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Danuta Redzewsky und ihr Pizza-Café

Kagar Danuta Redzewsky und ihr Pizza-Café

Da sage noch einmal jemand, nur Italiener können Pizza backen. Weil die Kinder von Danuta Redzewsky ihre Pizza so lecker fanden, rieten sie ihr, das gekaufte Restaurant in ein Pizza-Café umzuwandeln. Der Versuch schmeckt auch heute noch lecker – die Spezialität des Hauses ist die vegetarische Pizza mit Artischocken.

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Danuta Redzewsky

Quelle: Regine Buddeke

Kagar. Vier Teigkugeln – zack, zack nudelt Danuta Redzewsky sie durch die Maschine, legt vier Pizzableche damit aus. Dann wird befüllt. Mit Herz und Liebe belegt die Pizzabäckerin die vier Bleche – Gemüse, Spinat, Käsescheiben, frische Tomaten, Gorgonzola oder Artischocken – was gewünscht wird. Und ab in den Ofen. Gebacken wird bei 300 Grad – nur so wird es die perfekte Pizza. „Es ist ein ganz spezieller Pizza-Ofen – normale Backöfen schaffen keine so hohen Temperaturen“, verrät die gebürtige Polin, die seit 1999 in Kagar das Pizza-Café „Crazy Horse“ betreibt. Mit Erfolg – Touristen und Einheimische sind ganz heiß auf die leckeren Kreationen der Wahl-Kagaranerin. Die eigentlich mit Pizza beruflich zuerst gar nichts am Hut hatte. „Ich bin eigentlich Fotografin“, verrät die agile Frau und schmunzelt. Von ihren künstlerischen Ambitionen zeugen die vielen Bilder, die im Inneren ihres Cafés hängen: Katzen, Landschaften oder Blumen.

Café erhielt Namen nach frechem Pony

Als sie in den 1990ern das Haus gekauft hat, wusste sie noch nicht, wohin die Reise geht – nur dass es sinnvoll sei, das ehemalige Restaurant als solches weiter zu betreiben. „Meine Kinder haben mich auf die Pizza-Idee gebracht – sie liebten meine Pizza“, so Danuta Redzewsky. Bei vier Kindern ein durchaus mehrheitliches Argument. „Ich habe es versucht und es ist gelungen“, so die polnische Pizzabäckerin und erzählt, wie das Café zu seinem Namen kam. „Wir hatten ein kleines freches Shetlandpony namens Obelix“, erzählt sie. Eben ein „Crazy Horse“. „Einmal kamen hier ein Dutzend schreiende Kinder auf den Hof gerannt“, so Danuta Redzewsky. Zuerst habe sie einen Schreck bekommen, aber dann schnell gemerkt, dass die Kids vor Freude kreischen. „Obelix“ habe mit ihnen Haschen gespielt. Mal sind die Kinder hinter ihm her gerannt, mal das Pony hinter den Kindern – das Bild wird sie nie vergessen.

Ohne Knoblauch geht fast nichts

Am Anfang hat Danuta Redzewsky, die auch Kuchen im Angebot hat, das meiste allein gebacken – alles nach ihren Spezialrezepten. Heute hilft ihr auch eines der Kinder. Geöffnet hat sie zwar nur in der Touristensaison – hat aber über die Jahre recht viele Stammgäste bekommen. „Besonders beliebt ist meine vegetarische Pizza mit Artischocken“, verrät sie. Und die mit Spinat, die dank des Gorgonzolas eine sehr pikante Note bekommt. „Die Speisekarte ist klein – aber wir machen alles selbst und frisch“, sagt sie. Etwa die Tomaten auf der Pizza – das kommt gut an. Und Knoblauch – der ist ein Muss. „Ohne Knoblauch kann ich nicht“, scherzt sie. Zumindest bei der Pizza.

Auch sie ist im Dorf gut angekommen. „Die Dörfler haben mich aufgenommen – es sind sehr freundliche Menschen“, freut sie sich und will das „Crazy Horse“, so lange sie sich fit fühlt, weiter führen.

Von Regine Buddeke

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