersten Obergeschosses einer Doppelhaushälfte dringt.

Als die Einsatzkräfte eintrafen, waren sie zunächst ratlos, da kein Feuer festgestellt werden konnte. „Wir haben alles abgesucht, alle Räume, den gesamten Dachstuhl, doch da war nichts“, berichtet Giese: „Nur gut, dass wir unsere Wärmebildkamera dabei hatten. Denn plötzlich konnten wir ein Glutnest lokalisieren.“

Das Haus wäre vermutlich abgebrannt

Hinter einem Heizkörper und Gipskartonplatten trat eine mit Stroh bewehrte Lehmwand zutage und im Fensterbereich ein Holzbrett, das deutlich angekokelt war. Ein technischer Defekt als Ursache schien laut dem Stadtbrandmeister fraglich. Wahrscheinlicher sei Zigarettenasche als Auslöser, die von außen vom Wind unter das Fensterbrett gedrückt worden sein muss. Laut Polizei indes „stellte sich heraus, dass es sich um einen Schwelbrand handelte, der offenbar durch einen zu heißen Heizkörper ausgelöst worden war“. Wie dem auch sei: „Das wäre nicht gut ausgegangen. Das Haus wäre abgebrannt“, ist sich Giese sicher. Von alleine wäre diese Glut angesichts ihres Ausmaßes nicht mehr erloschen. „Das war alles nur Glückssache, dass da nichts schief ging.“

Die Wärmebildkamera ist seit 2016 bei Einsätzen dabei

Die Wärmebildkamera gehört seit Ende 2016 zur Ausrüstung der Kyritzer Stadtwehr wie schon länger auch bei den größeren Feuerwehren in der Region von Wittenberge über Perleberg, Pritz­walk und Wittstock bis nach Neuruppin. Finanziert wurden die Geräte, die einen vier- bis sogar fünfstelligen Betrag kosten können, allerorten auf verschiedenen Wegen. Und zwar von den jeweiligen sogenannten Trägern des Brandschutzes, also den Kommunen selbst, über die Feuerwehrfördervereine bis hin zu Privatpersonen.

In Kyritz konnte dieses technische Hilfsmittel dank mehrerer Unternehmer angeschafft werden, wie seinerzeit Ortswehrführer Frank Brüggemann voller Freude darüber erklärte.

Demnächst bekommen auch Gumtow und Neustadt diese Technik

Auch in Gumtow soll nun eine solche Kamera besorgt werden, laut der Haushaltsplanung noch in diesem Jahr. „Bisher wurde eine Kamera bei Bränden immer von den Kameraden aus der Feuerwehrtechnischen Zentrale aus Perleberg mitgebracht. Dann aber haben wir eine eigene“, freut sich Gemeindewehrführer Bodo Schulz bereits.

In Neustadt sollte die Anschaffung ebenso vom Träger des Brandschutzes selbst, dem Amt Neustadt, finanziert werden, und zwar schon über den Amtshaushalt 2016. Zum Kauf aber kam es nicht, weil zu große und dringendere Investitionen anstanden: das Feuerwehrgerätehaus in Dreetz und der Umbau der Wache in Neustadt. „Jetzt aber ist die Wärmebildkamera bestellt, wir warten jeden Tag auf die Lieferung“, informiert Kathrin Lorenz von der Amtsverwaltung. Und: Ein Teil des Geldes wurde laut Kathrin Lorenz kurzfristig ebenso mit Hilfe von Spendern aufgebracht. Die Wohnungsbaugesellschaft Kyritz gehöre dazu. Sie verwaltet in der Pferdestadt rund 250 Wohnungen.

Von Matthias Anke

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