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Ostprignitz-Ruppin Dannenwalder Kita ist 60 Jahre alt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Dannenwalder Kita ist 60 Jahre alt
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00:18 17.03.2016
Die Sonnenschein-Kinder fühlen sich wohl in ihrer Kita, die mitten im Wald liegt. Quelle: Sandra Bels
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Dannenwalde

60 Jahre hat die Kita „Sonnenschein“ in Dannenwalde schon auf dem Buckel. Innen kann man das nur noch an den alten Türen sehen. Ansonsten zeigt sich das Haus modern und farbenfroh. 25 Kinder fühlen sich dort pudelwohl. Platz wäre sogar für 33.

Kitaleiterin Ramona Rische sitzt mit ihren Schützlingen – sie betreut die Kleinkindgruppe von 0 bis 3 Jahre – am Tisch. Es ist Obstpause, ein tägliches Ritual, dass niemals ausfällt. Jeder bringt eine Kleinigkeit von Zuhause mit. Natürlich wird untereinander auch mal getauscht. Nach der Obstpause geht es an die frische Luft. Die Kita liegt mitten im Wald.

Ramona Rische leitet sie seit Juli 2014. Vorher war sie Erzieherin im Haus. Zu ihrem Team gehören die Erzieherinnen Janin Golembiewski und Theresa Schramm. Das Trio betreut Kinder aus Kolrep, Granzow, Döllen, Breitenfeld, Kehrberg und Dannenwalde.

Eine Festwoche ist schon vorbei

Der Kitageburtstag wurde bereits im Januar eine ganze Woche lang gefeiert. Jeden Tag gab es etwas zu erleben. So kamen die Clowns Tacki und Noisly und eine Märchenerzählerin mit „Frau Holle“ zu den Sonnenschein-Kindern. „Dabei wurden die Kinder selbst zu Märchenfiguren und ließen es im Gruppenraum kräftig schneien, mit Wattebällchen“, erinnert sich Ramona Rische. Das Brandschutzmobil war zu Gast und die Geburtstagstorte schmeckte allen hervorragend. Bei einem Grillabend waren auch die Eltern dabei und alle erfuhren etwas über die Geschichte des Hauses. Die kennt Ortschronist Helmut Widrat ganz genau und erzählte sie.

Die Torte durfte bei der Geburtstagsfeier nicht fehlen. Quelle: Sandra Bels

„Wir sind mit dem Feiern aber noch nicht fertig“, sagt Ramona Rische. Im Laufe des Jahres soll es weitere Höhepunkte anlässlich des 60. Kitageburtstages geben. Einer davon ist das gemeinsame Sportfest am 1. Juni, zu dem alle anderen Kitas der Gemeinde Gumtow willkommen sind. Außerdem steht noch das große Sommerfest bevor. „Wir haben dazu alle ehemaligen Kollegen, Kinder, Eltern und viele andere Gäste eingeladen“, so die Kitaleiterin. Für den 7. Juni kündigt sie außerdem eine Festveranstaltung mit DJ und Kulturprogramm an.

Vor 60 Jahren hieß es noch Kindergarten

Am 3. Januar 1956 kamen die ersten Kinder in das Haus, dass heute die Kita „Sonnenschein“ ist. Damals war es noch ein Kindergarten. Kleinkinder wurden in der Krippe betreut und die befand sich damals in der Siedlungsstraße. Heute sind alle in einem Haus. Ramona Rische war damals in der Kinderkrippe tätig. 1990 kam sie in den Kindergarten und ist dort geblieben. Ihre Vorgängerin war bis 2014 Doris Schwarz aus Dannenwalde, die heute noch gern Gast bei den Kleinen ist.

In der Dannenwalder Chronik hat Helmut Widrat wichtige Eckdaten zur Kinderbetreuung zusammengetragen. So wurden die ersten Kinder am 1. April 1956 in die staatliche Kinderkrippe aufgenommen. Helmut Widrat beschreibt in seiner Chronik, dass die Bedingungen einfach und bescheiden waren, denn die Krippe war in einem Raum des neu gebauten Kindergartens im Park untergebracht. Weil es dort so eng war, folgte 1961 der Umzug ins ehemalige Siedlungshaus Appel (heutige Siedlungsstraße Nr. 17).

Einfachste Bedingungen in der Kinderkrippe

In der Chronik steht, dass auch dort die einfachsten Bedingungen herrschten. Gewaschen wurde mit Waschbrett und Bürste. Es gab kein fließendes Wasser. Es wurde von einer Pumpe geholt und in Schüsseln gefüllt. Gekocht wurde auf einem Zweiplatten-Herd und zur Toilette ging es nach draußen.

In diesem Häuschen wurden die Dannenwalder Kinder unter anderem betreut. Quelle: Sandra Bels

1984 drohte der Einsturz der Wände des primitiven Fachwerkbaus, der aus der Zeit um 1949/1950 stammte. Helmut Widrat hatte bei seinen Recherchen herausgefunden, dass damals mit 80 000 Mark das baufällige Mauerwerk unterfangen und rekonstruiert worden war. 15 000 Mark kamen aus dem Staatshaushalt, das restliche Geld stellten der Bezirksvorstand der Vereinigung der gegenseitigen Bauernhilfe, die Meliorationsgenossenschaft Wusterhausen, der Kreisbetrieb für Landtechnik und die LPG Tierproduktion Gumtow und Dannenwalde zur Verfügung. Die neuen Bedingungen konnten nur ein paar Jahre genutzt werden. Mit der politischen Wende in der DDR 1989 wurde die Kitalandschaft umstrukturiert und die Krippe wieder in den Kindergarten integriert.

Schon vor 1945 wurden in Dannenwalde Kinder betreut

Anfänge einer Kinderbetreuung gab es Dannenwalde schon vor 1945, laut Widrat beispielsweise in der heutigen Dorfstraße 3b oder 53. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden Kinder unter anderem im ehemaligen Sporthaus am alten Sportplatz (Dorfende in Richtung Friedheim) betreut. Das änderte sich grundsätzlich mit dem Bau des neuen Kindergartens, der ein Vorhaben des „Volkswirtschaftsplanes 1954“ war. Der hatte damals festgelegt, dass ein Kindergarten mit einer Kapazität von 45 Plätzen und einem Wertumfang von 175 000 Mark gebaut wird. Der Kindergarten wurde am 24. Oktober 1955 der Gemeinde Dannenwalde übergeben.

Von Sandra Bels

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