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Ostprignitz-Ruppin Dannenwalder sucht Geschichten
Lokales Ostprignitz-Ruppin Dannenwalder sucht Geschichten
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00:18 20.03.2016
Helmut Widrat hat Geschichten über Dannenwalde aufgespürt und aufgeschrieben. Quelle: Sandra Bels
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Dannenwalde

Helmut Widrat kennt Dannenwalde wie seine Westentasche. Und das, obwohl er nicht einmal in dem kleinen Prignitz-Ort geboren wurde. Widrat und seine Frau Ute kamen 1963 als Lehrer nach Dannenwalde. „Wir wurden eingewiesen und sind geblieben“, erzählt der 77-Jährige. Er und seine Frau wohnten zunächst in Friedheim, einem Teil von Dannenwalde. 1966 ging es ins Hauptdorf.

Widrat interessierte sich von Anfang an für die bewegte Geschichte des neuen Heimatortes. Intensiver wurden seine Forschungen mit der Aufnahme einer zweijährigen Arbeitsbeschaffungsmaßnahme im Jahr 1994, dessen Ziel es war, eine Chronik für Dannenwalde zu erarbeiten. „Als ich am 2. Mai 1994 mit der Arbeit begann, hatten schon viele andere über die Geschichte von Dannenwalde geschrieben“, erinnert er sich. Einiges war schon gedruckt, das meiste aber lag unter anderem in den Museen, Archiven und bei den Einwohnern der Gemeinde.

Widrat sprach mit mehr als 50 Dannenwaldern

„Ich hatte vorher noch nie eine Chronik erstellt“, so Widrat. Sie wurde kurz bevor er in den Ruhestand ging, fertig. Das war 1996. „Chronik von Dannenwalde (mit Bärensprung und Friedheim)“ lautete der Titel. „Ich hatte dafür Gespräche mit mehr als 50 Dannenwalder geführt“, erzählt Widrat. Von den meisten erhielt er darüber hinaus Bilder, Urkunden und andere Schriftstücke.

Die Chronik war mit der Maschine geschrieben. Einen Computer hatte Widrat damals noch nicht. Er selbst würde sich eher nicht als Chronist bezeichnen. Das ist für ihn jemand, der zeitliche Abfolgen aufschriebt. „Ich kümmere mich aber eher um historische Hintergründe und beleuchte diese“, erklärt der Dannenwalder.

Nach der Fertigstellung der Chronik einfach so mit den Recherchen aufzuhören, das konnte Widrat dann aber nicht. „Das war mittlerweile ein Selbstläufer geworden, die Leute kamen zu mir oder schickten mir Informationen zu“, erzählt der Dannenwalder.

Sechs Ergänzungen sind entstanden

Deshalb recherchierte er weiter in den Archiven, besonders viel in Potsdam, Kyritz, Pritzwalk und Perleberg. Die Erkenntnisse fasste der Senior dann in gebundenen Ergänzungen zur Chronik zusammen. Sechs gibt es davon mittlerweile. Die letzte erschien im Februar 2015.

Widrat schätzt, dass etwa die Hälfte der Dannenwalder seine Aufzeichnungen zu Hause im Regal zu stehen hat. Er legt Wert darauf zu sagen, dass er sich die Chronik nicht allein ausgedacht hat, sondern alle Unterlagen sichtete, las und sortierte und letztlich aufgeschrieben hat. „Die Chronik ist eigentlich auch nur ein Teil dessen, was ich aufgespürt habe“, so der Dannenwalder. Er wollte auf der Grundlage belegbarer Fakten die Entstehung und Entwicklung der Gemeinde mit den beiden Ortsteilen darstellen.

Eine Quelle war Pfarrer Steffen

Als Quellen dienten ihm unter anderem Veröffentlichungen von Pfarrer Steffen über Dannenwalde und Friedheim sowie über die Prignitz, Kirchenbücher und Kirchenakten des damaligen Pfarramtes Kolrep, Originalakten über das Rittergut, Gemeindeakten sowie der Bücherbestand vieler Museen.

Widrat erstellte die Ortsgeschichte auch in Kalenderform. Mehr als zehn solcher Ortskalender sind in den vergangenen Jahren entstanden. Darin hat er die Geschichte verarbeitet. Die letzte Auflage brachte der Dannenwalder zur 675-Jahr-Feier heraus. „Die Kalender zeigen die Geschichte in Bilder für Leute, die keine Lust haben, Chroniken zu lesen“, so Helmut Widrat. Besonders ehemalige Dannenwalder interessierten sich für die Kalender und kauften sie.

Zwei der Chroniken von Helmut Widrat. Quelle: Sandra Bels

Von Sandra Bels

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