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Das Buchsbaum-Wunder

Karstedtshof Das Buchsbaum-Wunder

Erst entwendeten zwei Täter zwei Buchsbäume in Karstedtshof. Zwei Tage später folgt das Wunder und zwei nagelneue Gehölze stehen vor dem Grundstück von Thomas Thiessen. Die Gründe für den dreisten Klau und für die reumütige Wiedergutmachung bleiben im Dunkeln.

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Thomas Thiessen freut sich über die Wiedergutmachung und dankt den Unbekannten für die neuen Buchsbäume.

Quelle: Christamaria Ruch

Karstedtshof. In Karstedsthof ist die Welt noch in Ordnung. Denn wer die nachfolgende Geschichte vom Ende her betrachtet, kann nur zu diesem Schluss kommen.

Doch der Reihe nach: Am Dienstagabend gegen 19 Uhr bemerkt MAZ-Leser Thomas Thiessen vor seinem Grundstück Unruhe. Die Hunde schlagen an. Daraufhin begibt er sich nach draußen und entdeckt den Schaden: Die beiden Buchsbäume vor der Pferdekoppel waren aus den Töpfen gerissen und vom Erdboden verschwunden.

Thiessen sieht nur noch in großer Entfernung zwei Radfahrer, die sich in Richtung Papenbruch aus dem Staub machen. Auf dem Gepäckträger eines Drahtesels konnte er einen Buchsbaum ausmachen. „Ich habe noch hinterher gerufen, aber es tat sich nichts“, sagt er. Wenig später findet er das andere Gehölz im Wald.

Einen alten Buchsbaum ließen die Täter zurück

Einen alten Buchsbaum ließen die Täter zurück.

Quelle: Christamaria Ruch

Am Donnerstagmorgen erlebt Thomas Thiessen dann ein Wunder. Auf einer Bank neben dem Grundstück stehen zwei nagelneue und kugelrunde Buchsbäume. Sogar die Preisschilder hängen noch an den Pflanzen. „Jede hat 20 Euro gekostet“, so Thomas Thiessen. Er pflanzt sie in die alten Töpfe, die noch leer und verwaist vor der Pferdekoppel standen. In Sichtweite zu den neuen Buchsbäumen steht der alte als Mahnung in einem Scherbentopf. „Einerseits stimmt mich das traurig, dass Privatbesitz für andere keine große Bedeutung hat und auch nicht, wenn etwas liebevoll gestaltet ist und dann aus Boshaftigkeit oder Leichtfertigkeit zerstört wird“, sagt Thomas Thiessen.

Doch die Kehrseite der Medaille sieht er ebenso: „Andererseits habe ich großen Respekt, wenn jemand seine Handlung überdenkt und dann auf seine Art versucht, sie wieder gut zu machen.“ Genau aus diesem Grund wandte er sich an die MAZ und möchte die Leserschaft an dieser guten Wendung teilhaben lassen. „Das passiert doch viel zu selten. Danke für den Mut“, sagt er in Richtung der unbekannten Täter. Dieses Dankeschön hat Thomas Thiessen sogleich auf ein Schild geschrieben und in einem der Töpfe mit den neuen Buchsbäumen platziert.

Von Christamaria Ruch

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